Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Meditation - Inhaltsverzeichnis |
Auf dem Altar der Liebe
1. Kapitel
Die Verkündung der Liebe
Jeder Mensch, der die kosmischen Analysen des Daseins studiert, wird ein ums andere Mal Zeuge dessen, dass die Liebe so lebensnotwendig für das wahre Erleben des Lebens ist, dass sie in diesen Analysen als "Grundton des Universums" bezeichnet wird.
In der christlichen Weltreligion wird die Liebe auch als das Fundamentale im Leben stark hervorgehoben.
Sehen wir uns die zehn Gebote der Bibel an, ist der Kern in diesen ebenfalls die Liebe.
Wenn es in diesen Geboten u.a. heißt "ehre deinen Vater und deine Mutter ..." ‒ "du sollst nicht töten" ‒ "du sollst nicht stehlen" ‒ "du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen" ‒ "du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen, nach seiner Ehefrau, nach seinem Knecht oder seiner Magd, seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgendetwas, was deinem Nächsten gehört", dann ausschließlich, um Krieg zu verhindern und stattdessen wahren Frieden und wahre Harmonie und damit Glück und Freude zwischen den Menschen zu schaffen.
Aber wahrer Frieden und wahre Harmonie, Glück und Freude sind doch gerade der Segen der Liebe.
Zu einem viel späteren Zeitpunkt wurde die Liebe in einer noch höheren und fundamentaleren Form als der einzig wahre Weg zum Licht offenbart. Das ganze Leben Jesu, seine Bergpredigt, Lebensweise und Leidensgeschichte wurden zur unverrückbaren Bestätigung der Liebe als Lebensfundament, zur Bestätigung des absolut Einzigen, was den Menschen eins mit Gott und damit zum Herrscher über den Verlauf seines Schicksals macht, ihn in einer jeden Situation furchtlos macht, ihn instand setzt, sein inneres geistiges Gleichgewicht zu bewahren, unabhängig von äußerem physischen Widerstand, von Verfolgung oder Kreuzigung. Jesu Leben auf Erden wurde zur Offenbarung eines mentalen Sonnenscheins, der über die Berge Palästinas hinweg und durch die Jahrhunderte hindurch leuchtete. In diesem überirdischen Sonnenschein wurde die Sprache des ewigen Gottes offenbart. Die Stimme des Welterlösers wurde die Stimme des Universums. Und über die Welt hinweg vibrierte die ewige Stimme mit folgender Liebeshymne an die ewigen Wahrheiten: "Selig, die arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden. Selig, die keine Gewalt anwenden, denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein ..." Dieses mentale Licht, dieser geistige Sonnenschein wurde stärker und stärker. Und die Stimme des Universums, die ewige Stimme fuhr fort: "Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge um Auge und Zahn um Zahn. Ich aber sage euch: leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin." ‒ "Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab." ‒ "Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen. Tut denen Gutes, die euch hassen. Betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet, denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte ..." ‒ "Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist." ‒ "Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und wo keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz." ‒ "Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet, denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden." ‒ "Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet." Und auf diese Weise sprach der ewige Vater diese und viele andere Worte durch seinen ausgesandten Sohn. Und die Leute wunderten sich. Sie wussten ja nicht, dass es die Stimme des Universums, Gottes eigene Stimme war, die sie hörten. Sie ahnten nicht, dass es ewige Prinzipien waren, unverrückbare Wahrheiten, die höchste Wissenschaft, die hier offenbart wurden. |
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