Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(639-1052) 
 
Erweiterte Suche
Siehe das Symbol Nr. 11 im neuen Fenster.    

 

Die Talente können kein Erbe der Eltern sein, sondern sie sind eine Konsequenz der Erfahrung und Übung, die das Wesen selbst in seinen früheren Leben erlebt hat  736. Zu behaupten, dass die Talente von den Eltern geerbt werden, kann nicht mit irgendeiner Form von Logik in Einklang gebracht werden, ganz abgesehen davon, dass diese Behauptung absolut nicht in irgendeiner Weise auch nur die geringste mikroskopisch kleine Begründung oder nur einen Hauch von mildernden Umständen für all die Ungerechtigkeit bieten kann, die die ungleich verteilte Gunst im Zustand der Wesen dann repräsentieren muss. Wenn die Vererbung das Fundament für die angeborenen Talente der Wesen wäre, wo sind dann all die Talente hergekommen, die die heutigen Menschen charakterisieren, Talente, die zur Zeit unserer Vorfahren völlig unbekannt oder ausgeschlossen waren? Von wem haben die Menschen das Talent für die heutige geniale Technik und Motorisierung der Kräfte oder die Fähigkeit, die Elemente als Antriebskraft für ihre Schöpfung oder für die Befriedigung ihrer Wünsche und Begehren zu nutzen, geerbt? Ist es nicht gerade eine bekannte Tatsache, dass unsere Vorfahren weder Telefon, Radio, Film, Eisenbahnen, Autos oder Flugzeuge noch irgendwelche anderen der verschwenderischen Produkte mentalen und physischen Könnens hatten, in denen wir heute kulminieren? Von wem haben wir dann aber die Talente, mit denen wir all diese Erscheinungen erschaffen, geerbt? Ja, die haben wir uns natürlich durch Denken, Erfahrung und Übung angeeignet, wird der Skeptiker vielleicht sagen. Jawohl! Aber wenn wir von unseren Vorfahren all diese Talente nicht erben konnten, die dem ganzen mentalen und technischen Können zugrunde liegen, das in so großem Ausmaß heute unser ganzes Dasein bestimmt, was sind es dann für Talente, die wir in Form der Vererbung in die Wiege gelegt bekommen und ein früheres Leben damit überflüssig machen sollen? Ist es das Talent zu schreiben, zu malen und zu zeichnen? Ist es die Fähigkeit, üppige finanzielle Erscheinungen zu organisieren, die Fähigkeit, Reichtümer anzusammeln? Ist es die Fähigkeit zu regieren oder die Fähigkeit, Verbrecher zu sein? Warum sollte man die Talente oder Fähigkeiten hinter diesen Erscheinungen bekommen können, indem sie einem in die Wiege gelegt werden? Warum sollten sie ererbt werden können, wenn die oben genannten hochaktuellen Talente nur als Produkt des Denkens, der Erfahrung und Übung entstehen können, wie es der Skeptiker selbst eingeräumt hat? Ist es leichter zu begründen, dass das Talent zur Schaffung genialer finanzieller Erscheinungen oder das Talent, raffinierte Verbrechen hervorzubringen, ein direktes Resultat der Vererbung ist, als dass die Talente, aus denen die oben genannten Kulturfortschritte hervorgegangen sind, dies sind? Warum sollte es leichter sein, das Talent zu erben, mit dem man ein geniales und großartiges Kunstwerk erschafft, als das Talent, mit dem man eine geniale Lösung für die Verkehrsmittel der Menschen oder andere Kulturfortschritte erschafft? Glaubt man nicht, dass ein gleiches Maß an Erfahrung, Denken und Übung hinter der Schaffung aller Talente notwendig ist? Außerdem existiert doch auch die Tatsache, dass man noch nie in irgendeinem Fall gesehen hat, dass die Kinder eine exakte Kopie ihrer Eltern sind, was sie zweifellos sein müssten, wenn die Talente nur als eine von den Eltern an die Kinder vererbte Erscheinung existierten. Wenn die Talente nur als eine von den Eltern vererbte Erscheinung existierten, müssten die Kinder aller Genies selbst Genies werden. Aber ist das der Fall? Gibt es nicht viele Fälle, in denen diese Kinder nur durchschnittlich begabt sind? Und ist es nicht eine ebenso verbreitete Tatsache, dass weniger begabte Eltern mitunter ein Kind bekommen haben, dass ein strahlendes Genie geworden ist? Warum bekommt ein solches Kind jene Mehrbegabung oder jenen Überschuss an mentalen Qualifikationen, der es zum Genie macht? Da die Eltern keine Genies waren, kann hier zu Recht auch nicht von irgendeiner Form von Vererbung die Rede sein. Ist es nicht natürlich, dass die Mehrbegabung dieses Kindes ausschließlich an seinem eigenen Denken, seiner eigenen Erfahrung und Übung liegt? Da aber ein solches Kind diese Mehrbegabung schon in Form von Talenten mit auf die Welt gebracht hat, können das Denken, die Erfahrung und die Übung, die diesen Talenten zugrunde liegen, nicht in seinem derzeitigen Erdenleben stattgefunden haben. Und da es sie wie gesagt nicht von seinen Eltern geerbt haben kann, da diese keine Genies waren oder dieselben Talente nicht besessen haben, wird hier sichtbar, dass das Wesen ein vorausgegangenes Dasein gehabt hat, in dem genau dieses Denken, diese Erfahrung und Übung stattgefunden haben, ohne die das Entstehen der genannten Talente also absolut ausgeschlossen gewesen wäre.


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an webmaster senden.