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STJERNESYMBOL_ALT_TEKST


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Artikelübersicht

M1194
Das Christusprinzip
Von Martinus

1. Der Dank gebührt der Vorsehung
Meine lieben Freunde, ich möchte gerne meinen innigsten und herzlichsten Dank zum Ausdruck bringen für all die Ehrungen und die kolossale Dankbarkeit, die ich entgegengenommen habe. All diesen Dank entgegenzunehmen, hat mich sehr gefreut, aber der Dank gebührt nicht mir. Die Analysen, die ich gegeben habe, sind nichts, was ich erfunden oder mir ausgedacht hätte, sie sind ewige Realitäten. Ich habe das Stadium erreicht, in dem ich diese Analysen manifestieren konnte und ich wurde geschickt, um sie zu manifestieren. Ich bin, was die Analysen betrifft, zu meiner täglichen Arbeit gegangen, wie andere zu ihrer täglichen Arbeit gehen, und ich bin nach diesen vielen Jahren glücklich zu sehen, daß es so viele Menschen gibt, die sich ihrer erfreuen.
2. Die Analysen sind vollkommen frei. Die Sache ist keine Sekte oder Vereinigung
Die Sache an sich ist keine Sekte und kein Zusammenschluß, sie ist neutral und frei. Es gibt keine Anmeldung und keine Abmeldung, niemand kann aufgenommen und niemand kann hinausgeworfen werden. Es steht jedem frei, meine Analysen zu lesen und Studienkreise und Zentren rund um die Welt zu bilden, um den Analysen zu folgen. Der Zugang zu den Analysen ist genauso frei wie zur Sonne und zu jeglicher Schöpfung in der Natur. Sie sollen keine eingekapselte Geschichte für einige einzelne Menschen sein, sie sind für alle Menschen da. Alle, die heute froh über religiöse Sekten und Gesellschaften sind und dort Inspiration finden, brauchen vor dem Neuen, das kommt, nicht ängstlich zu sein. Ich möchte gerne, daß alle dort sind, wo sie im Augenblick Inspiration finden und Liebe entwickeln können.
Ich habe einen Impuls erhalten, daß mein Werk DAS DRITTE TESTAMENT heißen soll. Es soll keine Grundlage für irgend eine Sekte oder Vereinigung bilden. Selbstverständlich muß es ein Zentrum geben und das ist die Stiftung Martinus-Institut im Mariendalsweg. Dort soll es einen festen Punkt in Form einer Administration und eines Rates geben, die die Aufgabe haben, alles in Ordnung zu halten und dafür zu sorgen, daß die Dinge nicht auf Abwege geraten.
3. Das größte Wort in der Bibel. Gottes Abbild
Das größte Wort in der Bibel steht dort, wo man Gott sagen läßt: "Laßt uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich". Alles, was wir um uns herum sehen, bringt zum Ausdruck, daß Gott Bewußtsein erschafft. Diese Schöpfung sehen wir überall, ganz gleich, ob es sich um Donner und Blitz handelt, ob um Autos, die auf Straßen fahren, oder um Menschen, die arbeiten. Ganz gleich, was es auch sein mag, alles ist Ausdruck von Lebewesen, die in Gottes Abbild erschaffen werden.1
Alles ist Lebewesen in Lebewesen, und Gottes Organismus ist ebenso wie die Organismen aller anderen Lebewesen aufgebaut aus Lebewesen innerhalb von Lebewesen. Wir befinden uns innerhalb eines Makrowesens und zugleich sind wir selbst ein Makrowesen für Mikrowesen in uns. Und unsere Mikrowesen sind wiederum Makrowesen für noch kleinere Wesen. Wir sind allesamt Makrowesen, Mikrowesen und zwischenkosmische Wesen.
Das Weltbild, das ich geschaffen habe, liegt innerhalb eines anderen Weltbildes, eines makrokosmischen Weltbildes, das wiederum innerhalb eines noch größeren Weltbildes liegt. Das ewige Leben formt sich als Erleben von immer höheren Spiralkreisläufen. Ein Spiralkreislauf ist ein Entwicklungsabschnitt, in dem das Lebewesen die Kulmination sowohl von Finsternis als auch von Licht erlebt. Diese beiden Dinge sind gleich wichtig, ohne das Erleben der Finsternis könnte das Licht nicht existieren.
4. Die Wesensart im täglichen Leben. Die Götterdämmerung hat begonnen
Die Wesensart im täglichen Leben ist besonders wichtig, und sie ist jetzt so weit herunter gekommen und so weit auf Abwege geraten, daß längst eine Götterdämmerung begonnen hat. Man muß davon ausgehen, daß der Zweite Weltkrieg ein Teil dieser Götterdämmerung war und ständig gibt es überall in der Welt kleinere Brände oder Kriege. Jetzt, um die Jahrhundertwende, rechne ich damit, daß ein sehr großer Krieg kommen wird. "Warum?" fragen die Menschen. "Warum kommt diese Finsternis?" "Warum muß so viel Finsternis sein?"
5. Der Glaube an ein einziges Leben kann die Finsternis nicht erklären
Als Christus auf der Erde war, um die neue Weltepoche einzuweihen, waren die Menschen, geistig gesehen, nur mit Instinkt begabt. Der Instinkt führt die Zugvögel, er führt die Tiere zu ihrem Futter und führt sie bei allem, was sie tun. Er führt die Menschen, damit sie ein Gefühl dafür bekommen, daß es eine Schöpferkraft und eine höhere Macht geben muß. Das Christusprinzip ist ein Elternprinzip, genauso wie wir es von der Ehe und vom Zusammenleben der Tiere her kennen, wo für die Nachkommen gesorgt wird.
Das Christusprinzip hat zur Aufgabe, die Menschen während der letzten großen Entwicklung zur höchsten Vollkommenheit hinzuführen. Die Menschen der Erde sind auf dem Weg, kosmisches Bewußtsein zu bekommen und zum "wahren Menschen in Gottes Abbild" zu werden. Um das zu verstehen, müssen die Menschen von dem Glauben abkommen, daß sie nur ein Leben haben. Wenn man nur ein Leben hat, ist ein physischer Körper fast nichts. Ein Körper ist so zerbrechlich, ein Kind kann während der Geburt sterben oder wenn es 5 Jahre oder 10 Jahre alt ist, es kann in jedem Alter sterben. Viele Menschen erreichen kein hohes Alter, sie sterben viel zu früh. Wenn man nur ein Leben hätte, müßte man einen besseren Körper haben. Was wird aus Menschen, wenn sie keinen Körper haben? Ja, dann können sie sich nicht entwickeln. Die kirchliche Terminologie ist veraltet, aber Christus konnte es den Menschen seiner Zeit nicht intellektuell erklären und verkündete deshalb, daß der Beistand, der Heilige Geist kommen und alles erklären würde.
6. Der Welterlöser Christus
Als der Stern über Bethlehem leuchtete, wurde in der Nähe in einem Stall das ewige Licht geboren, ein kleines neugeborenes Kind wurde in eine Krippe gelegt – und der Welterlöser war zur Welt gekommen. Menschen mit kosmischem Bewußtsein können sich noch in einem gewissen Stadium auf der hohen geistigen Ebene in physischer Materie gebären lassen, und dies tat Christus, um die Menschen führen und ihnen predigen zu können. Er wußte, daß es nichts genutzt hätte, etwas intellektuell zu erklären oder zu schreiben, da die Allgemeinheit weder lesen noch schreiben konnte. Sie konnten instinktmäßig fühlen, daß es eine Vorsehung geben muß, obwohl sie keine Idee davon hatten, wie sie ist. Deshalb ist das Christentum ein großes Mysterium für die Menschen, aber jetzt ist es gelöst in Form des DRITTEN TESTAMENTES, in dem man lesen und studieren kann.
Christus mußte den anderen Teil des kosmischen Bewußtseins benutzen. Er konnte den Sturm auf dem See beruhigen, auf dem Wasser gehen und kranke Menschen heilen. Er sagte auch: "Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden". Diese Macht werden alle Menschen bekommen, das ist das Ziel und es erfordert viele Leben.
7. Christi Wiederkunft
Jetzt sind die Menschen so weit gekommen, daß sie dabei sind, kosmisches Bewußtsein zu bekommen, und deshalb kann die Epoche des Christentums beginnen. Die Menschen haben Christi Wiederkunft mißverstanden, da Christus die Wiederkunft nicht intellektuell erklären konnte, er mußte sie in Symbolen verdeutlichen. Christi Wiederkunft bedeutet nicht, daß Christus persönlich kommt und da und dort predigt. Wer würde an ihn glauben? Heutzutage gibt es viele, die sagen, sie seien Christus, und predigen usw. Nein, Christi Wiederkunft ist eine neue Weltepoche, die er vor bald 2000 Jahren einweihte, als er auf Erden predigte. Da weihte er die kommende Christusepoche oder Christuskultur ein, indem er den Menschen den Weg wies und erklärte, wie sie handeln sollten.
Davor hatten die Menschen die Zehn Gebote aus einer hohen Quelle bekommen, als hohe Wesen auf dem Berg Sinai die Gesetzestafeln manifestierten. Sie bekamen die Zehn Gebote, um zu lernen, was sie falsch gemacht oder wogegen sie verstoßen hatten. Christus wußte sehr genau, daß es viel Zeit brauchte zu lernen, und das, was er damals noch nicht sagen konnte, mußte er für spätere Zeiten versprechen. Er sagte: "Noch vieles habe ich Euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.""Der Beistand aber, der Heilige Geist wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.""Er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden."
8. Sabotage am Erdplaneten durch Atomkraft
Christus sagte auch, daß die letzten Zeiten kommen werden, "wenn ihr von Kriegen hört und Nachrichten über Kriege" und wenn "Brüder einander dem Tod ausliefern und Kinder sich gegen ihre Eltern auflehnen und sie in den Tod schicken werden". Er sah, wie weit die Menschen gehen würden, und daß sie entsetzlich weit in ihrer Verteidigung gehen würden.
Er sah voraus, auf welche Weise die Menschen als die Mikrowesen der Erde beginnen würden, die Erde von innen her zu sabotieren.2 Sie wagen es, den Atomkern zu sprengen, in dem eine so kolossale Kraft gebunden ist, eine Kraft, die in Wirklichkeit makrokosmische Lebenskraft ist.3 Sie glauben, daß sie eine gewaltige Entdeckung gemacht haben, aber auf die Dauer können sie nicht garantieren, daß keine Unglücke geschehen. Sicherlich kommen auch Unglücke während der Götterdämmerung, aber darauf möchte ich hier nicht eingehen. – Aber was ist mit dem Abfall? Es ist klar, daß er eine Krankheit im Innern der Erde ist. Wenn die Erde ein gesunder lebendiger Organismus ist, muß alles in einen Kreislauf eingehen, selbst Schuttplätze gehen in Kreisläufe ein, der Atomabfall tut das jedoch nicht. Was ist mit den Abfallstoffen, die man vergräbt oder im Meer versenkt? Die Giftstoffe überleben ohne weiteres die Tonnen, in denen sie aufbewahrt werden.
Die Wissenschaft arbeitet weiter, man baut Atomkraftwerke, und das kann man keinem vorwerfen, das alles soll geschehen. Hier, während der Götterdämmerung, wird man erfahren, daß die Atomkraft nicht der Weg ist. Wir brauchen ganz andere, liebevolle und friedliche Mittel. Es gibt natürliche Energien, das sind Wind- und Wasserkraft, das sind Kohle und Öl, das ist die Sonne. Wenn die Menschen die Technik und den Verstand gebrauchen würden, die sie für die Atomkraft benutzen, könnten sie mit Leichtigkeit die großen Kräfte mit ungefährlichen Mitteln hervorbringen.
9. Das Einimpfen des Heiligen Geistes. Elektrizität ist Geist. Christuskräfte kontrollieren die Atomkräfte
Ich möchte die Wissenschaft nicht kritisieren, sie hat ganz hervorragende und wunderbare Dinge hervorgebracht, und ich erwähne diese Dinge nur, weil die Menschen im Hinblick auf die Atomkraft so irregeleitet sind. Sie sind allesamt dabei, dies jetzt zu lernen, das muß geschehen, man kann sich nicht entwickeln, ohne Erfahrungen zu machen. Deshalb ist die Götterdämmerung nicht eigentlich das Böse, wie die Menschen es beurteilen, es ist ein absolut notwendiges Glied in Gottes Erschaffung des Menschen als sein Abbild. Ohne dieses Böse wäre es ganz unmöglich, dem Menschen den verkündeten Heiligen Geist einzuimpfen. Der Beistand wird in den heiligen Schriftrollen der Juden genannt, und der Heilige Geist ist Bewußtsein, Geist bedeutet Gedanken, Wissen und Erfahrungen. Die Wissenschaft hat sich viele Jahre mit Elektrizität auseinandergesetzt und geglaubt, daß sie etwas Materielles ist, aber sie ist Makrogeist oder der Geist und die Lebenskraft der Erde.4 Wissenschaft und Technik benutzen Makroelektrizität, wir selbst zwischenkosmische Elektrizität und unsere Mikrowesen mikrokosmische Elektrizität.5 Darauf möchte ich hier nicht näher eingehen, sondern nur erwähnen, daß man jetzt so weit gekommen ist, daß eine Menge überirdischer Kräfte oder Christuskräfte dabei sind zu bewirken, daß es nicht gelingt, die Atomkräfte, die bereit stehen, in Funktion zu setzten.
10. Die Böcke und die Schafe
Diese Götterdämmerung, die kommen wird, wird aufgrund der neuerworbenen Intelligenz der Menschen sehr schlimm werden. Ich möchte nicht die Welt vor Ihnen verdunkeln, aber es wird eine Demonstration von allem Bösen werden, von allem, was Leid, Schmerz, Elend, Traurigkeit, Lebensüberdruß, Selbstmord, Haß, Rache usw. verursacht. Wir kennen alle das Böse, das ist nichts Fremdes für die Menschen, das floriert gewaltig in Form von Mord, Töten und Kidnapping.
Die Welt ist heute voll von Aufruhr und Krieg, Mord und Totschlag, aber mitten in all dem gibt es viele Menschen, Millionen von Menschen, die human sind. Sie sind keine Anhänger einer Sekte oder Gesellschaft, und im täglichen Leben sind sie human und kämen nicht auf den Gedanken zu stehlen, zu betrügen, zu rauben oder zu plündern. Die vielen Menschen dieser Stufe haben die Götterdämmerung in früheren Leben durchgemacht und brauchen keine Angst zu haben. Selbstverständlich kann es geschehen, daß sie betroffen werden, aber sie können gerettet werden, indem sie augenblicklich auf die geistige Ebene hinüber gebracht werden.
11. Der Tod und das Paradies
Dieses plötzliche Sterben und auf eine höhere Ebene Gelangen ist eine Rettung und nicht das Schreckliche und Furchtbare, wozu die Menschen es machen, mit Strafen für begangene Sünden usw. Die erhalten sie keineswegs auf der geistigen Ebene, die haben sie hier auf der physischen Ebene. Wenn man stirbt, bekommt man eine Ruhepause auf der geistigen Ebene. Zuerst kommt man in einen Vorhofzustand, in dem man "gereinigt" wird, bevor man auf die höheren geistigen Ebenen kommt. Wenn man Tendenzen hat, die das Licht nicht vertragen, wird man vorübergehend von diesen Dingen entwöhnt, so daß man in das Licht kommen kann, das zu dem Licht paßt, welches man auf der Erde erschaffen hat. Es kann z.B. einen Menschen geben, der anderen Menschen gegenüber böse, aber einem kleinen Hund gegenüber sehr liebevoll war. Er kann ein kleines Licht erleben auf der Basis des winzigen Lichts, das mit dem Hund zu tun hatte, und er bekommt einen Schimmer der neuen Welt zu sehen. Alte Menschen, die anständig auf der Welt gelebt haben, bekommen eine entsprechend lange Zeit in dem Licht, das zu ihnen paßt. Dort gibt es viele Himmel, wie Christus sagt: "Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen."
Zu den untersten Himmeln gehört das Walhal der Wikinger, wo sie saßen und Met tranken und Speck aßen und tagelang kämpfen konnten. Diejenigen, die damals damit begannen, nicht mehr morden und töten zu wollen, waren Schwächlinge und kamen zur damaligen Hölle, dem Helheim, das heute unser Himmelreich ist.
Für jede Entwicklungsstufe gibt es auf der geistigen Ebene einen Zustand der Ruhe, in dem man es gut hat. Wenn man abgetrieben wird oder während der Geburt stirbt, geht man schnell zurück, um wieder in die physische Welt geboren zu werden. Stirbt man als Kind oder noch jung, bleibt man auch nicht lange auf der geistigen Ebene. Hat man kein schlechtes Karma und lebt man ein langes Leben, erhält man ein wunderbares langes Leben auf der geistigen Ebene. Der Tod ist oft ein sehr wunderbarer Zustand, der in Wirklichkeit dafür geschaffen ist, auf dem langen Weg hinauf zum endgültigen kosmischen Bewußtsein eine Ruhepause zu sein.
Je weiter man seine gute Wesensart bringt und nicht stiehlt, lügt und betrügt, desto schöner ist das Dasein, das man auf der geistigen Ebene bekommt, die ja voll der höchsten Kunst und Wissenschaft der Welt ist. Aber auf der geistigen Ebene kann man sich nicht entwickeln; um das zu tun, muß man zurück zur Erde.
12. Die Hauptprinzipien für die neue Weltkultur
Es gibt viele humane Menschen, und ich möchte glauben, daß es das Humane in Ihnen ist, das Sie dazu bewegt, meine Vorträge zu hören und was bewirkt, daß Sie nicht stehlen, lügen und betrügen. Sie gehören also zu der Kategorie, die den Heiligen Geist weiterbringen soll, die die Führung der neuen Weltkultur übernehmen soll. Christus hat die Hauptprinzipien für diese neue Weltkultur gegeben. Er sagt "Du sollst nicht nur sieben mal, sondern siebenundziebzig mal vergeben" und er sagt: "Liebet eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen und tut denen Gutes, die euch hassen" usw., und was sagt er nicht in der Bergpredigt? Immer wieder sagt Christus: "Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen". Daß Christus die Geldwechsler aus dem Tempel gejagt haben soll, ist die pure Unwahrheit. Selbstverständlich hat Christus keine Geißel gebraucht, sonst paßte alles, was er gesagt hat, ja nicht. Er war wohl gefürchtet aufgrund seiner starken psychischen Kräfte. Sie wußten, daß er die Macht hatte, sowohl das eine wie auch das andere zu tun, und sie wußten sicher, daß sie nicht in seinem Geiste handelten, und deshalb flüchteten sie, als sie hörten, daß er kam.
Er war aber nicht nur auf der Erde, um zu predigen, Kranke zu heilen und die kosmischen Kräfte zu zeigen, die die Menschen bekommen werden. Er war auch auf der Erde, um die Alliebe zu zeigen, eine neue Liebe, die die Menschen nicht kennen. Bei der Liebe, von der wir in Lobgesängen hören, handelt es sich um Ehen und Verliebtsein, und das ist selbstverständlich sehr schön und sehr gut, aber es ist nicht sinnvoll, daß es so bleibt. Wir sehen ja auch, wie sie degeneriert; der Mensch befindet sich in einer großen Umschöpfung auf dem Weg vom Tier zum allwissenden, allmächtigen und alliebenden Menschen.
13. Der Egoismus wird im Tierreich eingeprägt
Wenn die Tiere in einer neuen Spirale beginnen, haben sie nur wenig Bewußtsein und was sie antreibt, ist der Instinkt. Das Urbegehren und der Selbsterhaltungstrieb bewirken, daß die Tiere Angst davor haben zu sterben, und daher sind sie auf der Hut, um sich zu verteidigen. Die Tiere haben keine Wahlmöglichkeit. Ihre Körper sind Kriegswerkzeuge, z.B. hat der Löwe scharfe Zähne und starke Klauen, andere können sich tarnen und gleichen der Natur, so daß ihnen das Essen direkt in den Mund fliegt. Diese Verteidigung wird den Tieren eingeprägt und damit werden sie zu Egoisten geprägt. Aber das Tierreich ist nicht bloß dazu da, daß die Tiere ständig gefressen werden oder andere Tiere fressen. Es ist ein Glied in Gottes Schöpfung, es ist absolut notwendig, daß die Tiere die Möglichkeit erhalten, die Finsternis zu erfahren.
14. Die beginnende Intelligenz. Die Bekämpfung des Egoismus
Als der Affe den aufrechten Gang bekam, begann sein Körper, "neutral" zu werden. Die Hände wurden frei, so daß er seine Verteidungswaffen selbst herstellen konnte. Der Affe konnte vielleicht mit Kokosnüssen oder ähnlichem werfen, und die Menschen konnten sich mit Hilfe der beginnenden Intelligenz Pfeil und Bogen machen. Sie entwickelten sich weiter und machten immer schlimmere Waffen, immer tödlichere Waffen.
Den Egoismus, der dem Tier im Tierreich eingeprägt wurde, muß der Mensch später wieder ablegen. Die Zehn Gebote wiesen den Menschen den Weg und gaben ihnen Gesetze, die u.a. forderten, daß man nicht stehlen und töten darf. Später gebot das Christentum, daß man seine Feinde lieben und seinem Nächsten nicht nur sieben mal, sondern siebenundsiebzig mal täglich vergeben solle. Christus mußte diese Fazite damals in dogmatischen, symbolischen Ausdrücken und Geboten deutlich machen.
15. Gottes Modell des Menschen als sein Abbild
Christi Aufgabe war es, Gottes Modell für den Menschen als sein Abbild zu sein. Es mußte ein Modell geben, damit die Menschen sehen konnten, wie sie sein sollten; sie sollten dahin geführt werden, wie Christus zu werden und alles zu vergeben. Aber es geht nicht nur darum zu vergeben, sondern es gilt auch, eine Kreuzigung auf sich zu nehmen, wenn es sein muß. Christus ließ sich kreuzigen und machte das schlimmste Leiden durch. Er hätte ohne weiteres frei bleiben können, denn er hatte viele Freunde, die ihm hätten helfen können, und in der Nähe von Jerusalem gab es viele Schluchten, Grotten und Höhlen, wo er sich hätte verstecken können. Aber er wußte, daß er durch das ganze hindurch mußte. Es war prophezeit worden, daß er das tun sollte, und wenn er diese Prophezeiung nicht erfüllt hätte, hätten sie nicht geglaubt, daß er Christus war. Er sollte sie erfüllen und es gab einen guten Grund dafür, daß er das sollte. Es ging darum, daß die Menschen sehen konnten, wie weit man mit der Vergebung gehen soll. Man soll so weit gehen, daß man in den schlimmsten Leiden, die ein Feind einem zufügen kann, zu Gott beten kann, ihm seine Untat zu vergeben, weil er nicht weiß, was er tut. Denn das ist die Ursache: Er weiß nicht, was er tut.
16. Niemand kann Unrecht erleiden und niemand kann Unrecht tun
Die Menschen glauben, daß sie das Richtige tun, wenn sie vergelten und sagen: "Das fehlte gerade noch, daß ich mir das gefallen lasse". Hier muß man erst verstehen lernen, daß niemand Unrecht erleiden kann und niemand Unrecht tut. In diesem schrecklichen Morden, Töten und Elend ist es für die Menschen wohl schwer zu verstehen, daß absolut niemand Unrecht erleiden oder Unrecht tun kann. Aber das Weltall ist so weise eingerichtet, daß dies nicht stattfinden kann. Wenn es stattfinden könnte, gäbe es kein Weltall. – Aber wie ist es möglich, daß kein Unrecht geschehen kann?
17. Das Ich im Lebewesen. X1
Die Sache ist die, daß alle Lebewesen aus etwas Lebendem bestehen, daß nicht materiell ist. Die Wissenschaft wird vielleicht sagen, daß es nicht existiert, weil es nicht gewogen und gemessen werden kann. Aber das Weltall hört nicht auf, weil unsere Sinne aufhören, es geht ins Unendliche weiter. Dort kommen wir zu dem Bereich, wo das wirklich Lebende im Lebewesen existiert, und worüber man nur sagen kann, daß "es etwas ist, das ist". Es besteht aus den Ichs aller Menschen und es ist das, was die Menschen dirigiert.
18. Die Wahrnehmungs- und Schöpfungsfähigkeit oder das Schicksalselement. X2
Das Ich hat ein Schicksalselement, in dem sich der Selbsterhaltungstrieb und die Talente für Schöpfung und Wahrnehmung befinden. Dort existiert die Mutterenergie, die die Aufgabe hat, über die Spiralzentren oder Grundtalentkerne6 die Grundenergien Instinkt, Schwere, Gefühl, Intelligenz, Intuition und Gedächtnis zu steuern. Die Wissenschaft kann die Talentkerne nicht erfassen – sie sind der Wahrnehmung unzugänglich –, sie kann nur die Wirkungen erfassen. Wir können sehen, hören und riechen, aber es ist nicht das Auge, das sieht, nicht das Ohr, das hört, oder die Nase, die riecht. Sie sind allesamt Werkzeuge für etwas, das uns steuert, das über Zeit und Raum erhaben ist und zum Ewigen gehört.
19. Die Goldglorie oder die goldenen Fäden
Das Ewige, das über Zeit und Raum erhaben ist, habe ich bei meiner großen Geburt erlebt, als ich die Goldglorie erlebt habe. – Es war vollständig wie Gold – es war vollständig wie ein Goldozean von goldenen Fäden7, was ich später als Goldglorie bezeichnet habe. Es ist in allen Lebewesen vorhanden und deshalb nenne ich das auch das Lebende im Lebewesen.
20. Die Welt des Erschaffenen oder des Veränderlichen. Die Energien und die Bewegung. X3
Jegliche Bewegung in der Welt geht von den Ichs aus. Wenn das Ich über die Goldglorie oder die Talentkerne im Schicksalselement mit einer äußeren geistigen Welt in Berührung kommt, die aus einer besonderen Art Materie besteht, auf die ich hier nicht weiter eingehen kann, werden Schwingungen in Gang gesetzt und es entstehen Bewegungen.8
Keine Bewegung kann in einer geraden Linie verlaufen, alle Bewegungen verlaufen in Kreisläufen und damit kommen sie zu ihrem Urheber zurück. Wenn man eine gute Tat vollbringt, geht sie in eine Kreisbahn und kommt durch ein Medium, z.B. einen guten Freund, zurück. Wenn es etwas Böses ist, was wir ausgesandt haben, muß es durch etwas zurückkommen, das empfänglich dafür ist, etwas, das uns feindlich gesonnen ist, und das Böse trifft uns, so daß wir das Schicksal erhalten, das wir selbst verursacht haben. Diejenigen, die Medien oder Werkzeuge für die Schicksalsauslösung sind, schaffen hierdurch wiederum das Schicksal für sich selbst. Wir sehen also, daß niemand Unrecht erleiden und niemand Unrecht tun kann.
21. Die physische Welt – der Baum der Erkenntnis. Die geistige Welt – der Baum des Lebens
Wenn niemand Unrecht erleiden kann und niemand Unrecht tun kann, ist dann nicht etwas verkehrt, wenn es um Zuchthäuser, Strafanstalten, Gefängnisse, Strafe und Rache geht? Ja, da ist etwas verkehrt, aber das muß es sein, damit die Menschen selbst erleben können, das etwas verkehrt ist. Wie sollte man etwas über das Böse lernen, wenn man es nicht erfahren kann? Deshalb gibt es eine Welt, in der die Menschen die Finsternis erfahren können, und das ist die physische Welt. Das Ich des Menschen befindet sich nicht auf der physischen Ebene, aber durch den physischen Körper kann es Erfahrungen in der physischen Materie machen.
In der geistigen Materie kann man sich nicht entwickeln, weil sie den Gedanken gehorcht. Nur im Physischen, das Widerstand bietet, muß man sägen und hobeln, um zu erschaffen. Damit wird ein Gedankengebäude oder ein Gedankenaufbau erreicht, der in der geistigen Materie benutzt werden kann, die sich nach den Gedanken richtet. Wenn man auf der geistigen Ebene "Hund" denkt, dann steht er in geistiger Materie da. Hat man aber noch niemals einen Hund gesehen, kann man nicht "Hund" denken. Alles, was man auf der physischen Ebene getan hat, kann man auf der geistigen Ebene mit Gedanken ohne Körper tun.
22. Moses und Christus. Instinkt, Gefühl, Intelligenz und Intuition
Mit den Zehn Geboten, die ja immer gelten, begann Moses, den Menschen zu sagen, was sie tun sollten. Später konnte Christus dies mit den Instinkterklärungen des Christentums fortsetzen und viele Menschen wurden bis zu einem gewissen Grad christlich. Sie sind heute human, sie wollen nicht lügen, stehlen, betrügen und töten und sie leben auf verschiedenste Weisen ordentlich. Demgegenüber gibt es die andere große Schar, die die Welt beherrscht, die voller Schwindel ist.
Das Gefühl oder die humane Fähigkeit der Menschen wird durch das Leid entwickelt. Wenn man ein Leid zurück bekommt, wird man beim nächsten Mal vorsichtiger sein, und allmählich wird man auf eine humane Ebene hinauf gehoben. Mittels der Intelligenz kann man beginnen sich auszurechnen, wie man sich verhalten soll, und wenn man einige Zeit in dieser Art intelligenzmäßig daran gearbeitet hat, human zu sein, bekommt man beginnende Intuition und kosmische Erleuchtungsblitze. Die Intuition ist die höchste kosmische Fähigkeit, die alles durchdringt; mit ihr erlebt man alles und mit ihr erlebt man die Dinge bis zum Ende. Schließlich will der Mensch nicht mehr sündigen oder die Gesetze übertreten, er will vollständig nach der Liebe leben und ein Christuswesen werden, mit Gott eins werden.
Die Menschen werden verwandelt werden, sie sollen ja nicht für immer ein "er" oder eine "sie" bleiben. Der Zustand als "er" und "sie" oder die Ehe ist ein notwendiges Zwischenglied, damit Gott auch im Tierreich gegenwärtig sein kann. Durch den Paarungsakt und die Sympathie zwischen den Wesen und ihren Nachkommen ist Gott im Tierreich gegenwärtig.
23. Die Kreuzigung
Durch seine Kreuzigung sollte Christus zeigen, wie die Menschen sich selbst vorarbeiten können, um bewußter in der Gottheit zu werden. Die Kreuzigung war ein sehr bedeutendes Ereignis. Es steht ja auch geschrieben, daß die Erde bebte, daß es dunkel wurde und der Vorhang im Tempel von oben bis unten zerriß und die Toten aus ihren Gräbern kamen. Es war ein bedeutender kosmischer Zustand für die Erde, es war ein Wendepunkt für die Erde; da bekam sie zum ersten Mal die richtige Lösung. So soll man sein und auf diese Weise wird man zu einem Christuswesen, wenn man für seine Feinde, von denen man gekreuzigt wird, beten kann. Die Toten, die aus den Gräbern kamen, waren nicht tot, sie waren Christuswesen, die bei diesem göttlichen Fest anwesend waren. Es war auch ein Christuswesen, das sich Jesus in der Nacht in Gethsemane als himmlischer Engel zeigte und ihn stärkte, so daß er vorwärts gehen und die Kreuzigung auf sich nehmen konnte: "Wen sucht Ihr?" – Sie antworteten ihm: "Jesus von Nazareth." – Und Jesus sagte zu ihnen: "Das bin ich".
Viele wurden damals christlich, sie wurden so übertrieben christlich, daß sie sich kreuzigen und wilden Tieren vorwerfen ließen, sie ließen sich nicht erschrekken. Diese Wesen waren, wie die Apostel, so weit fortgeschritten in ihrer Entwicklung, daß sie heute nicht mehr auf der Erde leben.
24. Das Teufelsbewußtsein ist ein Glied in Gottes Schöpfung
Aber nun wird nach dieser Götterdämmerung eine Zeit kommen – wenn die Erde zerbombt und vieles zerstört ist –, in der die Menschen gezwungen sind, mit dem Aufbau einer neuen Welt zu beginnen, nachdem sie erfüllt worden sind von Erfahrungen mit Kriegswaffen und mit all dem, was sie getan haben. Sie haben gesehen, daß Kriegswaffen die Menschen nicht haben verändern können. Wenn Strafe, Rache und Gewalt die Menschen zu Christuswesen machen könnten, dann wären sie es schon seit langer Zeit. Aber zu was sind sie geworden? – Ein Teufelsbewußtsein hat sich entwickelt. Es muß ein Teufelsbewußtsein sein, daß Konzentrationslager hervorbringt. Es muß ein Teufelsbewußtsein sein, wenn gesunde Menschen operiert werden, ohne daß sie krank sind. Aber das kann man keinem vorwerfen, das ist alles ein Glied in Gottes Schöpfung. Selbst kann man versuchen, überall Gottes Schöpfung zu sehen und mit Gott in seiner Schöpfung zu sein.
25. Kulturzentren oder Juniorgesellschaften
Die neue Kultur wird auf eine Politik gegründet sein, die aus den Analysen heraus geschaffen ist, welche den Menschen zeigen, wie sie leben sollen. Es gibt jedoch viele Menschen, die Mörder, Räuber, Betrüger usw. sind, und die können nicht mit der Allgemeinheit zusammensein. Sie werden in Kulturzentren kommen9, wo sie nicht als Verbrecher, sondern als normale Menschen angesehen werden. Sie sind noch nicht so entwickelt, sie befinden sich in einem Stadium, in dem Entwicklung fehlt. In diesen Zentren, in denen sie auf natürliche Weise leben können, werden sie erzogen werden. Sie können dort heiraten, sie haben Schulen, Kinos, Theater, Sportstätten usw., während die Menschen draußen in der wirklichen Gesellschaft frei leben. Man braucht eine ganze Reihe dieser Zentren für diese Wesen, die nicht genügend entwickelt sind. Das ist ganz genau wie in einem Zoologischen Garten, wo man die Tiere nicht frei herumlaufen lassen kann. Das ist es, was heute auf der Erde verkehrt ist, es muß sichergestellt werden, daß diese Wesen ein Kulturleben führen können und die Möglichkeit erhalten zu studieren und allmählich zu Christuswesen werden können.
26. Christuspolitik in 500 Jahren. Im Dienste der Welterlösung
Viele Menschen halten das Christentum für naiv und glauben, daß es am Ende ist. Aber jetzt kommt eine Periode mit einer neuen Kultur, in der Christuspolitik betrieben werden wird. Ich rechne damit, daß es in 500 Jahren eine bedeutende Christuspolitik geben wird. Wir befinden uns in einer Epoche mit einer kolossal großen Veränderung des Bewußtseins der Menschen, und in 3000 Jahren werden viele die große Geburt erreicht haben und zum ersten Bereich der kosmischen Ebene übergegangen sein, in der sie über Jahrtausende hin dazu beitragen, Kulturen für andere Welten zu erschaffen. Das ist es, was wir jetzt sehen. In der Atmosphäre der Erde sind gewaltige Christuskräfte dabei zu helfen, daß die Atomkräfte nicht dazu kommen, die Erde zu zerstören. Ich rechne nicht mit all dem, was über UFOs geschrieben wird, das ist nicht das, woran ich denke, sondern es sind wirkliche geistige Kräfte oder Christuskräfte im Raum.
27. Der Wiederaufbau
In der Zukunft wird eine neue Weltpolitik kommen, wo man nach den Christusprinzipien leben wird. Dazu ist man gezwungen, wenn man diese entsetzlich zerstörte Welt wieder aufbauen will, in der die Städte kurz und klein geschossen wurden und Massen von Menschen tot sind. Wenn diese Welt aufgebaut werden soll, werden Menschen mit Christuseigenschaften und Christusbewußtsein geboren werden, und die gefährlichen Kräfte werden gebunden und kommen unter Kontrolle. Dann gibt es keinen, der Unrecht erleiden kann, und dann gibt es keinen, der strafen oder rächen kann. Die gefährlichen Menschen befinden sich innerhalb von Kulturzentren und die Welt ist frei und offen für eine gewaltige Entwicklung von Kultur und Kunst.
28. Meine 60-jährige Arbeit
Das Prinzip in dem neuen Weltbild ist die Entwicklung des Christusbewußtseins. Man wird entwickelt werden, um wie Christus zu werden und die Fähigkeit zu bekommen, über Wasser zu gehen und allmächtig, allwissend und alliebend zu sein. Ich verfüge über den Teil des kosmischen Bewußtseins, der dafür gedacht ist, kosmische Analysen zu geben, und es ist meine Aufgabe, die Geisteswissenschaft zu schaffen, die die Grundlage für die neue Weltkultur ist. Ich kann mein kosmisches Bewußtsein nicht für mich selbst oder private Personen entfalten, das ist gesperrt. Ich kann nicht anfangen zu sagen: "Du sollst so und so leben", "Du stirbst dann und dann" und "Du wirst gesund werden". Ich habe die Mission, ausschließlich an der Geisteswissenschaft zu arbeiten.
Das Wesentliche ist das, was Christus gesagt hat – daß man es sich abgewöhnt zu kritisieren und seinem Nächsten gegenüber ungeduldig zu sein. Was man an dessen Wesen nicht leiden kann, sollte man herausfinden, indem man sich selbst beobachtet. Zu vergeben und liebevoll an seine Feinde zu denken, ist die höchste Form von Yoga und führt unfehlbar zu kosmischem Bewußtsein mit seinen Wunderfähigkeiten, seiner Allwissenheit, Allmächtigkeit und Alliebe. Alliebe ist nicht dieselbe Liebe wie Verliebtheit, sie ist eine Liebe, die absolut nichts fordert, sie ist eine Liebe, die gibt. Und deshalb ist diese Sache auch eine Geschenk, sie ist Euer Geschenk, sie ist nicht meine Sache. Sie ist eine Sache, die für Euch gemacht ist, sie ist neutral. Ihr könnt Euch die Analysen nehmen und beginnen, nach den Analysen zu arbeiten, und Ihr könnt es lassen, und Ihr könnt wieder zurückkommen. – Das ist vollkommen frei!
Es ist ein Testament errichtet worden, das sichert, daß es einen festen Punkt gibt, eine Wache oder ein Rat, wie wir es jetzt nennen, der die laufenden Dinge in der Weise behandeln soll, daß man die Bücher, die Analysen, die Texte usw. nicht ändert. Diese Wache soll dafür sorgen, daß man nicht kommen und sich in das Zentrum drängen kann. Man kann mit den Analysen arbeiten, wie man will, man kann Studienkreise bilden und Vorträge halten, das ist frei. Aber im Zentrum darf es nur die Menschen geben, die dazu geboren sind, die Analysen zu bewahren, und daher kann man nicht jeden ins Zentrum nehmen. Das ist etwas, was unter einer besonderen geistigen, kosmischen Macht steht.
29. DAS DRITTE TESTAMENT ist der verkündete Beistand, der Heilige Geist
In meinem Lebenswerk gibt es keine Vorwürfe, man kann überhaupt den Menschen nichts vorwerfen. Ich habe wohl einige schlimme Dinge gesagt, aber danach sage ich doch: "Wer kann etwas dafür?" Wir alle haben das durchmachen müssen. Christus sagt auch, daß man sein Kreuz nehmen und ihm folgen soll. Er nahm sein Kreuz, nämlich die Kreuzigung, und hätte er es nicht getan, gäbe es heute kein Christentum. Aber nun ist es geschehen: die geistige Wissenschaft ist zur Welt gekommen und seine Verkündigung des Beistandes, das Kommen des Heiligen Geistes, ist erfüllt worden. Das, was ich sage, ist das, was der Beistand, der Heilige Geist sagt. Die Menschen werden in Kürze Zugang dazu erhalten, wenn das LIVETS BOG zum ersten Mal in einem öffentlichen Verlag unter dem Titel DAS DRITTE TESTAMENT herauskommt.
30. Mein Verhältnis zu Gott
Und so möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken und Ihnen eine wunderbare Zukunft wünschen. Meine Analysen werden immer für Sie existieren, und Sie werden sich immer Segen und Inspiration im Himmel holen können. Ich hätte diese Dinge nicht tun können, wenn ich nicht eins mit Gott wäre, und ich bete viele Male am Tag zu Gott. Man muß nicht auf den Knien liegen oder andere merkwürdige Dinge tun. Gott ist nicht so kleinlich und sagt: "Wirst du wohl auf die Knie gehen!" Nein, man braucht nur mit ruhigen Sinnen sein Bewußtsein auf Gott zu richten. Es gibt viele verschiedene Gedankenstoffe in der Welt und wenn ich etwas Unangenehmes bemerke, denke ich an Gott. Ich denke die ganze Zeit an Gott und jeden Tag bete ich zu Gott, auch für meine Analysen. Ich habe im Gebet gelebt und die Analysen wurden im Gebet zu Gott gemacht und jeden Abend bete ich ein großes Gebet u.a. für meine Arbeit und für all die Personen, von denen ich weiß, daß sie nach Hilfe drängen.
Und so darf ich sagen, daß ich, obwohl ich keine Vorträge mehr halten werde, noch nicht tot bin, und selbst wenn ich tot bin, könnt Ihr überzeugt sein, daß ich bei Euch sein werde. – Ich bin bei Euch! – Aber auf eine andere Art als heute. – Und so sage ich tausend Dank, daß Ihr gekommen seid.
Literaturangaben:
1) LB 3, Stück 699-704, Das Grundfazit des Lebensmysteriums Nr. 9, Gottes Abbild
2) DEW 2, 19.21, Jesus über Götterdämmerung und Atombomben
3) LB 6, Stück 2090, 2145, 2263, Atombomben und Sabotage an der Erde
4) LB 6, Stück 1997, 2301-2. Geist und Lebenskraft der Erde
5) LB 6, Stück 2144-5, 2173. Mikro- und makrokosmische Elektrizität
6) DEW 1, 6.8, Über das Schicksalselement und die Spiralzentren
7) LB 6, Stück 2087, 2093. Über die goldenen Fäden
8) LB 6, Stück 2098-9, Das Mysterium der goldenen Fäden
9) LB 7, Stück 2400, Über Kulturzentren und die Gefängnisse der Zukunft
Der Artikel beruht auf dem letzten Vortrag von Martinus, den er am 09. August 1980 im "Falkoner Centret" hielt. Die Reinschrift der Bandaufzeichnung wurde von Ole Therkelsen erstellt, die vom Rat gutgeheißen wurde. Erstmals im dänischen Kosmos Nr. 8, 1991 unter dem Titel "Kristusprincippet" veröffentlicht. Artikel-ID: M1194. Übersetzung: Christa Rickus. Erstmals im deutschen Kosmos 01/2001 erschienen.

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