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(1-288) 
 
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Die erste Abteilung. "Besuch" im Vorhof der großen Geburt. Die Weisheit entsteht. Philosophen und Geistesforscher  135. Die erste Abteilung. Unter den Wesen in der ersten Abteilung der dritten Kategorie muß man solche Wesen verstehen, die im Hinblick auf Intelligenz und Gefühl so hervorragend entwickelt sind, daß sie hinauf an den "Vorhof der großen Geburt" grenzen. Da Intelligenz und Gefühl bei diesen Wesen noch nicht im Gleichgewicht sind, weil ihre Intelligenz ja ihrem Gefühl überlegen ist, und da es deshalb eine gewisse Form von Disharmonie im Bewußtsein sämtlicher dieser Wesen gibt, haben sie keinen Zugang zu dem genannten Vorhof. Es muß jedoch bemerkt werden, daß es einzelne Ausnahmen gibt, nämlich solche Wesen, bei denen die Disharmonie zwischen Intelligenz und Gefühl nicht größer ist, als daß sie zuweilen Perioden erleben können, in denen sie ganz aufgehoben ist. In solchen Perioden befinden sich diese Wesen im Vorhof der großen Geburt und können sogar beginnen, die Vorläufersymptome der genannten Geburt zu erleben. Da aber dieser Gleichgewichtszustand bis jetzt nur periodisch ist, indem sich immer noch einige unfertige Naturen im Bewußtsein der betreffenden Wesen zeigen werden, die geschliffen werden müssen, bevor der permanente Vorhofs- oder der volle Empfangszustand für die große Geburt erreicht werden kann, werden wir also auch hier, wie in der ersten Abteilung der Gefühlskategorie, Zeuge von den "Wächtern der Schwelle" und von kleinen "Rückfällen". Diese hier geschilderten kleinen "Besuche" im Vorhof der großen Geburt gehören, wie gesagt, bis jetzt nur zu den Ausnahmen, aber sie werden für die Wesen innerhalb der ersten Abteilungen der Intelligenz- und Gefühlskategorien natürlich in dem Maße immer häufiger werden, wie die Geisteskräfte des neuen Weltimpulses Eingang finden. Da das Gefühlsleben bei den Wesen innerhalb der Intelligenzkategorie zu klein ist, sind sie nicht imstande, an etwas zu glauben, wofür sie nicht unmittelbar eine logische oder verstandesgemäße Erklärung finden können. Sie sind deshalb in keinem wesentlichen Ausmaß Anhänger der alten religiösen Dogmen oder Überlieferungen, die intelligenzmäßig nicht mit dem übereinstimmen, was wir "Wissenschaft" nennen. Da aber die Wesen der ersten Abteilung der Intelligenzkategorie doch ein einigermaßen entwickeltes Gefühl haben, bewirkt dies, daß diese Wesen trotzdem religiös eingestellt sind. Diese Religiosität gibt sich jedoch nicht in einem blinden Vertrauen, Hingabe oder Verehrung gegenüber den geltenden Weltreligionen oder Glaubensformen zu erkennen, sondern zeigt sich dagegen in einem außerordentlich starken Begehren nach der Enthüllung von geistigen Problemen. Diese Wesen haben deshalb Philosophie oder Geistesforschung zur Lebensaufgabe. Diese Geistesforschung kann wieder in mehrere Kategorien eingeteilt werden. So gibt es Wesen, die besonders das Bibelstudium und die Religionsforschung als Hauptinteresse haben. Andere dagegen suchen, von materiellen, wissenschaftlichen Erfahrungen ausgehend, sich das Weltbild klar zu machen, wieder andere haben die Aufklärung psychischer Themen zu ihrer Aufgabe gemacht. Und so gibt es viele verschiedene Zweige von Wissensdurst und Forschungsdrang, deren gesammelte Resultate wieder die erste Abteilung der dritten Kategorie zu einem Gebiet in der Entwicklung machen werden, in welchem die Erfahrungen des Gefühlslebens sich mit den Analysen des Intelligenzlebens zu verbinden beginnen. Diese Abteilung ist also eine Zone in der Entwicklung, in der die leuchtenden Bahnen der Wissenschaft oder des rein materiellen oder verstandesgemäßen Wissens beginnen, in Harmonie mit den entsprechenden Bahnen des Gefühlslebens zu kommen. Aus dieser Harmonie entsteht die "Weisheit", und die Offenbarung der kosmischen Welt beginnt. Die Wesen der ersten Abteilung der dritten Kategorie werden im Dasein also hauptsächlich unter dem Teil der Wissenschaftler hervortreten, die wir unter den Begriffen "Philosophen" und "Geistesforscher" kennen.


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