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(1-288) 
 
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Der Erdenmensch wird durch das große Gebot "liebet einander" zu geistigen Energien und Zuständen hingeleitet  175. Wenn ein Erdenmensch imstande ist, Antipathie gegen die Entfaltung der Leiden zu fühlen, beruht diese Antipathie somit auf dem Umstand, daß er durch seine eigenen Leiden in früheren Leben mehr und mehr hellhörig gegenüber feineren Energien, feineren Bewußtseinstendenzen geworden ist, d.h. daß er beginnt, Organe für die Manifestation des höheren Gefühlslebens und für ein aufkeimendes Intelligenzleben zu entwickeln. Und mit der Entwicklung dieser Organe oder Körper wird es dem Wesen somit möglich, gegenüber geistiger Energie so hellhörig und empfänglich zu werden, daß es leben und existieren kann, ohne der groben und robusten physischen Daseinsform unterworfen zu sein, die das Tierreich oder die Zone der Leiden repräsentiert. Und allmählich, nachdem das Wesen eben seine Organe entwickelt, um sich auf berechtigte Weise einer höheren Gefühlsenergie und Intelligenzenergie bedienen zu können, wird es für noch höhere Energien empfänglich, nämlich die Intuitions- und die Seligkeitsenergie, d.h. Energien, die es instandsetzen, das Leben außerhalb der materiellen Welt zu erleben – Energien, durch welche es allmählich imstande sein wird, alle hinter den physischen Erscheinungen hervortretenden geistigen oder kosmischen Realitäten, Kräfte, Ideen und Pläne, sein eigenes unsterbliches Dasein, Erinnerungen aus früheren Leben, die Identität des Weltalls als ein Lebewesen usw. zu erleben. Da aber diese Energien von einer so schnell vibrierenden Art sind, daß selbst die größten physischen Formen von Geschwindigkeit, gegenüber kosmischen Bewegungen oder Vibrationsformen, fast als Unbeweglichkeit zu betrachten sind, wird man verstehen können, daß sie vollständig die Grenze für alles übersteigen, was physischer Natur ist, und somit physischer Wahrnehmung oder Forschung unzugänglich sind. Sie können jedoch durch das Nerven- und Gehirnsystem einen schwachen Abglanz oder Reflex in die physische Welt werfen. Da aber diese Energien aufgrund ihres Vibrationszustands nicht physischer Natur sind und deshalb nicht in einen solchen Kontakt mit physischen Organen gebracht werden können, daß sie durch diese grundlegend erlebt werden können, können sie somit nur durch geistige Organe erlebt werden. Und im selben Grad, in welchem das Wesen diese entwickelt, wird es also auch imstande sein, auf eine immer feinere Form für Gefühl und Intelligenz reagieren zu können. Deshalb ist das Ideal der fortgeschrittenen Erdenmenschen in dem großen Gebot konzentriert: "liebet einander", da es ja eben die Aufforderung enthält, die Liebe zu entwickeln, die wieder mit einer harmonischen Kombination von reinem Gefühl und reiner Intelligenz identisch ist, wie auch dieses Ideal durch sein Gebot: "Du sollst nicht töten" dazu auffordert, von der Schwereenergie Abstand zu nehmen, die ja die grundlegende Energie in der physischen Welt oder der auslösende Hauptfaktor jeder Form von Brutalität, Härte, Kannibalismus usw. ist. Der Erdenmensch ist also auf dem Wege, der von einem physischen Dasein fortführt und zur geistigen Welt hinführt, d.h. er entfernt sich davon, nur für robuste und drastische Donnereinwirkungen empfänglich zu sein, und er wird zunehmend empfänglicher für die Einwirkungen von gedämpften und lautlosen Dimensionen. Er ist auf dem Wege, sich von einem schlafenden Wesen in ein waches Wesen zu verwandeln.


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