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Wie es zu sehen ist, dass das Talent nicht zusammen mit dem physischen Organismus untergeht. Dass Talente als Ausdruck für Stufen auftreten, macht sie identisch mit einem Erfahrungsgrad, den sich das Individuum mitunter ausschließlich in früheren Leben angeeignet haben kann  735. Nun wird der beharrliche Skeptiker oder Zweifler hier vielleicht einwenden, dass dieses Talent zusammen mit dem physischen Organismus beim sogenannten "Tod" untergeht. Aber da müssen wir antworten, dass es von diesem Untergang des physischen Organismus völlig unberührt bleibt. Die Entwicklung eines Talents erstreckt sich von den ersten primitiven, tastenden Versuchen bis zur großartigsten kulminierenden Genialität. Die Entwicklung des Talents schreitet also nur gradweise fort und bringt damit seinen ganzen Entwicklungsbereich von der Primitivität bis zur Genialität in einer Skala von Stufen zum Ausdruck. Kein Lebewesen kann umhin, eine dieser Stufen in dieser Verwandlung zu repräsentieren. Es kann in diesem oder jenem besonderen Bereich die Stufe der vollendeten oder vollkommenen Genialität repräsentieren, es kann in demselben Bereich aber auch die Stufe des Anfängerstadiums repräsentieren. Der Platz unserer physischen Mentalität in der Reihe dieser Stufen ist also davon abhängig, wie viel wir uns mit dem betreffenden besonderen Bereich beschäftigt haben oder in wie vielen Erfahrungen und Übungen wir ihn schon früher durchlebt haben. Dass diese Erfahrungen und Übungen nicht im derzeitigen Leben stattgefunden haben, verändert nicht das Prinzip, denn das Talent ist eine umso sichtbarere Tatsache, je größer oder umfassender die Erlebnisse sind, die wir in dem entsprechenden Bereich in früheren Leben gehabt haben. Die Stufe, die wir repräsentieren, enthüllt dies unabweislich. Hätten wir uns in früheren Leben mit diesem Bereich niemals beschäftigt, könnten wir ja überhaupt keine Stufe repräsentieren. Eine Stufe bedeutet in diesem Fall: ein Maßstab, von dem aus man die größere oder geringere Begabung eines Wesens in einem bestimmten Bereich markieren kann, was wiederum dasselbe ist wie "größere Erfahrung" bzw. "geringere Erfahrung" in diesem Bereich.
      Aber wie kann ein Wesen eine reale "größere Erfahrung" oder "geringere Erfahrung" im Verhältnis zu anderen Wesen haben, wenn es niemals etwas anderes erlebt hat als diese Wesen auch? Wenn die Wesen vorher nicht gelebt haben, kann von einer im Verhältnis zu anderen Wesen in Form von Talent oder Anlage angeborenen "größeren Erfahrung" oder "geringeren Erfahrung" unmöglich die Rede sein. Und jede Form von Stufen wäre damit ausgeschlossen. Nun ist es aber eine Tatsache, dass die Begabung der Wesen schon in den ersten Jahren, in ihren zarten Anfängen, in Stufen einzuteilen ist. Diese Stufen machen es also zu einer genauso unumstößlichen Tatsache, dass einige Wesen "größere Erfahrung" repräsentieren und andere "geringere Erfahrung". Dieser Besitz des Wesens von "größerer Erfahrung" oder "geringerer Erfahrung" im Verhältnis zu anderen Wesen macht in seinem derzeitigen Leben frühere Leben zu einer lebendigen sichtbaren Wirklichkeit. Da Talente unmöglich existieren können, ohne das Produkt von Erfahrung und Übung darzustellen, konnte absolut kein Talent ohne eine vorausgehende Erfahrung und Übung entstehen. Da aber jedes Wesen mit Talenten geboren wird, von denen sich einige in der Entwicklung befinden, andere vollendet sind und wieder andere degenerieren, wird der derzeitige mentale Zustand des Wesens exakt zu der unerschütterlichen Bestätigung oder Beweisführung, dass das Wesen ein früheres Dasein passiert hat, da der Erfahrungs- und Übungsprozess, dessen Produkt die angeborenen Talente sind, ja eben nur in dem genannten vorausgegangenen Dasein stattgefunden haben kann.


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