Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Beginnende Geistesfähigkeiten. Kennzeichen für die Nähe der großen Geburt. Gebiete, auf denen das Wesen nur durch Schmerz und Leiden vergeistigt werden kann. Der Erdenmensch auf verschiedenen Stadien in einem Weckungsprozeß. Des Wesens Verständnis für geistige Realitäten und die direkte Sprache des Lebens |
176. Die Entwicklungszone, in der sich die Erdenmenschheit befindet, repräsentiert also eine ganze Skala von verschiedenen Stadien in einem Weckungsprozeß.
Solche Erdenmenschen, die den Wesen am nächsten stehen, die wir im allgemeinen Tiere nennen, sind also robust, und ihre Entwicklung geht hauptsächlich durch Brutalität, Härte und Leiden vor sich.
Aber allmählich, nachdem wir uns den Zonen des wahren Menschenreiches nähern, finden wir die Wesen mehr und mehr verfeinert, mehr und mehr empfänglich für höhere Energien, oder mehr wahrnehmungsfähig solchen Energien wie Gefühl, Intelligenz und Intuition gegenüber.
Und solche Wesen bezeichnen wir als "erleuchtet", "kultiviert", "geistreich", wie wir auch hier beginnen, Wesen zu begegnen, die wir unter den Begriffen Künstler, Verfasser, Wissenschaftler, Genies usw. kennen.
Dies bedeutet also wieder, daß diese Wesen bis zu einem gewissen Grad schon begonnen haben, sich geistiger Energien zu bedienen, begonnen haben, geistige Organe zu entwickeln, geistige Manifestation zu schaffen, und also in entsprechendem Grad angefangen haben, zu geistigen Wesen zu werden.
Und je mehr wir uns der wahren Menschenzone nähern, desto häufiger sind alle diese Wesen von plumpen, materiellen Begehren wie Rachegefühl, groben materiellen Vergnügungen, Aneignung von Gut und Reichtum usw. entblößt.
Die physischen Interessen dieser Wesen sind somit stark zum Vorteil geistiger Interessen verringert worden, zum Vorteil wirklichen Wissens, wirklicher Schöpfung und wirklicher Liebe.
So beginnt in diesen Wesen ein verklärtes Dasein zu dämmern.
Jeder Erdenmensch ist also auf dem Weg zu diesem verklärten Dasein. Ob er diesem nahe ist oder sich noch in einer stark tierischen Form des Daseins befindet, zeigt sich also dadurch, welche Energieformen er in der Lage ist, wahrnehmen zu können, wie grob die Kräfte sein müssen, derer es noch bedarf, um ihn zu beeinflussen, oder welche feinen und edlen Impulse, Gedanken, Gefühlsnuancen und Intuitionen durch sein Bewußtsein gehen können, derer er sich in seinen Manifestationen bedienen kann. Wenn er für den verfeinerten geistigen Strom von Energie empfänglich ist, die in Form einer inneren Stimme jede Form von Lust zu selbstsüchtigen Interessen in ihm neutralisiert, wie Lust zu lügen, zu betrügen, zu töten, auf die Jagd und zum Fischen zu gehen, Fleisch und Blut zu genießen, nicht die rechte Seite hinzuwenden, wenn er auf die linke geschlagen wird, sich nicht in eine Beleidigung zu finden, nicht höheren Unterricht und höhere Belehrung anzunehmen, nicht Toleranz zu üben usw., dann ist das ein Zeichen dafür, daß das "Himmelreich" oder die "große Geburt" nahe ist. Dies ist also ein Zeichen dafür, daß die Entwicklung der geistigen Organe schon fortgeschritten ist und daß das Wesen begonnen hat, sich ihrer zu bedienen. Im entgegengesetzten Fall, wenn das Wesen noch nichts von einer solchen "Stimme" in seinem Inneren merkt, dann bedeutet das, daß es in den obengenannten Gebieten noch ein schlafendes Wesen ist und nur durch eine kräftigere "Stimme" geweckt werden kann, d.h. also durch Schmerz und Leiden. In allen Gebieten, in denen das Wesen nicht imstande ist, sich der geistigen Energien, d.h. der Weisheit, Intuition und Liebe, zu bedienen, kann es nur für den Materialismus oder die Schwereenergie empfänglich sein, die Energie nämlich, die unweigerlich das Leidensprinzip oder den robusten Erweckungsprozeß fördert, den das kosmisch gesehen schlafende Wesen erst durchmachen muß, um sich vom Tier zum Menschen zu entwickeln. In diesem Erweckungsprozeß befinden sich die Erdenmenschen auf verschiedenen Stadien. Auf einigen dieser Stadien sind die Wesen hellhörig und empfänglich für feinere geistige Energien oder Impulse, sind hervorragend gefühls- und intelligenzmäßig entwickelt, denken und handeln zum Vorteil ihrer Mitwesen. Auf anderen Stadien sind die Wesen dagegen nur für physische Energie empfänglich und haben somit keine besondere Fühlung mit einer höheren Welt, sondern leben hauptsächlich nur für selbstsüchtige Interessen. Die Erdenmenschen befinden sich also auf verschiedenen Charakterstufen und sind somit nicht alle gleich empfänglich für geistige Energie. Und es ist notwendig, daß wir dies hier beachten, unmittelbar bevor wir jetzt in den nachfolgenden Kapiteln dazu übergehen, die großen Analysen des Lebens zu manifestieren, die ausschließlich auf der Basis entwickelter Organe für kosmische Energie entstanden sind. Man muß also verstehen, daß man im gleichen Grad, in dem man die kommenden kosmischen Analysen und Berichte im Livets Bog erfassen und akzeptieren kann, selbst empfänglich ist für geistige Energie, während das Gegenteil also im gleichen Grad der Fall ist, wenn einem das Interesse und die Fähigkeit fehlt, diese Realitäten verstehen zu können. Wenn sich diese einem Wesen als Phantasie zeigen, als etwas, wogegen es Antipathie oder Intoleranz fühlt, dann ist dies ein unfehlbares Zeichen dafür, daß seine Organe für kosmische Energie noch latent oder unbrauchbar sind und daß die Wahrnehmung des Wesens noch von der Schwereenergie beherrscht wird, d.h. also von der physischen Energie. Wir sehen hier wieder, daß es überhaupt keinen Grund gibt, Entrüstung gegen einen eventuellen Widerstand dieser Wesen gegen alle geistigen oder kosmischen Analysen zu fühlen, da diese Realitäten für sie ja noch ein geschlossenes Buch sind. Und ihr Widerstand kann somit nur vom selben Umstand getragen werden wie dem, der Jesus ans Kreuz brachte, nämlich davon, daß man nicht wußte, was man tat. Was man jedoch nicht weiß und wo man nicht dazu gebracht werden kann, durch die Sprache und Manifestation anderer Wesen zu wissen oder zu verstehen, wird man durch des Lebens eigene direkte Sprache erfahren, d.h. durch eigene Erfahrungen und eigenes Erleben. Was man im gegenwärtigen Leben nicht verstehen kann, wird man in kommenden Leben Gelegenheit haben, verstehen zu lernen. |
Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.
Seitenübersicht