Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(1-288) 
 
Erweiterte Suche
Siehe das Symbol Nr. 4 im neuen Fenster.    

 

Die eigenen direkten Erlebnisse eines jeden Wesens als Hauptfaktor in seiner Entwicklung. Die von anderen gegen ein Wesen gerichtete theoretische Einwirkung ist nur ein Nebenfaktor. Was man bedenken muß, wenn man wünscht, andere Wesen mit seinem Wissen zu beeinflussen  161. Jeder fortgeschrittene Wanderer auf dem Weg zum Licht, der wünscht, sich darauf vorzubereiten, für die große Geburt empfänglich zu werden, muß somit ganz damit einverstanden sein, daß der grundlegende Entwicklungsfaktor für jedes Wesen sein eigenes direktes Erleben von Freude und Sorge, von Behagen und Unbehagen ist und daß jede indirekte oder theoretische Beeinflussung absolut nur ein Nebenfaktor sein kann, der obendrein von stark verwandter Natur mit dem direkten Erleben des Daseins des betreffenden Wesens sein muß, falls es sie überhaupt erfassen kann. Wenn man deshalb wünscht, mit der Auffassung über das Leben oder mit dem Wissen, das man selbst besitzt, auf andere Wesen einzuwirken, muß man zu allererst streng kontrollieren, daß diese Einwirkung nur Wesen gegenüber zum Ausdruck kommt, die Interesse und somit Empfänglichkeit und Freude daran zeigen. Denn allen anderen Wesen gegenüber wird sie Disharmonie schaffen, da sie ja überhaupt keine Fähigkeit haben, sie verstehen zu wollen oder zu können oder zu erfassen. Dabei entstehen sehr leicht Intoleranz oder Zorn bei diesen Wesen, was wieder ein unumstößlicher Beweis dafür ist, daß man "Perlen vor Schweine" geworfen hat. Und wenn dies also wieder Anlaß dazu gibt, daß man selbst Zorn oder Entrüstung gegenüber diesen Wesen ausdrückt, ja, dann trägt man mit dazu bei, eine Atmosphäre derart trüber und unreiner Natur um das Licht herum zu schaffen, das man bringen wollte, daß dies Gegenstand von Verdunkelung wird, die sich mehr oder weniger der totalen Finsternis nähert, je nach der mehr oder weniger auftretenden Stärke der betreffenden Entrüstung. Damit erreicht man in diesem Fall ganz genau das Gegenteil dessen, was man beabsichtigte.
      Will man mit seinem Wissen andere Wesen beeinflussen, muß man große Rücksicht, große Überlegung und Vorsicht an den Tag legen, wie auch absolut freiwillige Empfänglichkeit bei den Wesen vorhanden sein muß, auf die man einzuwirken wünscht, ganz ohne Rücksichtnahme darauf, wie edel und übereinstimmend mit der Wahrheit die eigene Auffassung oder das eigene Wissen auch sein mag.


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.