Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
 
 Ziff.:  
(1-288) 
 
Erweiterte Suche
   

 

Die erste Abteilung. Der "Wächter der Schwelle im Vorhof der großen Geburt". Bahnbrecher für den neuen Weltimpuls  125. Die erste Abteilung. Die am meisten entwickelten Wesen in der ersten Abteilung werden also sehr nahe an die Wesen in der ersten Kategorie grenzen, indem ihrer Intelligenz ja nicht sehr viel daran fehlt, mit ihrem Gefühl auf gleiche Höhe zu kommen. Ihr Bewußtseinsleben kann deshalb nur kleine Formen unausgewogener Ausbrüche oder Manifestationen repräsentieren. Sie haben sich in großem Ausmaß viele der Eigenschaften angeeignet, welche die Wesen der ersten Kategorie charakterisieren, aber in einer etwas unfertigen Form, d.h. daß sie bis jetzt nur periodisch von Demut, Toleranz und Selbstlosigkeit voll beseelt sind, was in solchen Perioden geschieht, in denen ihr Intelligenzleben stark genug ist, ihren Abscheu oder Unwillen vor Ehrgeiz, Eigenliebe, Intoleranz, Hochmut und Genuß von Fleisch und Rauschgiften aufrechtzuerhalten. Die betreffenden Wesen können in solchen Perioden eine außerordentlich große Empfänglichkeit gegenüber reinen Geisteskräften repräsentieren und können in gewissen Fällen die ersten zarten Vorläufersymptome der großen Geburt erleben. Da aber diese intelligenzmäßige Anregung des Willens noch nicht ganz zu einer Gewohnheit, Neigung oder einer natürlichen Veranlagung geworden ist, kann sie nach einiger Zeit ermüden oder erschlaffen, und die niedrigen Tendenzen haben wieder die Macht im Bewußtsein der betreffenden Wesen, aber natürlich nicht in einem besonders bösartigen Grad. Die Wesen der ersten Abteilung der zweiten Kategorie können also niemals Mörder, Räuber oder Diebe werden. Dazu ist ihre Religiosität oder ihr moralischer Standard viel zu stark entwickelt. Dagegen können sie jedoch sehr wohl Schwarzseher werden, und da sie in ihrem Bewußtsein noch Reste von Ehrgeiz und kleineren Formen von Egoismus haben und sie sich in Verbindung hiermit mehr oder weniger selbstsüchtige Hoffnungen machen, die nicht immer in Erfüllung gehen, können sie sich damit noch Enttäuschungen und Ärger schaffen, was wieder schlimmstenfalls zu Melancholie und eingebildetem Martyrium mit dazugehörigen unglücklichen Reaktionen in ihrem physischen Körper führen kann. Aber solche finsteren und pessimistischen Perioden sind, dank des in der Tiefe wohlentwickelten geistigen Standards der genannten Wesen, nur von vorübergehender Art, besonders in solchen Fällen, in denen sie in Berührung mit den Vorläufersymptomen der großen Geburt waren. Eine solche göttliche Berührung kann niemals vergessen werden, sondern wird stets für das Wesen, das sie einmal erlebt hat, wie ein Licht in der Finsternis strahlen, zu dem es immer wieder zurückkehren wird. Mit dessen Hilfe wird es zuletzt das verlorene Land in Sicht bekommen und in einen gesunden und normalen Zustand kommen, der also zur permanenten Natur werden wird, wenn das Intelligenzleben des Wesens es erreicht, sich so stark zu entwickeln, daß es sein Gefühlsleben als natürliche Gewohnheit und Neigung durch und durch, gesund und klar, nicht allein theoretisch, sondern auch praktisch mit Vernunft durchsäuert. Bis dies aber geschehen ist, wird es seine größeren oder kleineren Rückfälle haben, d.h. daß das Wesen, solange es noch primitive oder niedrige Tendenzen in seinem Bewußtsein hat, die es nicht beherrscht, kein permanentes Verbleiben in einem Dasein einer höheren Bewußtseinszone erreichen kann, d.h. in diesem Fall im "Vorhof der großen Geburt".
      So kann das Wesen der zweiten Kategorie sich gut in dem genannten "Vorhof" befinden, solange seine niedrigere Natur in Ruhe ist. Sobald diese sich aber in geringstem Maße geltend zu machen beginnt, befindet es sich nicht mehr da, sondern hat sich sogar schon zuweilen selbst unmerkbar davon ausgeschlossen. Niemand kann sich also auf irgendeine Weise auf der Basis von Ehrgeiz oder selbstsüchtigen Wünschen einen bleibenden Aufenthalt in der genannten Zone oder im Vorhof verschaffen, sondern absolut nur dadurch, daß er eben von solchen Gedanken und Tendenzen geistig gereinigt ist. Die niedrigeren egoistischen Neigungen und Leidenschaften sind also ein unübersteigbares Hindernis für das Erreichen der totalen großen Geburt oder des kosmischen Bewußtseins, und sie sind dadurch an sich eine Wehr gegen die Verletzungen oder Katastrophen, die, infolge späterer Abschnitte im Livets Bog, ein zu frühes Erreichen für das betreffende Wesen selbst und seine Mitwesen zur Folge haben würde. Die unentwickelten Naturen des Wesens sind also als "Wächter der Schwelle im Vorhof der großen Geburt" zu betrachten.
      Da die Wesen der ersten Abteilung der zweiten Kategorie so nahe an den Vorhof der großen Geburt grenzen, repräsentieren sie wie die Wesen in jenem keine sehr großen Formen von materiellen Forderungen, Begehren oder Bedürfnissen, und sie werden deshalb in den meisten Fällen ebenso wie diese nur in kleineren untergeordneten und unauffälligen Lebensstellungen zu finden sein. Es gibt jedoch einzelne Ausnahmen, Fälle, in denen einzelne der besagten Wesen aufgrund hervorragender Fähigkeiten als Künstler und Verfasser es nicht vermeiden konnten, bemerkt zu werden, wie man auch hier und da in dieser Abteilung Wesen antreffen kann, die ökonomisch gesehen mehr besitzen, als für ihre eigene anspruchslose Lebensführung notwendig ist, aber sie zeigen sich dann immer als die auserwählten Werkzeuge für ökonomische Hilfe und Stütze zur Ausbreitung der Geisteskultur, weil sie die erforderlichen Qualifikationen haben, in aller Stille geben zu können, ohne zu fordern. Die Wesen in dieser Abteilung gehören auch zur Zone der Unfruchtbarkeit. Es kann jedoch in gewissen Fällen in der genannten Abteilung auch Wesen geben, die noch der Ehezone angehören. Da die Wesen in dieser Abteilung den Dogmen und den religiösen Sekten entwachsen sind oder nur in einzelnen Fällen als Mitglieder der fortgeschrittensten geistigen Gemeinschaften neuerer Zeit zu finden sind, mit deren höchsten Vorschriften und Idealen sie in Kontakt sind, werden sie alle ohne Ausnahme, wie die Wesen der ersten Kategorie, jeder Auswirkung des neuen Weltimpulses unparteiisch und vorurteilsfrei entgegenkommen. Da sie aber, wie früher gesagt, nicht ganz im Gleichgewicht sind, sondern in sich unfertige Naturen haben, werden diese in gewissen Fällen bewirken können, daß sie nicht immer die Unparteilichkeit oder die Selbstlosigkeit aufrechterhalten können, sondern beginnen, Hoffnungen oder Erwartungen zu nähren, die nicht ganz rein sind und die sie deshalb nicht mit den anbrechenden Symptomen des neuen Weltimpulses in Harmonie bringen können. Ihr Kontakt mit diesem wird deshalb zuweilen in ihrem Bewußtsein eine Quelle von viel Unruhe. Aber wir wissen ja schon, daß dies für den beginnenden Kontakt sämtlicher Wesen mit den "Wächtern der Schwelle" gilt und daß die genannten Realitäten, selbst wenn sie unbehaglich sein können, nur zur Aufgabe haben, die Aspiranten zum "großen Vorhof" hinzuführen, wo ihre "Kleidung" noch nicht rein ist und wo kleine Bagatellen noch in Ordnung gebracht werden müssen, bevor das Heiligtum betreten werden kann. Die genannten "Wächter" sind also unverkennbare Zeichen für die Nähe der großen Geburt, für das Erleben des Reiches Gottes auf Erden. Alle diese Wesen haben allen Grund, sich zu freuen, denn sie werden allmählich die wahren Vertrauten und Bahnbrecher des neuen Weltimpulses und wie die Wesen in der ersten Kategorie Teile des Embryokörpers des göttlichen Reiches auf Erden werden.


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an webmaster senden.