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Artikelübersicht

M2300
An die Leser!
von Martinus

Im Jahre 1933 erschien die erste Ausgabe der Zeitschrift "Kosmos". Sie wurde mit diesem Artikel eingeleitet.
3.1 Die göttliche Weisheit strömt überall hervor
Die Erdenmenschheit hat jetzt ein Stadium in ihrer Entwicklung erreicht, in dem sie lernen muss zu verstehen, dass die göttliche Weisheit überall hervorquillt. Gott spricht zu den Menschen durch alle Dinge, angenehme und unangenehme, durch Krisen, Armut und Arbeitslosigkeit, durch Krieg, Revolution und Leiden ebenso wie durch Gesundheit, Kraft und Wohlbefinden, durch Liebe, Toleranz und Weisheit. Alles ist die Ausstrahlung ein- und desselben Wesens. Alles ist eine weltweit, im ganzen Universum, durch Mikrokosmos und Makrokosmos schallende Stimme oder Rede. Sie vibriert durch das Leuchten der Sterne. Sie leuchtet in der Bewegung der Himmelskörper. Sie wird durch die sanfte Brise geflüstert und in der Tiefe des Waldes gemurmelt. Sie schrillt durch die Fabriksirenen und ist im Maschinenlärm zu spüren. Sie wird über der Wiege gesungen und am Grab gesprochen. Sie ist Ahnung, Gewissheit und Glaube. Sie ist Wissen, Erkenntnis und Hoffnung. Sie ist Tod, Auferstehung und Leben. Sie ist Farbe, Schwingung und Licht. Sie ist alles, was überhaupt empfunden, gedacht und erlebt werden kann. Und da sich diese Rede, je mehr sie vom Individuum verstanden wird, als eine Bestätigung dessen erweist, dass "alles sehr gut ist", ist sie mit der allerhöchsten Liebeserklärung und Weisheitsverkündung identisch. Es ist daher nicht schwer zu verstehen, dass es mit Naivität identisch wäre zu beginnen, diese allmächtige Stimme so zu monopolisieren, einzukapseln oder zu begrenzen, dass sie nur von einer einzigen Religion, Sekte oder Glaubensrichtung ausgehen könne, dass sie nur durch ein Dogma, einen Prediger oder ein Medium, durch ein Buch, eine Zeitung oder eine "Botschaft" usw. manifestiert werden könne – ganz gleich, wie göttlich und aufrichtig jede dieser Realitäten auch sein möge. Dies darf natürlich nicht so verstanden werden, dass die genannten Realitäten herabgesetzt oder ignoriert werden sollen. Aber die jetzige Entwicklung erfordert, dass die Augen der Menschheit dafür geöffnet werden, dass diese Realitäten nur jeweils einen einzelnen Lichtstrahl, einen einzelnen Satz aus der gesamten göttlichen Liebeserklärung und Weisheitsverkündung ausmachen. Jedbeliebige andere Auffassung, die darauf hinausläuft, eine dieser Realitäten als "alleinig seligmachend" zu machen, ist illusorisch und als solche untermininierend für die in diesen Realitäten enthaltene göttliche Kraft. Ein offenes Erkennen dessen, dass "alle Dinge denen als Gutes dienen, die Gott lieben", d.h. ein Verständnis dessen, dass nur alle Erfahrungen des Lebens zusammen die göttliche Lehre, den göttlichen Unterricht, die göttliche Liebe bilden können, die allein das Individuum zu einem verklärten Dasein weiterführen oder "es eins mit dem Weg, der Wahrheit und dem Leben" machen können, wird also das Fundament sein, auf welchem die jetzt beginnende neue Weltepoche ruhen wird.
3.2 Ein Liebesozean, der ein natürlicher Zusammenschluss von Liebestropfen ist
Wenn meine Arbeit, d.h. der erschienene erste Band des "Livets Bog", meine Vorträge sowie die hierauf basierenden Studienkreise überall im Lande, angefangen hat, Interesse zu wecken, Bewegung zu schaffen, ist es in Bezug auf das im voranstehenden Beschriebene absolut notwendig, dass diese Bewegung nicht irregeführt wird, sich abzugrenzen, einzukapseln oder sich in einem Verein, einer Sekte oder Glaubensgemeinschaft zu kristallisieren und damit ein einseitig monopolisierendes, "alleinig seligmachendes" zu werden. Es ist nämlich die Mission meiner Arbeit, Menschen auf Gottes eigene in Form der täglichen Erfahrungen und Erlebnisse manifestierten "Sprache" hinzuweisen und sie hierdurch zu freien Geistesforschern zu machen und nicht zu "Beamten" und "Untergebenen" einer künstlichen geistigen Vereinigung.
Außerdem kann jedes geistige Vorhaben im absolut realistischen Sinne nur auf Basis der Liebe und der daraus folgenden Fähigkeit, Idealismus, Toleranz und Respekt allem und allen gegenüber zu praktizieren, aufrechterhalten werden. Jeder geistige Zusammenschluss mit anderen Formen als Basis wie Absprachen, Verträge oder Mitgliedsausweisen wird deshalb in dem Maße unecht und heuchlerisch sein, wie den "Mitgliedern" die Fähigkeit fehlt, diese Gesetze, Absprachen, Lehrsätze oder Ideale des Zusammenschlusses zu repräsentieren oder zu praktizieren. Ein Zusammenschluss dagegen, der ausschließlich auf der angeborenen Liebesfähigkeit der Individuen beruht, ist ja ein echter oder natürlicher Zusammenschluss und kann nur unter dem Motto existieren: "Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen". Der braucht deshalb keine Gesetze, keine Absprachen, keine Vorschriften und keine Versprechen für sein Zusammenhalten. Jedes einzelne "Mitglied" ist ja ein "Tropfen" der Liebe. Und wie der Wassertropfen dazu bestimmt ist, mit anderen Wassertropfen zusammenzuschmelzen, und dadurch an der Schaffung des Ozeans mitwirkt, so sind auch die "Liebestropfen" dazu bestimmt, mit anderen "Liebestropfen" zusammenzuschmelzen, wodurch der natürliche Zusammenschluss oder ein "Liebesozean" sichtbar wird. Aber wie der Wassertropfen keine Verbindung mit Öl- oder Fetttropfen eingehen kann, so kann der "Liebestropfen" auch keine Verbindung mit "Intoleranz-", "Neid-", "Gieres-" und "Verleumdungstropfen" usw. eingehen. Und gerade das wird – wenn auch unbewusst – von den vielen verschiedenen religiösen Zusammenschlüssen oder Vereinen versucht zu veranstalten. Sie sind weithin mit einer Flasche zu vergleichen, in der man mit Hilfe von "Mitgliedskarten" "Liebestropfen", "Intoleranz-", "Neid-" und "Gierestropfen" usw. mischt und die "Flasche" mit einem Etikett versieht, auf dem "reine Liebe" steht. Die allermeisten solcher "Flaschen" oder religiöser Zusammenschlüsse innerhalb der Zonen der Erde zeigen in einem nicht geringen Ausmaß Reaktionen zwischen solchen unverschmelzbaren "Tropfen" innerhalb ihres jeweiligen Rahmens oder ihrer jeweiligen Begrenzung. Aber in Unkenntnis der Tatsachen berufen sie sich natürlich darauf, Ausdruck der reinen, unverfälschten Liebe, Weisheit oder des alleinig Seligmachenden zu sein. Diesen illusorischen Zustand beginnt die Welt zu erkennen, und um den möchte ich alle interessierten Freunde meiner Arbeit herumführen.
3.3 "Livets Bog" ist ein Buch der Liebe, das nicht zur Vereins- und Sektenbildung anregt
Da das "Livets Bog" das Buch der Liebe ist, wird es ganz natürlich von allen "Liebestropfen" innerhalb von Sekten, innerhalb von Zusammenschlüssen, innerhalb von Religionen weltweit angenommen werden, oder mit anderen Worten: Es ist ein Werkzeug für alle solche Wesen, die aufgrund ihrer entwickelten Liebesfähigkeit bereits von Gott zusammengefügt wurden. Man benötigt deshalb keine äußeren Veranstaltungen, Mitgliedschaften oder Abzeichen für diesen natürlichen geistigen Zusammenschluss. Alle tragen ja ihren "Stempel", ihren "Mitgliedsausweis" erkennbar in ihrem Wesen. Die Wesen, die ihre Mitgliedschaft nicht in ihrem Wesen tragen, sondern nur in einem Papierausweis oder Vereinsabzeichen, können ja nur die Naiven beeindrucken oder wie "schöne Worte die Narren erfreuen".
Da ich voll und ganz damit übereinstimme, dass Gott allein verbinden und trennen kann, habe ich hiermit absolut nichts zu schaffen. Ich kann deshalb keineswegs die Grundlage für geistige Ordensgründungen, Religionsstiftungen, Sektenbildungen oder andere Formen besonderer äußerer Zusammenschlüsse sein, sondern ich bin ausschließlich auf die Welt gekommen, um ein helfender Faktor in der von Gott selbst hier auf der Erde bereits errichteten "Gemeinde" zu sein, deren "Mitglieder" die "Liebestropfen" oder die unzähligen verborgenen Wesen sind, die innerhalb aller Gesellschaftsschichten, aller Sekten, aller Glaubensgemeinschaften, aller Weltanschauungen heute ihren Nächsten lieben, die Auffassung anderer vom Universum, dem Leben und der Gottheit tolerieren können, Respekt haben vor allem Lebenden und sich deshalb weigern, Leid zu schaffen, zu töten, zu schlachten und zu verstümmeln. Zu denen bin ich gesandt, und nur sie werden mir entgegenkommen. Alle anderen brauchen mich nicht, denn sie können mich nicht verstehen. Ja, sie werden sogar Widerstand gegen meine Mission leisten, durch ihre noch nicht überwundenen niederen Tendenzen wie Intoleranz, Unehrlichkeit, Verleumdung usw. – ganz gleich, welche höheren Ämter, Grade oder Klassen sie in ihren jeweiligen Orden, Sekten oder Glaubensbekenntnissen auch repräsentieren mögen. Aber ich habe diesen Wesen gegenüber nur "die rechte Seite hinzuhalten, wenn ich auf die linke geschlagen werde", und alle anderen zu ermahnen, "ihnen zu vergeben, denn sie wissen nicht, was sie tun". Gott wird auf anderen Wegen, von anderen Ebenen, durch andere Bewusstseinsschichten zu ihnen reden.
3.4 Ein fundamentales Glied in meiner Arbeit ist die Manifestation des "Livets Bog"
Was meine Arbeit betrifft, so gründet sie sich also darauf – ohne dass jemand deshalb auf seine eventuelle geistige Stütze oder inspirierende Kraft aus anderen Geisteszentren oder Weisheitsquellen, seien es Religionen, Sekten, Bücher oder Zeitschriften verzichten muss –, für alle die Menschen inspirierend zu sein, bei denen Toleranz, Nächstenliebe, geistiges Interesse und Sehnsucht nach einer höheren Form des Erlebens des Lebens vorhanden sind und die das Talent für das Verstehen der neuen Weltkultur haben.
Das fundamentale Glied in dieser meiner Arbeit ist die Manifestation des "Livets Bog", d.h. der Analysen des Weltalls, des Lebens und seiner Gesetze, der Gottheit und der Lebewesen, in Form einer einzigen logisch zusammenhängenden Gedankenfolge nicht nur für den "Glauben" oder das Gefühl, sondern auch für Vernunft und Verstand, und was wiederum die Identität dieses Buches als absolute Wahrheit kraft dessen garantiert, dass die genannte Gedankenfolge in das ewige und endgültige Generalfazit des Lebens "Alles ist sehr gut" aufgeht. Von diesem Buch ist jedoch wie bekannt nur der erste Band erschienen, da die folgenden Bände ja noch nicht fertig sind. Da sich die Manifestation dieser Bände weder im Laufe von Tagen noch Wochen bewerkstelligen lässt, sondern nur im Laufe von Jahren, denke ich nicht und empfinde es auch nicht als richtig, mich in eine verborgene Einsamkeit zurückzuziehen und alle meine schon erhaltenen vielen Freunde und Interessierten einer blinden und untergrabenden Wartezeit zu überlassen, während ich die nächsten Bände fertigstelle. Unterdessen wird es mir nicht möglich sein, mich Vorträgen zu widmen, da diese ja Reisen erfordern, und Reisen nehmen Zeit in Anspruch, was wiederum nur Verzögerung bedeuten kann, womöglich sogar eine Verhinderung der weiteren Vollendung des Buchs. Natürlich meine ich, dass ich ähnlich wie bisher ab und zu bei solchen Gelegenheiten einzelne Vorträge halten kann, wo dies meine Arbeit am Buch nicht verzögert, aber in diese Vorträge ganz aufgehen kann ich erst, wenn das "Livets Bog" fertiggestellt ist.
3.5 Die Zeitschrift "Kosmos" ist eine nützliche Ergänzung meiner Arbeit
Hingegen werden immer so viele Augenblicke übrigbleiben, dass ich Artikel über verschiedene aktuelle Themen der Zeit schreiben kann, beleuchtet von der kosmischen Ebene oder von den Richtlinien aus, nach denen sie sich in der neuen Weltkultur entwickeln werden. Gleichzeitig empfinde ich es auch als notwendig, dass die der zahlreichen an mich gestellten Fragen, die von allgemeinem Interesse sein können, zu beantworten sind. Da es ja viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde, jede einzelne Frage persönlich zu beantworten, wird man verstehen können, dass eine Zeitschrift wie die vorliegende von unschätzbarem Wert sein kann. Wenn dazu kommt, dass darin auch eine Rubrik zur Erklärung und Vertiefung der für die ungeübten oder untrainierten Geistesforscher schwierigsten Punkte im "Livets Bog" eingerichtet werden kann, und wodurch diese einem noch größeren Kreis als sonst zugänglich werden, gleichzeitig wie da auch eine Rubrik sein sollte, unter der interessierte Leser, die bestätigende oder für die Sache vorteilhafte Erfahrungen haben, zu Wort kommen könnten, scheint die Herausgabe einer solchen Zeitschrift derart notwendig zu sein, dass sie nicht mehr umhin kann, eine Gewissensangelegenheit für die mit meiner Arbeit oder Mission am vertrautesten Personen zu sein. Und aufgrund des warmen Interesses und der Aufopferung für die Sache solcher verstehenden Menschen sind die finanziellen Hindernisse für den ersten Band des "Livets Bog" und andere Vorhaben in Bezug auf die Sache überwunden worden und die vorliegende Zeitschrift hat hiermit begonnen zu erscheinen. Das ist umso anerkennenswerter, weil die Herstellung des "Livets Bog" kein ganz geringes Vermögen kostet, ebenso wie die Herausgabe einer Zeitschrift auch kein billiges Vorhaben ist.
3.6 "Kosmos" und "Livets Bog"
Da weder "Livets Bog" noch "Kosmos" auf irgendeine Form von finanzieller Spekulation mit okkulten Fähigkeiten oder psychischem Wissen durch sensationelle Befriedigung der sehr verbreiteten vulgären und ungesunden erdenmenschlichen Neugier basieren, sondern ausschließlich auf die Offenbarung dessen gründen, was für die gesamte Menschheit absolut "einzig notwendig" ist, ganz ohne Rücksicht darauf, ob diese Offenbarung oder dieses Beleuchten der wirklichen Tatsachen auf die große Mehrheit "langweilig" oder "sensationell" wirkt, und da die höhere Geistesliteratur ja noch nicht die gefragtestete ist, sind weder "Livets Bog" noch "Kosmos" ein großes gewinngebendes Geschäftsvorhaben. Dennoch hoffe ich, dass alle, die wirklich Freude und Gewinn beim Lesen des erschienenen Teils des "Livets Bog" gehabt haben, auch Freude und Gewinn beim Lesen von "Kosmos" erfahren und die Zeitschrift durch ihr Abonnement unterstützen werden, besonders wenn man dadurch mit dazu beiträgt, dass meine Arbeit leichter ökonomisch zugänglich gemacht werden kann und so einen Kreis von suchenden Menschen erreichen kann, den sie sonst nicht erreichen würde.
In Bezug auf den kommenden Inhalt der Zeitschrift kann hier genannt werden, dass folgende aktuelle Themen wie Feuerbestattung, Abtreibung, Sexualismus, Tierversuche, Zwangsgedanken, natürliche Ernährung, narkotischer Genuss usw. außer den festen Rubriken "Erklärungen zu Livets Bog" und die "Frageseite" behandelt werden. Ferner wird dort auch Platz gehalten für die für die Sache nützlichen Erfahrungen und Erlebnisse anderer, insbesondere, wenn sie derart sind, dass sie nicht den Charakter der Zeitschrift stören, der wie "Livets Bog" auf einem Niveau gehalten werden soll, auf dem kein Angriff gegen jemanden oder etwas vorgenommen wird, sondern ein universales Verteidigungsgebiet für alles und alle ist und also in Harmonie mit den wirklichen Fazits des Lebens eine Umarmung all derer ist, die ihren Blick auf die ewigen Tatsachen oder all das richten, was unter den Begriff "seinen Nächsten zu lieben wie sich selbst" fällt.
Der Artikel wurde von Martinus für die allererste Ausgabe des dänischen Kosmos Nr. 1, 1933 geschrieben und ist dort unter dem Titel "Til læserne!" erschienen. Abschnittüberschriften von Ole Therkelsen. Artikel-ID: M2300. Übersetzung: Liesel Lind. Erstmals im deutschen Kosmos 3/2013 veröffentlicht.

© Martinus-Institut 1981, www.martinus.dk

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