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(639-1052) 
 
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Wenn die Wiedergeburt nicht existierte, wäre das Dasein die Kulmination von Ungerechtigkeit. Perversität wäre die normale Funktion der Natur  740. Wenn die Wiedergeburt nicht existierte und die Wesen also ausschließlich nur in ihrem derzeitigen physischen Erdenleben existierten, könnte die hier analysierte Talententwicklung unmöglich stattfinden. Und dass sich die Wesen nichtsdestoweniger in höchst unterschiedlichen Stadien befinden, könnte kein Resultat ihrer eigenen Handlungs- oder Manifestationskraft sein. Das Wesen, das begabter ist als ein anderes, ja, das ein Genie ist, hätte in einem solchen Fall nicht durch irgendeine Form eigener Anstrengung oder Willensentfaltung an dieser seiner mentalen Prachtentfaltung mitgewirkt oder sich darum verdient gemacht. Und das Wesen, das als Erbe eines verschwenderisch hellen und glücklichen Schicksals geboren wurde – sowohl was die wirtschaftlichen Verhältnisse als auch die Mentalität als auch die körperliche Gesundheit und Schönheit sowie die Verwöhnung durch die Umgebung angeht, die eine solche Schicksalsposition mit sich bringt –, stünde ebenfalls ganz ohne irgendeinen durch eigene Initiative entstandenen Anspruch oder ein solches Anrecht auf dieses Schicksal da. Genauso werden Wesen geboren, die von der Wiege bis zur Bahre Erbe eines Schicksals sind, das die Manifestation von nichts Geringerem als den raffiniertesten Schrecken der Hölle selbst ist, wie z.B. ein in seiner Gesamtheit sehr defekter oder körperbehinderter Organismus mit mehr oder weniger untauglichen, kranken Sinneswerkzeugen, Organen und Gliedern oder mit einer defekten Mentalität, die sich in Form von Geistesschwäche, Idiotie oder Geisteskrankheit sowie vieler anderer Formen von Leiden, Trauer, Armut und Elend äußert, ohne dass diese Wesen auf irgendeine Art und Weise selbst die geringste Form von Schuld an diesem ihrem Schicksal geschaffen haben können. Dessen wahre Ursache wäre also ausschließlich bloße "Vererbung" von den Vorfahren, d.h., es wäre auf wundersame Weise durch ein mystisches Machtgebot der Vorsehung aus dem "Nichts" hervorgebracht worden. Und das Leben selbst oder unser tägliches Dasein wäre dann die Kulmination von Ungerechtigkeit, ohne auch nur auf irgendeine Weise wenigstens das geringste winzige entschuldigende oder rechtfertigende Moment zum Ausdruck zu bringen. Das bedeutet also, dass das Dasein selbst oder das Hervortreten der Wesen die Offenbarung der perversesten Erscheinung wäre, die man sich überhaupt denken kann, ja eine Erscheinung, die umso schreckenerregender wäre, als sie nicht, wie die bekannte Perversität, als auf einer vorübergehenden Krankhaftigkeit oder einer abnormen Organtätigkeit beruhend nachgewiesen werden könnte, sondern die die absolut normale Schöpfungsfunktion der Natur wäre. Ob es jemanden gibt, der mit einer solchen Erkenntnis leben oder bei diesem Werk der Natur Seligkeit empfinden kann?


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