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(639-1052) 
 
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Unser Erleben des Lebens kann nur als ein wechselndes Verhältnis zu den beiden Kontrasten "Licht" und "Finsternis" existieren. Dieses Verhältnis kann nur entweder eine Wanderung zum Licht oder eine Wanderung zur Finsternis sein. Die Triebfeder in diesem Verhältnis ist Hunger und das Endziel ist Sättigung  711. Da ein Erlebnis oder eine Wahrnehmung nur als Erkenntnis des einen Kontrastes vor dem Hintergrund des anderen existieren kann, wäre jegliche Wahrnehmung oder jegliches Erleben vollkommen unmöglich, wenn einer der beiden Kontraste nicht existierte. Jegliches Erleben kann daher nur als Ausdruck für unser Verhältnis jedem dieser beiden Kontraste gegenüber existieren. Derjenige der beiden Kontraste, von dem wir am meisten wissen, wird unser Maßstab und unsere Basis für die Erkenntnis des anderen. Haben wir also das meiste Wissen über die Finsternis, urteilen wir von der Finsternis aus. Haben wir das meiste Wissen über das Licht, ist es dieser Kontrast, der für unsere Wahrnehmung oder Erkenntnis des Lebens oder Daseins entscheidend wird. Jegliche Wahrnehmung und damit Erkenntnis beruht also auf dem Erleben von Finsternis oder Licht und kann niemals und in keinem Fall auf etwas anderem beruhen, da Licht und Finsternis alles umfassen, was existiert. Da aber unser Leben von Hunger und Sättigung dirigiert wird, kann kein Wesen bei einem bestimmten Verhältnis zu einem der beiden Kontraste stehenbleiben, sondern muss sich unaufhörlich weiterbewegen, d.h. also sich verwandeln. Diese Verwandlung ist zugunsten desjenigen der beiden Kontraste, von dem das Wesen durch seinen Hunger angezogen wird. Fühlt es sich vom Licht angezogen, bedeutet das nur, dass es von der Finsternis gesättigt ist und deshalb immer mehr von ihr abgestoßen wird und sich dadurch zugunsten des Lichtes verwandeln wird. Auf dieselbe Weise wird es, wenn es das Licht ausgelebt hat und von diesem Kontrast gesättigt ist, nach der Finsternis hungern und jene Erlebnisse favorisieren, die auf diesem Kontrast beruhen. Die Wesen können daher nur entweder als solche hervortreten, die zum Licht hin wandern, oder als solche, die zur Finsternis hin wandern. Das bedeutet wiederum, dass sich einige Wesen in der Verwandlung vom Licht zur Finsternis befinden, während sich andere auf dieselbe Weise in der Verwandlung von der Finsternis zum Licht befinden. Das Endziel bleibt also für beide Wanderungen die Sättigung, während die Triebfeder in dieser Wanderung der Hunger ist. So einfach und unkompliziert ist die eigentliche Lebenswanderung der Wesen, dass sie ganz schlicht ihren Wünschen, Begehren und Sehnsüchten nachgehen. Andere Bewegungsfaktoren gibt es in der kosmischen Perspektive nicht. Und wir sind hier beim Urbegehren selbst, das seinen Sitz in "X2" hat. Dieses Begehren ist die ewige zentrale Urquelle des Ichs für das Erleben des Lebens. Und dieses Erleben wird wie erwähnt nur durch die beiden genannten Kontraste möglich. Das Lebewesen kann sich daher niemals in einer anderen Situation befinden als derjenigen, Sättigung von der Finsternis und den daraus folgenden Hunger nach Licht zu verspüren (was jene Situation ist, in der sich der Erdenmensch allmählich immer mehr befindet), oder aber sich vom Licht gesättigt zu fühlen und als Folge dessen Hunger nach Finsternis zu verspüren (was die Situation ist, die Pflanzen und Tiere in Wirklichkeit repräsentieren).
      Alle Manifestationen, Zustände oder Formen von Erleben des Lebens – gleichgültig, zu welcher der drei existierenden Kosmosarten sie auch gehören mögen, gleichgültig, welche Haltung zur Wahrheit sie auch einnehmen, gleichgültig, ob sie Aberglaube oder Wirklichkeit sind – können in ihren Details unausweichlich nur entweder Hunger nach oder Sättigung von Licht oder Finsternis repräsentieren. Diese beiden Kontraste bilden die absolute Souveränität des Bewusstseinslebens, da alles von ihnen geschaffen werden kann und absolut nichts ohne sie entstehen kann.


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