Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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| Intoleranz, der "größte Wächter der Schwelle". Das intolerante Individuum als Repräsentant des Tierreiches. Illusion als Ursache von Intoleranz. Der diktierende Faktor hinter dem Willen des Wesens. Auffassung, Intelligenz und Gefühl |
159. Die Intoleranz geht von tierischen Bewußtseinstendenzen aus und ist der "größte Wächter der Schwelle".
Jedes Wesen, das Intoleranz aufweist, ist ein Repräsentant des Tierreiches, d.h. es gehört noch dem Reich an, wo Raubtiere, Schlangen und Kröten zu Hause sind.
Unter der Intoleranz eines Wesens versteht man die Auslösung von Entrüstung oder Haß einem anderen Wesen gegenüber, weil jenes mit einer anderen Auffassung, mit einer anderen Lebensanschauung, mit anderen Idealen und damit mit einer anderen Handlungsweise als es selbst auftritt. Und wenn diese Entrüstung wieder zur Auswirkung kommt, beruht das hauptsächlich auf einer Illusion ihres Urhebers, da dieser seinen Unwillen oder die hierdurch ausgelöste Handlungsweise nicht selbst als Intoleranz auffaßt, sondern als Ausdruck für Zorn oder Entrüstung, die berechtigt sind, ja geradezu "heilig" und die ihm damit "gerecht" vorkommen. Diese Illusion wird also der diktierende Faktor für den Willen des betreffenden Wesens und damit für seine Handlungsweise. Der Wille des Wesens ist demnach nicht die höchste Instanz für seine Handlungsweise, sondern das sind die hinter seinem Willen liegenden Seelen- oder Bewußtseinskräfte, die also in der Realität darin kulminieren, was wir "Auffassung" nennen. Die Auffassung des Wesens wird somit normalerweise der Diktator seines Willens. Da aber eine Auffassung richtig oder verkehrt sein kann oder auch auf einer Skala verschiedener Stadien zwischen den beiden äußersten Punkten auftreten kann, die wieder als "Wirklichkeit" bzw. "Unwirklichkeit" bezeichnet werden können, wird die Auslösung des Willens des Wesens entsprechend mehr oder weniger richtig oder verkehrt diktiert, je nach der Stufe, auf die seine Auffassung auf der genannten Skala zurückgeführt werden kann. Da die genannten Bewußtseinskräfte somit identisch mit der Grundursache oder mit der höchsten Instanz für die Bildung des Willens des Wesens sind und damit für seine Handlungsweise, ist es von außerordentlich großer Bedeutung für das Wesen, einen vorläufigen Überblick über die willenführenden Kräfte zu bekommen, da es dadurch die Handlungsweise seines Nächsten von der wirklichen kosmischen Basis aus beurteilen kann und folglich tolerant und verständnisvoll werden wird. Und in bezug hierauf haben wir im gegenwärtigen Kapitel versucht, dem Wahrheitssucher einen solchen ersten ungefähren Überblick über diese Kräfte zu geben. Diese Kräfte haben wir bereits als "Intelligenz" und "Gefühl" bezeichnet. Auf dem Symbol Nr. 3 haben wir ebenfalls gezeigt, wie diese zwei Faktoren je nach ihrer speziellen Kombination im Bewußtsein des betreffenden Wesens die besonderen Wesenstypen bilden. Wir haben also gesehen, daß die genannten Faktoren in drei verschiedenen Formen kombiniert sein können, von denen die erste ebenbürtige Intelligenz und Gefühl hat, die zweite zu viel Gefühl im Verhältnis zur Intelligenz und die dritte zu viel Intelligenz im Verhältnis zum Gefühl. Wir haben diese drei Formen in zwei Entwicklungszonen gezeigt, von denen die eine also fortgeschrittener als die andere ist. Diese zwei Zonen haben wir als Gruppe A und Gruppe B bezeichnet, und die drei Kombinationsformen sind die drei beschriebenen Kategorien jeder Gruppe. Wir haben dabei gesehen, wie das besondere Verhältnis, das zwischen Intelligenz und Gefühl der Wesen besteht, ihr Bewußtsein und ihre Handlungsweise so prägt, daß wir diese in die genannten Kategorien und Abteilungen einteilen konnten. |
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