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(639-1052) 
 
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Hunger, Sehnsucht oder Unzufriedenheit kann nur als vorausgehende Bedingung für jegliches Wohlbehagen existieren. Unbefriedigte Wünsche und Sehnsüchte als Fäden oder Bänder, die die Wesen mit einem zukünftig sich fortsetzenden Dasein jenseits des Todes und des Grabes verbinden  716. Wir sehen also hier, dass die unbefriedigten Sehnsüchte in Wirklichkeit eine mindestens genauso gewöhnliche Erscheinung sind wie der gewöhnliche Hunger. Davon, dass dieser erstgenannte Hunger im Dasein nicht dazu da ist, etwas Böses oder ein Martern der Wesen zu sein, erhält man einen lebhaften Eindruck, wenn man sich immer mehr darüber klar wird, dass er eine Realität darstellt, die der Schöpfung jeden Wohlbefindens absolut vorausgehen muss, da das Wohlbefinden nämlich nur als eine Zufriedenstellung existieren kann und diese wiederum nur auf der Basis einer vorausgehenden Unzufriedenheit existieren kann, die in Wirklichkeit dasselbe ist wie Hunger oder Sehnsucht. Hunger, Sehnsucht oder Unzufriedenheit kann also nur als eine absolute vorausgehende Bedingung für die Schöpfung eines jeglichen Wohlbehagens existieren. Alle unbefriedigten Wünsche oder Sehnsüchte der Individuen stellen damit eine vorbereitende Grundlage für die Schaffung eines kommenden Wohlbehagens dar. Da aber bei den Individuen, wie schon gesagt, die Wünsche und Sehnsüchte, die in ihrem derzeitigen Leben nicht zufriedengestellt werden, so zahlreich sind, dass diese Unzufriedenheit geradezu ein fester Faktor in der Analyse der Wesen und nicht bloß eine zufällige abnorme Erscheinung eines einzelnen Wesens ist, wird es hier zur Tatsache, dass heute in der Mentalität der Wesen also eine absolut unerlässliche vorbereitende Grundlage für die Schaffung eines kommenden Wohlbehagens existiert, also ein Wohlbehagen, das jenseits des "Todes" und des "Grabes" liegt. Alle unbefriedigten Wünsche und Sehnsüchte oder jede Form von unbefriedigtem mentalen Hunger stellt also die unzerreißbaren Fäden oder Bänder dar, die nach dem Untergang des physischen Organismus das derzeitige Dasein des Wesens mit einem zukünftig sich fortsetzenden Erleben des Lebens verbinden.


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