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(639-1052) 
 
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Die Erdenleben und das Schicksal  750. Da also hier das derzeitige Erdenleben jedes Wesens als ein Bruchstück dieses ewigen Erlebens des Lebens sichtbar wird, wird das Schicksal jedes Wesens gerechtfertigt. Es ist selbstverständlich, dass das Wesen Wünsche und Sehnsüchte von solchen Formaten nährt, dass diese nicht in einem solchen Bruchstück wie dem oben genannten befriedigt werden können, sondern mehrere sich fortsetzende Leben für die totale Vollendung ihres Kreislaufs erfordern. Und dass die einzelnen lokalen Leben dieser Wesen oder "Bruchstücke" ihres ewigen Daseins nicht alle hundertprozentiges, strahlendes Wohlbefinden sein können, ist ebenfalls ganz natürlich. Das hängt ausschließlich davon ab, mit welchen bewusstseinsmäßigen Erscheinungen sich das Wesen in früheren Leben beschäftigt hat; und das betreffende lokale Leben ist eine Fortsetzung dessen. Es kann in diesen früheren Leben Begehren, Wünsche und Sehnsüchte gehabt haben, deren Erfüllung nicht gerade von gesunder Natur für das Bewusstsein und Seelenleben war. Es kann sich sehr unglückliche Gewohnheiten und Neigungen angeeignet haben, deren sehr beschwerliche Bekämpfung eine größere oder kleinere Störung seines derzeitigen Lebens ist oder es sogar zu einer wahren Leidenskulmination macht. Es kann aber auch in früheren Leben glänzende Gewohnheiten und Neigungen eingeübt haben, Erscheinungen, die in keiner Weise etwas anderes bedeuten können, als ein außerordentlich gesundes bewusstseinsmäßiges und körperliches Hervortreten im derzeitigen Leben, ja, die die Kulmination des Wohlbefindens selbst sind.
      Wenn aber somit das Schicksal jedes Wesens in seinem derzeitigen Leben eine Reaktion, eine Nachwirkung oder ein Resultat seiner Gedanken und seines willensmäßigen Hervortretens in früheren Leben ist, wird sein gedanken- und willensmäßiges Hervortreten in seinem derzeitigen Leben doch genauso von entscheidender Bedeutung für die Schaffung seines Schicksals in zukünftigen Leben sein. Wir bekommen also hier bestätigt, dass das Wesen der absolute Schöpfer seines eigenen Schicksals ist. Sein unsterbliches Ich in Verbindung mit seinem Überbewusstsein überlebt seine physischen Erdenleben und überführt Erfahrungen und die unbefriedigten Wünsche und Sehnsüchte in nachfolgende Leben. Dass diese Erdenleben dadurch als Stufen oder Grade in einer Skala an Vollkommenheit hervortreten müssen, ist ebenso selbstverständlich. Die Leben müssen zwangsläufig mit jedem Leben, das vergeht, immer vollkommener werden, solange die Wünsche und Sehnsüchte des Wesens seine Willensführung zur Schöpfung von Dingen führen, die zu einer höheren bewusstseinsmäßigen Position oder zur Genialität selbst führen können, was in diesem Fall dasselbe ist wie hundertprozentige Intellektualität.
      Dass das Wesen diese Stufen nicht umgehen kann, dass vielmehr jedes einzelne Wesen sie durchlaufen muss, um die Genialität oder die absolute Vollkommenheit zu erreichen, ist auch selbstverständlich, da die Genialität oder Vollkommenheit nichts anderes ist als ein Ausdruck für den Grad eines Könnens und dieser wiederum nur als Resultat einer vorausgegangenen Übung, eines Trainings oder einer Erfahrung existieren kann. Und da jedes normale Erdenleben eben eine Stufe oder einen Vollkommenheitsgrad darstellt, ist es dadurch als Tatsache sichtbar, dass dieses Wesen ein vorausgegangenes Dasein gehabt hat. Wie sollte es sonst die Übung, das Training oder die Erfahrung erlebt haben, deren Resultat seine derzeitige Stufe ist und ohne die diese Stufe also unmöglich wäre.
      Wenn also alle Erscheinungen im Alltagsleben es zur Tatsache machen, dass das Wesen der absolute Schöpfer oder Urheber seines eigenen Schicksals ist und dass dieses Schicksal ausschließlich Reaktionen der gedanklichen und willensmäßigen Manifestationen des Wesens sind, wird das alte Wort "Was der Mensch sät, wird er ernten" zur lebendigen unumstößlichen Wirklichkeit. Diese Wirklichkeit ist das elfte Grundfazit des Lebensmysteriums.


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