Stern-Symbol im Menü


Suchwörter:     Ganze Wörter     Wortanfang  Hilfe   

Artikelübersicht

M4214
Die Intuition ist eine kosmische Fähigkeit, die sich zusammen mit der Liebesfähigkeit entwickelt
Von Martinus

FRAGE
Würde Martinus eine Definition für die Intuition geben?
ANTWORT
Nun, ich will versuchen, Ihnen das zu erklären. Wenn das Affenwesen beginnt, einen Körper zu bekommen, der sich allmählich zu einem Menschenkörper entwickeln kann, bekommt es eine anfängliche menschliche Begabung, d. h. also primitives Gefühl und primitive Intelligenz. Weiter fortgeschritten beginnt dieses Affenwesen dann zu entdecken, dass es Waffen benutzen kann; es kann vielleicht eine Kokosnuss auf einen anderen werfen, oder es kann einen Ast benutzen, um damit zu schlagen. Und es entwickelt sich weiter und bekommt Pfeil und Bogen usw. Aber das geschieht mithilfe der menschlichen Fähigkeiten, also durch primitives Gefühl, z. B. Hass und Feindschaft, und dann durch Intelligenz. Dadurch wird der Mensch den Tieren schnell überlegen. Er hat aber immer noch die tierische Mentalität und dirigiert mit ihr seine menschlichen Fähigkeiten. Das geht weiter und die Intelligenz entwickelt sich, und wir sehen, dass der Mensch immer noch ein tierisches Bewusstsein hat. Das greift ein und benutzt die menschliche Intelligenz, um das tierische Prinzip zu verwirklichen. Wenn die Menschen Atombomben bauen, solche schrecklichen tödlichen Waffen, solche Höllenmaschinen usw., dann ist es ihr tierisches Bewusstsein, das bewirkt, dass sie diese menschliche Intelligenz benutzen, um diese mörderischen Apparate herzustellen.
Wenn die Menschen dieses Karma erzeugen und ihre Leiden durchleben, wächst eine neue Fähigkeit heran, die Liebesfähigkeit, also die Fähigkeit, dass man es nicht übers Herz bringt, Böses zu tun, also die humane Fähigkeit. Und wenn sie vollends heranwächst, sodass man keinen Krieg will und kein Böses tun und nicht morden will, so erweckt sie eine neue Fähigkeit, nämlich die Intuition. Die Intuition ist die am schnellsten schwingende Vibrationsenergie, die existiert, und mit dieser Fähigkeit kann man sozusagen das ganze Universum erleben. Mit dieser Fähigkeit kann man alles erleben, die Lösung des gesamten Lebensmysteriums. Das ist eine kosmische Fähigkeit und man bekommt sie nicht, bevor man ein bestimmtes Stadium erreicht. Aber jetzt gibt es ja junge Menschen, die glauben, dass sie diese kosmische Fähigkeit bekommen können, indem sie Hasch rauchen und narkotische Mittel konsumieren usw. Es stimmt, dass diese narkotischen Mittel imstande sind, auf die psychischen Fähigkeiten einzuwirken, die beim Menschen noch latent sind, die aber gar nicht angetastet werden dürfen. Diese Mittel können auf diese psychischen Fähigkeiten einwirken und sie in Gang setzen. Dann erlebt man unfertige kosmische Zustände und zerstört diese Fähigkeiten. Wenn man dann einmal kosmisches Bewusstsein haben soll, muss man durch ein großes Karma und das kosmische Bewusstsein kann nicht vollkommen werden. Deshalb soll man keine solchen Mittel gebrauchen, die die geistige [Struktur] antasten, das tut Alkohol ja auch. Von all dem, was die Psyche antasten kann, muss man sich fernhalten.
Mogens Møller: Wenn im menschlichen Bewusstsein eine Balance zwischen der Intelligenz und der Liebesfähigkeit besteht, ist ein Einschlag der Intuition im menschlichen Tagesbewusstsein möglich.
Ja, die Liebe arbeitet ja dem tierischen Bewusstsein entgegen, sodass die Menschen das humane Bewusstsein mit den menschlichen Fähigkeiten gebrauchen. Aber während eines langen Abschnitts der Entwicklung gebrauchen die Menschen das tierische Prinzip, und das ist ja das, was Krieg, Feindschaft, Hass und Verfolgung hervorbringt. Aber der Sinn des Ganzen ist, dass das tierische Bewusstsein verschwinden soll, sodass man die menschlichen Begabungen nurmehr auf die richtige Art gebrauchen kann.
Frage Nr. 178 aus dem neuen Buch Martinus beantwortet Fragen. Aus einer Fragestunde im Kosmos Ferienheim in Varnhem, Schweden, am Pfingstsonntag den 25. Mai 1969, die auf Band aufgezeichnet wurde. Themenüberschrift und Bearbeitung der Bandabschrift von Torben Hedegaard. Vom Rat gutgeheißen am 27. Januar 2024. Artikel-ID: M4214. Übersetzung: Vincent Stadlmair.

© Martinus-Institut 1981, www.martinus.dk

Unter Angabe des Copyrights und der Quelle können Sie gerne zu diesem Artikel verlinken. Unter Beachtung des Urheberrechts können Sie auch gerne aus dem Artikel zitieren. Kopien, Nachdrucke und andere Formen der Wiedergabe des Artikels sind nur nach schriftlicher Absprache mit dem Martinus-Institut möglich.

 


Kommentare können an: info@martinus.dk gesendet werden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.