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(639-1052) 
 
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Dass ein Wesen Wünsche nähren kann, die in seinem derzeitigen Leben unmöglich zufriedengestellt werden können, als Beweis dafür, dass sich das Dasein dieses Wesens über die Existenzdauer seines derzeitigen Organismus hinaus erstreckt  715. Nichtsdestoweniger werden wir jedoch im täglichen Dasein Zeuge vieler "unbefriedigter" Sehnsüchte. Wir sehen in vielen Fällen Wesen "sterben", ohne dass sie das Ziel ihrer größten Sehnsucht oder die Zufriedenstellung ihrer Wünsche erreicht haben. Infolge des Gesetzes von der Schöpfung oder Energieauslösung kann aber keine Sehnsucht aufhören, außer durch ihre Zufriedenstellung. Das bedeutet wiederum, dass all die unbefriedigten Sehnsüchte, die wir entweder selbst haben oder bei anderen beobachten können, noch befriedigt werden. Sie repräsentieren eine Energieauslösung, deren Aufhören unmöglich vor sich gehen kann ohne jenes Gleichgewicht, das Zufriedenstellung heißt. Dass wir eventuell "sterben", bevor die genannte Energieauslösung ihren Lauf vollendet und ein Gleichgewicht in der Zufriedenstellung gefunden hat, verändert nicht das Prinzip, da Sehnsüchte oder Wünsche keine physischen Erscheinungen sind und damit auch nicht mit dem physischen Körper stehen oder fallen. Sie haben ihre Verwurzelung und ihren Ausgangspunkt im Schicksalselement und Überbewusstsein des Individuums. Und das stimmt hundertprozentig mit unseren früheren Analysen von der Ewigkeit des Ichs überein. Dass ein Wesen sehr tiefgehende Sehnsüchte oder Wünsche nähren kann, die unmöglich erfüllt werden können, während es sich in seinem derzeitigen physischen Organismus befindet, wird somit hier zu einem neuen zusätzlichen Beweis dafür, dass sich das Dasein des Wesens über die Existenzdauer dieses Organismus hinaus erstreckt. Hier wird ein Hunger oder eine Sehnsucht sichtbar – nicht bei einem einzelnen Wesen, sondern bei Millionen und Abermillionen von Individuen, ja, es gibt wohl nicht einen einzigen normalen Kulturmenschen, der hier als Ausnahme bezeichnet werden könnte –, die unmöglich im derzeitigen Leben dieses Wesens zufriedengestellt werden kann. Diese Sehnsucht stellt also einen Teil der mentalen Struktur jedes einzelnen Individuums dar, ja sie ist auf diese Weise ein unumgänglicher Faktor dieser Struktur wie der tägliche ernährungsmäßige Hunger. Aber dass sie von dem ernährungsmäßigen Hunger in der Weise abweichen soll, dass sie ein Hunger ist, für den es keine Zufriedenstellung gibt, widerspricht jener Logik, die alle Naturgesetze repräsentieren, und lässt sich unmöglich bestätigen. Vielmehr zeigen die genannten Naturgesetze mit aller nur möglichen Klarheit und mit überwältigender Kraft, dass es eine Zufriedenstellung für jede normale Sehnsucht oder für jeden normalen Wunsch gibt, ganz gleich, welche Wünsche und Sehnsüchte in der Mentalität jedes Wesens auch entstehen mögen, und dass dieser aus Wünschen und Sehnsüchten bestehende mentale Hunger in Wirklichkeit etwas genauso normales und lebensbedingendes Gutes ist wie der gewöhnliche Hunger und dass er ausschließlich nur dafür existiert, dass das Wesen jenen Segen erleben kann, den die Zufriedenstellung dieses Hungers darstellt.


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