M32340
Der Einfluss von Krankheiten auf eine neue Inkarnation
Von Martinus
Liebe Frau NN!
Ich möchte Ihnen gerne für Ihre freundlichen Briefe danken. Es freut mich sehr, dass Sie an meinen Büchern Freude haben. Es tut mir aber sehr leid, dass Sie einem Missverständnis unterliegen, was die Nachwirkungen oder den Einfluss der gegenwärtigen Krankheiten eines Menschen auf die Gesundheit desselben Menschen in einer neuen Inkarnation betrifft. Es ist richtig, dass sehr starke Einwirkungen auf die geistigen Organe, wie z.B. die Einnahme von starken Giftstoffen wie Alkohol, Nikotin, Morphium und anderer solcher Stoffe, die direkt auf die seelischen oder geistigen Körper einwirken, die geistige organische Struktur zersetzen, sodass diese geschwächt wird. Mit der Schwächung der Talentkerne der geistigen Struktur verringert sich die geistige Fähigkeit oder die Denkfunktion eines Menschen. In den schlimmsten Fällen kann sie sich bis zu einer totalen geistigen Schwäche in zukünftigen Leben verschlechtern. Aber rein physische organische Krankheiten, die die geistigen Talentkerne nicht beschädigen, folgen in der Regel nicht in das neue physische Leben mit. Das Wesen kann also im neuen Leben sehr gesund und wohlbehalten geboren werden und völlig frei von den Krankheiten oder physischen Mängeln sein, die es im jetzigen Leben hat. Das ist ja genau der Grund, warum es den Tod gibt, damit der Mensch in bestimmten Fällen von einem unbrauchbaren Organismus befreit werden kann. Wenn die fehlerhafte Lebensweise, von der die Krankheit im letzten Leben verursacht wurde, im jetzigen Leben fortgesetzt wird, werden die Krankheiten sehr schnell wieder auftreten.
Ich verstehe, dass Ihr gegenwärtiges Leben sehr schwierig ist mit all den Schwächen, mit denen Sie so unglücklich verbunden sind. Sie schreiben, dass Ihr Rücken, Ihr Blut, Ihre Blase und Ihr Dickdarm stark angegriffen sind. Diese Krankheiten oder Schwächen werden sich nicht in die neue Inkarnation übertragen. Dass Ihre Nerven unter den Bedingungen, in denen Sie mit so vielen Schwächen leben müssen, nicht gut sind, verstehe ich. Aber auch diese werden durch Ihren jetzigen Zustand nicht dauerhaft geschädigt. Aber deshalb dürfen Sie natürlich nicht damit aufhören, Heilung zu suchen. Selbst wenn Sie nicht völlig geheilt werden können, werden Sie auf jeden Fall durch die Kraft des Gebets so viel geistige Stärke gewinnen können, dass Sie sich die allgemeine Lebensfreude bewahren können, die an sich schon einer der allergrößten Faktoren ist, die zur Heilung und zur Verhinderung der Ausbreitung von Krankheiten in ihr zukünftiges Leben beitragen. In Ihrem Fall wird das Gebet besonders wichtig sein. Das Gebet ist die überhaupt größte existierende weiße Magie des Lebens, denn es kann den Menschen durch geistige göttliche Wesen Kraft und Stärke für den Kampf gegen ihre Krankheiten geben und in manchen Fällen sogar eine vollständige Wunderheilung bewirken. Und hiermit wünsche ich Ihnen all die Hilfe, die Sie brauchen, um Ihre Krankheit zu überwinden, und ich werde in meinen Gebeten zu Gott an Sie denken.
Mit liebevollen Grüßen
Martinus
Der Artikel ist die Wiedergabe eines Briefes von Martinus vom 3. Oktober 1962. Titel und Reinschrift von Torben Hedegaard. Gutgeheißen vom Rat am 01. April 2017. Artikel-ID: M32340. Erstmals im dänischen Kosmos Nr. 5, 2018 veröffentlicht. Übersetzung für den deutschen Kosmos 2024/2 von Kurt Gramm.
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