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Artikelübersicht

M1508
Die Moses-Epoche und die Christus-Epoche
Von Martinus

1. Meine Arbeit und "Das Dritte Testament"
Liebe Freunde, ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen danken soll für diese Ehre, die Sie mir zuteil werden lassen. Ich glaube zwar nicht, daß ich ihr gerecht werden kann, aber ich habe mein Bestes getan. Ich bin genau wie alle anderen Menschen jeden Tag zur Arbeit gegangen. Ich hatte aber den großen Vorteil, daß ich meinem Hobby nachgehen konnte. Ich konnte zu einer Arbeit gehen, die auszuführen mir große Freude bereitete, und ich habe außerdem immer den Segen Gottes gespürt. Jedes Mal, wenn ich hier oben am Rednerpult gestanden habe, habe ich Ihnen "Das Dritte Testament" versprochen, es ist jedoch noch nicht fertig.1 Aber dieses Mal glaube ich, Ihnen versprechen zu können, daß es jetzt damit wirklich vorwärts geht. Jetzt geht es mir gesundheitlich gut, ich fühle mich sehr wohl und es bestehen gute Aussichten, daß ich mich jetzt dieser Arbeit widmen kann. Außerdem war ich schon im Juli in Klint und während dieser Zeit ist die Arbeit besser vorangeschritten als je zuvor.
2. "Das Dritte Testament" und die Vollendung der Mission Christi
Was ist "Das Dritte Testament"? Was versteht man darunter? Es gibt natürlich viele Menschen, die das nicht richtig verstehen. Ich muß sagen, daß "Das Dritte Testament" all das ist, was ich geschrieben habe. Jeder einzelne kleine Satz, jede einzelne kleine Analyse gehört mit zum "Dritten Testament". Es gibt nichts, was nicht dazu gehört. Wenn ich jedoch jetzt ein Buch schreibe, das den Titel "Das Dritte Testament" trägt, dann ist das ein Buch, in dem ich erkläre, mit welchem Recht ich mein Werk "Das Dritte Testament" nenne.1 Ich erkläre das Christentum und zeige, daß es keineswegs untergegangen ist. Viele glauben ja, die Zeit des Christentums sei wegen der altmodischen und naiven Sprache, die dort benutzt wird, vorbei. Aber was das Christentum betrifft, stimmt alles. Das Christentum ist "der heilige Geist". Aber das Christentum ist natürlich nicht allein durch die Verkündigung Jesu erklärt. Jesus sagte ja selbst: "Ich habe euch noch vieles zu sagen, aber ihr könnt es noch nicht tragen, aber der Vater wird den heiligen Geist senden". Das bedeutet also, daß der heilige Geist die höchste Weisheit, die höchste Wissenschaft ist. – "Er wird von dem, was mein ist nehmen, und es euch verkünden", sagt Christus. Er wird die Christus-Mission vervollkommnen.
Bei der Christus-Mission geht es nicht darum, eine Weltreligion zu bilden. Das Christentum ist keine Weltreligion. Das war es zunächst – am Anfang. Das Christentum ist die höchste Wissenschaft und diese kann nicht in eine Sekte, einen Verein oder andere Verbindungen eingekapselt werden. Das ist nicht möglich. Deshalb haben wir auch im Vorstand des Institutes damit angefangen, eine Struktur (der Zusammenarbeit)2 zu verfassen, aus der hervorgeht, wie dieses Neue sein soll. Das, dessen Beginn Sie sind, ist ein ganz neues Weltbewußtsein. Sie sind dieses neue Weltbewußtsein in dem Maße, in dem Sie die kosmischen Analysen verstehen. Und es ist es wert, sich dies klarzumachen, denn es tut gut, damit zu arbeiten und sich darin zu vertiefen. Deshalb bin ich dazu übergegangen zu zeigen, daß dies hier "Das Dritte Testament" ist.
3. Das Alte Testament und die Moses-Epoche
Das erste Testament, das Alte Testament, ist nicht der Anfang. Schon lange vor dem Alten Testament hat es etwas gegeben, aber darauf will ich hier nicht eingehen, da es nicht mehr von Wert ist. Was ist das Alte Testament? Welche Mission hatte das Alte Testament? Es hatte die Mission, kulturbildend für jene Menschen zu sein, die noch unkultiviert, wild und mörderisch waren. Moses wurde der große Prophet; er bekam das Gesetz und die Zehn Gebote. Er war ein Mann des Gesetzes und der Strafe. Er war sehr, sehr streng und strafte mit der Todesstrafe.4
Er erschuf eine vollständige Kulturstruktur, und diese Kulturstruktur basierte auf dem Männlichen und dem Weiblichen, auf dem Prinzip des Tieres. Die höchste Liebe war die Liebe der Eltern zu ihren Nachkommen, sowohl bei den Menschen als auch bei den Tieren. Die eheliche Liebe war die Liebe, die existierte, und das ist die Liebe, die man jetzt preist. Man hat ihr zu Ehren viele Lobgesänge komponiert und ist ein Genie darin geworden, diese Liebe zu preisen. Sie ist jedoch keine Liebe – sie ist eine künstliche Sympathie.
Die Tiere leben in einer Welt, in der sie andere Tiere töten müssen, um selbst leben zu können, und in der sie selbst getötet werden, damit andere Tiere leben können. Welches Licht sollte ihnen hier leuchten? Wie könnte in einer solchen Welt ein Lichterlebnis möglich sein, wenn es eben nicht dieses Männliche und Weibliche gäbe, diese Polstruktur und diesen Paarungszustand? Es ist also ein keimender zarter Embryozustand, der sich durch das Tierreich hindurch bis zu dem Menschen, der noch nicht fertig entwickelt ist, bemerkbar macht. Die Menschen leben noch in großem Ausmaß in der Ehe und viele Menschen sind glücklich in der Ehe. Wir können sehen, daß sich die Moses-Epoche genauso weit erstreckt, wie die Ehe reicht.
Moses war ein Mann der Ehe. Seinen Nächsten zu lieben war ihm gänzlich fremd; das war strafbar. Er sagte, "Du darfst nicht mit einem Mann schlafen, wie man mit einer Frau schläft; das wäre ein Greuel". Das war etwas, was nicht stattfinden durfte. Die Ehe war das Höchste, und diese Epoche ist noch nicht vorüber. Es gibt Millionen Menschen, die noch glücklich in der Ehe sind, aber es gibt auch Millionen Menschen, die schon unglücklich werden. Ich habe dies "die Zone der unglücklichen Ehen" genannt, weil man erkennen kann, daß die Fähigkeit, die die Wesen zusammenhielt, degeneriert. Diese Fähigkeit, die man Verliebtheit nennt, kann nicht andauern und nach nur kurzer Zeit zerbricht sie und die Wesen sehnen sich nach einem neuen Partner, den sie lieben können. Das können wir heute an den vielen Ehen ohne Trauschein sehen. Sie sind der Anfang der Auflösung der Ehe, aber man braucht keine Angst zu haben. Falls hier Menschen sind, die frisch verlobt sind, brauchen sie keine Angst zu haben, daß sie nicht heiraten können. Sie können noch viele Leben hindurch verheiratet sein. Ich predige nicht, um die Ehe zu zerstören. Sie wird so lange existieren, wie das eben möglich ist. Man kann sie nicht vernichten. Die Dinge folgen ganz automatisch den Gesetzen Gottes. Mit der Degeneration und dem Ende der Ehe stirbt die Epoche, die ich die Moses-Epoche nenne, also die Epoche des Alten Testamentes.
4. Eine neue intellektuelle Weltkultur
Die neue Epoche hat einen anderen Propheten und das ist Christus. Er kam mit dem Beginn der endgültigen Auffassung dessen, wie man leben soll, er kam mit der endgültigen Auffassung vom gesamten Weltall, von der Gottheit und dem allerhöchsten Bewußtseinszustand. Dies brachte Christus primitiven Menschen, die gewohnt waren, ein Schwert an ihrer Seite zu tragen; es konnte also nicht zu etwas Besonderem heranwachsen, sondern mußte stagnieren. Christus konnte es den Menschen seiner Zeit ja nicht intellektuell erklären. Er konnte nur sagen, daß man seinen Nächsten lieben soll wie sich selbst und Gott über alle Dinge. Er konnte außerdem darauf hinweisen, daß man nach dem Mosesgesetz nicht töten durfte und daß man dieses oder jenes nicht tun durfte.
Jetzt ist es aber so, daß die Menschen sich weit entwickelt haben. Viele sind wissenschaftlich und intellektuell eingestellt, so daß sie nicht mehr wie früher glauben können. Sie verlangen vielmehr nach Erklärungen.
Als ich zum Konfirmandenunterricht ging, wurde mir gesagt, daß es entsetzlich sei, wenn ein kleines Kind stirbt, ohne getauft zu sein. Dann käme es geradewegs in die Hölle, außerdem läge ein Fluch über unehelichen Kindern. Da ich selbst unehelich geboren bin, muß auch über mir ein Fluch liegen. Er muß jedoch eine positive Wirkung auf mich gehabt haben, denn ich glaube, daß die Leute mit dem, was ich geschaffen habe, ganz zufrieden sind.
Es ist klar, daß ein solcher Glaube keine Weltkultur hervorbringen kann. Eine Weltkultur muß intellektuell sein. Sie muß das Höchste vom Höchsten sein. Es genügt nicht, daß man über materielle Dinge und Stoffe alles weiß. Es gibt etwas, das viel höher ist. Man muß die geistige Energie kennenlernen. Aber was ist geistige Energie? Das ist unsere Gedankenwelt und die steht uns jeden Tag zur freien Verfügung. Mit ihr können wir uns eine Welt der Finsternis oder eine Welt des Lichts erschaffen.
5. Die Begegnung zwischen der neuen und der alten Epoche
Moses sagte, daß ein Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden solle und daß der Mann das Haupt der Frau sei. Was aber sagte Christus? Er sagte, daß man seinen Nächsten wie sich selbst und Gott über alle Dinge lieben solle. Seinen Nächsten wie sich selbst zu lieben, ist dasselbe wie, Gott zu lieben; in Wirklichkeit existiert also nur ein einziges großes Gebot. Man kann leicht erkennen, daß es sich hier um zwei Epochen handelt, wobei die eine im Begriff ist unterzugehen und die andere gerade ihren Anfang nimmt. Die Epoche, mit der Christus kam, beginnt allmählich. Diese Liebe ist eine ganz andere Liebe als diejenige, die in der Ehe existiert. Die Liebe, von der Christus sprach, ist keine Liebe, mit deren Praktizieren man plötzlich anfangen kann. Die Nächstenliebe oder Alliebe ist eine Liebe, die in einem Wesen entwickelt werden muß, ganz genau so wie alle anderen Fähigkeiten entwickelt werden müssen wie z.B. in der Musik. In dieser Weise wird sich die Nächstenliebe oder Alliebe im Menschen entwickeln.
Diese Entwicklung hat schon längst begonnen und es gibt viele Menschen, die schon sehr viel Nächstenliebe in sich haben. Und sie ist es auch, die die Ehe zerstört; sehr oft ist sie es, die die Ehepartner untreu werden läßt. Das sind jedoch alles Realitäten, die ganz natürlich sind. Das ist der Plan, nach dem Gott den Menschen erschafft. Wenn nun ein verheirateter Mann einen anderen Mann oder eine andere Frau liebt, wie er sich selbst liebt, dann begeht er ja Ehebruch. Das darf er nicht, das ist verboten. Wenn eine Frau das gleiche tut und einen anderen Mann außer ihrem Ehemann liebt, begeht auch sie Ehebruch. Das Problem liegt also darin, daß es zwei Epochen gibt, die aufeinandertreffen. Die eine beruht auf dem Grundsatz, daß man nur seinen Ehepartner lieben darf und sich an ihn binden soll und daß der Mann das Haupt der Frau ist. Die andere beruht auf dem Grundsatz, daß man seinen Nächsten wie sich selbst lieben soll.
6. Die beginnende Offenbarung des Geheimnisses der Polverwandlung
Wie geht es nun vor sich, daß man seinen Nächsten lieben kann? Ja, man kann so geboren werden, daß man sich in ein junges Wesen des anderen Geschlechts verliebt. Aber glücklicherweise gibt es auch die Situation, daß wir schon erkennen können, daß viele Menschen in der Entwicklung so weit fortgeschritten sind, daß das Geschlecht in Bezug auf ihre Liebe keine Rolle mehr spielt. Sie fangen an, Sympathie für ihr eigenes Geschlecht empfinden zu können. Das war ein furchtbarer Fluch, so lange die Menschen nichts darüber wußten, aber es ist kein Fluch. Es wird erst zu einem Fluch, wenn es nicht moralisch ist, und deshalb braucht auch diese Situation eine Moral. Unabhängig davon, ob ein Mensch als Mann oder Frau geboren wird, braucht er eine Moral. Und wenn man als drittes Wesen geboren wird, braucht man auch eine Moral. Es ist ja nicht so, daß man überall sexuelle Beziehungen anknüpfen darf und dadurch Trauer und Leid verursacht. Das ist nicht der Sinn. Diese Polverwandlung, die gerade angefangen hat sich zu offenbaren, war früher ein furchtbares Geheimnis. Die armen Menschen, die solchen Gefühlen unterworfen waren, mußten diese verheimlichen. Sie mußten ihre Gefühle verbergen, damit niemand entdeckte, daß sie – wie man glaubte – abnorm waren.
Nun bin ich gekommen, und es wurde meine Aufgabe zu enthüllen, daß das keine Abnormität ist. Ich selbst habe auch geglaubt, ich sei abnorm, weil ich mich weder in einen Mann noch in eine Frau verlieben kann. Das ist nicht das, was mich anzieht. Was mich anzieht, ist all das Schöne in den Augen eines Menschen und seine liebevolle Ausstrahlung. So etwas bringt mich dazu, einen anderen Menschen gern zu haben, und das ist es auch, was das Liebesobjekt der Zukunft sein wird.
7. Das unangenehme Gute
Die Liebe ist der höchste Bewußtseinszustand, und damit diese Liebe entstehen kann, ist es erforderlich, daß wir all die vielen Dinge durchmachen und daß wir etwas erleben, was das Gegenteil dieser Liebe ist. Wir müssen erleben oder kennenlernen, was lieblos ist, und wir müssen uns darüber klar werden, daß wir, wenn wir etwas Liebloses tun, anderen etwas Böses antun und ihnen Trauer und Leid bereiten. Durch all diese Fehler und all die Situationen, in denen wir selbst Lieblosigkeiten auslösen, in denen wir selbst anderen gegenüber böse sind, in denen wir selbst über andere lästern und anderen Menschen schaden, bekommen wir das alles wieder zurück. Genau das ist es, was diese Wissenschaft, die die Menschen nun bekommen, enthält. All die Leiden, denen wir jeden Tag begegnen, machen uns mild und liebevoll. Das "Böse" ist nicht so böse, wie man annehmen sollte. Deshalb habe ich es auch das "unangenehme Gute" genannt, denn es gibt nichts auf der Welt, was nicht zu Gottes Plan gehört. Wie sollte Gott ein leuchtendes und liebevolles Wesen erschaffen, wenn dieses Wesen nicht die geringste Vorstellung von dem hätte, was lieblos ist. In diesem Fall könnte es sich auch keine Vorstellung von der Liebe machen. Wenn man nur eine weiße Leinwand hat, nützt es ja nichts, wenn man mit weißer Farbe darauf malt. Deshalb müssen Kontraste existieren.
8. Ein Weltzentrum für die neue Weltepoche in Klint
Was in besonderem Ausmaß unsere Arbeit ausmacht, ist die Christus-Epoche, die jetzt durch die kosmischen Analysen entsteht. Die Christus-Epoche ist eine ganz neue Weltepoche, die später alle Menschen beherrschen wird. Diese Christus-Epoche wird an keinerlei Sekte, an keinerlei Gemeinschaft, an keinen Verein oder Sonstiges gebunden sein. Jeder kann kommen und fragen: "Womit beschäftigt ihr euch hier? Können wir da auch mitmachen?" Ja, das kann jeder! – Und sie können es lassen, wenn es sie langweilt. Es gibt keine Anmeldung und keine Abmeldung. Ich habe deshalb versucht, all den Dingen aus dem Wege zu gehen, die in anderen Bewegungen Disharmonie hervorrufen.
Dies hier ist keine Bewegung und es wird auch keine Bewegung werden. Es wird jedoch ein großes Weltzentrum für diese ganze Weltkultur oder Weltepoche entstehen. Das wird in Klint sein, und es wird nicht mehr lange dauern, bis hier eine Schule gebaut und ein Sammelplatz entstanden ist, wo die Menschen aus der ganzen Welt zusammenkommen können. Zur Zeit befindet sich alles noch in seinem zarten Embryozustand, aber wenn die Dinge nun fertig werden und herauskommen, dann wird es hochaktuell werden.
All denen, die hier versammelt sind, und all denen, die nicht hier sind, die aber auch daran interessiert sind, will ich sagen: "Ihr seid der Anfang dieser neuen Weltepoche in dem Ausmaß, in dem Ihr die Dinge versteht, sie gern habt und in dem Ausmaß, in dem Ihr dazu fähig seid, Euren Nächsten gern zu haben und ihm zu vergeben." Hierhin wollen Euch die Analysen bringen und das ist meine Aufgabe. Dafür soll man mich aber nicht preisen. Ich habe das tun können, weil ich die Fähigkeit dazu gehabt habe, und ich darf auch sagen, daß ich immer unter dem Schutz Gottes stehe. Die ganze Zeit spüre ich die Nähe Gottes und ich bete immer zu Gott. Ich bete täglich viele Male zu Gott, aber es geht nicht darum, auf den Knien zu liegen und Zeremonien zu veranstalten. Man kann überall beten. Man kann inmitten einer Menschenmenge beten und man kann in seine Kammer gehen und in aller Stille zu Gott beten.
9. Das Buch des Wissens
In der neuen Weltepoche wird das Gebet eine außergewöhnlich große Kraft sein. Dann wird niemand mehr daran glauben, daß das Gebet Aberglaube und Naivität repräsentiert, sondern es ist dann wirklich zu einer wissenschaftlichen Tatsache geworden, daß wir ständig unter der Kontrolle höherer Wesen stehen.
Wir haben ja schon gesehen, daß sich etwas als fliegende Untertassen3 enthüllt. Was sind fliegende Untertassen? Sie hat es schon früher hier gegeben, auch in der Bibel können wir von fliegenden Untertassen lesen4. Und heute [1975] können wir eine spezielle Serie lesen, wo sie sich enthüllt haben. Die Philosophie, mit der sie kommen, stimmt mit dem überein, was ich gesagt habe und sie beantworten dieselben Fragen, die ich beantwortet habe. Und sie kündigen auch das kommende "Buch des Wissens"3 an.
Was ist nun das Buch des Wissens? Es muß ein Buch der Liebe sein, sonst wäre es ja kein Buch des Wissens. Das Buch des Wissens muß das Größte sein. Liebe, die kein Wissen ist, ist keine Liebe. Und Wissen, das keine Liebe ist, ist kein Wissen. Es muß eine außerordentlich große Harmonie und Logik in allem vorhanden sein.
10. Die Zukunft der Menschheit
Es gibt noch vieles, was ich Euch sagen möchte, aber ich bin gezwungen, hier aufzuhören, denn ich weiß nicht, wieviel ich meinem Körper noch zumuten kann. Ich brauche ihn ja weiterhin, um all das zu schreiben, was ich noch sagen möchte. Das, woran ich bis jetzt gearbeitet habe, ist das Karma, das der Mensch zu erwarten hat. In 3.000 Jahren wird das wahre Menschenreich hier auf Erden beginnen, aber man kann vielleicht sagen, daß die Menschen schon in 1.500 oder 2.000 Jahren anfangen, kosmisches Bewußtsein zu bekommen. Doch schon davor werden sie kosmische Erleuchtungsblitze bekommen. Und wer ist das nun, der diese kosmischen Erleuchtungsblitze bekommen wird?
Ja, wenn man sich die Menschen von heute ansieht, kann man sie in drei große Karmakategorien einteilen. Da gibt es diejenigen, die ein schweres Karma haben. Das sind die, die sagen: "Wir müssen Krieg führen. Wir brauchen Waffen. Das fehlte noch, daß wir uns fügen". Diese Menschen müssen also durch ihr schweres Karma hindurch, bevor sie human und liebevoll werden können. Dann gibt es eine zweite große Welle für diejenigen, die Fleisch essen, Tiere töten und von Fleisch und Blut leben usw. Auch sie haben eine große Karmawelle vor sich. Dann kommen diejenigen, die das hinter sich gelassen haben und Vegetarier geworden sind und die mit dem Studium der kosmischen Analysen begonnen haben. Sie sind es, die die kosmischen Erleuchtungsblitze zuerst bekommen, sofern sie mit den Dingen ernsthaft umgehen, sie studieren und sich bemühen, nach den göttlichen Gesetzen zu leben.
Ich möchte Ihnen nun noch einmal für all die Liebe und Freundlichkeit danken, die Sie mir entgegengebracht haben. Ich meine jedoch, es ist zuviel des Guten. Ich finde nicht, daß ich all dem, was gesagt worden ist, gerecht werden kann, denn ich habe nur das getan, was mir viel Freude bereitet hat. Ich hoffe nun auf eine schöne weitere Zusammenarbeit und bedanke mich für heute.
Anmerkungen:
1. Martinus arbeitete bis zum Jahr 1978 an dem im Vortrag erwähnten separaten Buch über "Das Dritte Testament", das den Untertitel "Das intellektualisierte, unsterbliche Christentum als zukünftiges Lebensfundament der Menschheit" hatte. Das Buch wurde für eine Herausgabe nicht fertiggestellt, Martinus schrieb jedoch an diesem Thema bis zu seinem Tode im Jahr 1981 weiter. Im Jahr 2004 hat das Martinus-Institut in Zusammenarbeit mit dem Verlag "Borgens Forlag" das Buch "Det Tredje Testamente, Den intellektualiserede Kristendom" ("Das Dritte Testament, Das intellektualisierte Christentum") herausgegeben, das auf den von Martinus hinterlassenen Manuskripten zu diesen Themen basiert.
2. Die Struktur ist in dem Buch "Die Struktur der Zusammenarbeit" beschrieben, das im Jahr 1992 publiziert wurde und 2003 in einer neuen, revidierten Ausgabe erschien.
3. Martinus bezieht sich hier auf das Buch "Uri Geller" von Andrei Puharich, aus dem Verlag Rosenkilde og Bagger, Kopenhagen, 1974. Die amerikanische Originalausgabe "URI" hat den Untertitel "The original and authorised biography of Uri Geller – the man who baffles scientists". Erschienen beim Verlag W. H. Allen in London, 1974.
4. Bibelzitate
  • Die Berufung Ezechiels zum Propheten, Ez 1
  • Moses auf dem Berg Sinai, Ex 19
  • Das Gericht über Sodom und die Rettung Lots, Gen 19
Der Artikel basiert auf einer Bandaufzeichnung der Dankesrede, die Martinus anlässlich der Feier seines 85. Geburtstages im Hotel Sheraton am Sonntag den 10. August 1975 hielt. Die Bearbeitung der Aufzeichnung, Titel, Anmerkungen und Abschnittüberschriften von Ole Therkelsen. Gutgeheißen im Rat am 13.02.2004. Erstmals im dänischen Kosmos Nr. 7, 2005 unter dem Titel: "Mosesepoken og kristusepoken – Martinus taler på 85-årsdagen" erschienen. Artikel-ID: M1508. Übersetzung: Christa Rickus, Helga Holmgren. Erstmals im deutschen Kosmos 3/2005 veröffentlicht.

© Martinus-Institut 1981, www.martinus.dk

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