Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(1-288) 
 
Erweiterte Suche
   

 

Das wache und schlafende Bewußtsein der Pflanze. Die ersten Formen von Ruhe und Tätigkeit. Der Gegensatz zwischen dem Unterbewußtsein der Pflanze und dem des Tieres  184. Das wache Bewußtsein der Pflanze existiert also nur auf einer geistigen Ebene. Sie erlebt deshalb ihr ganzes physisches Dasein, wie schon gesagt, nur in Form von "Schlaf". Dies bedeutet also wieder, daß die Pflanze ihr materielles Dasein entwickelt, wenn sie ihr Tagesbewußtsein ausruht und sich im Schlaf befindet. Dann trägt sie mit dazu bei, den Sommer in der materiellen Welt hervorzubringen. Da arbeitet sie auf der physischen Ebene. Die Absicht dieser Arbeit ist die, ihren physischen Körper so weit zu entwickeln, daß er ihr Tagesbewußtsein tragen oder sie in der materiellen Welt tagesbewußt machen kann. Und wenn sie so weit gekommen ist, sehen wir sie nicht mehr als "Pflanze", sondern als "Tier". Wenn die Pflanze dagegen wach ist oder sich in ihrem tagesbewußten Dasein befindet, sehen wir in den meisten Fällen ihr physisches Dasein als Ausdruck für einen todesähnlichen Zustand, was in großem Ausmaß im Winter der Fall ist, um dann wieder, wenn es ihre äußeren und inneren Bedingungen erlauben, auf ihrer eigenen Ebene in den "Schlaf" zu sinken und durch diesen Schlaf eine kleine Zeitperiode weiter in ihrem Unterbewußtsein an der Vervollkommnung ihres physischen Körpers in Richtung des Tierreiches zu arbeiten, um danach wieder eine kleine Zeit auf ihrer eigenen Ebene "aufzuwachen" und so fortsetzend. Auf der eigenen Daseinsebene der Pflanze oder im "Instinktreich" formt sich ihr Erleben des Daseins somit als eine wechselnde Auswirkung eines bewußten und eines unbewußten Daseins. Diese wechselnde Auswirkung ist wieder identisch mit den ersten elementaren Formen für Ausruhen und Tätigkeit. Wenn die Pflanze sich im Winter in einer Art von Winterschlafzustand befindet, ist das ein Ausdruck dafür, daß ihre Bewußtseinskonzentration in ihr Tagesbewußtsein auf der Instinktebene hineingezogen ist, wobei ihr waches Leben tätig ist, während ihr physischer Bewußtseinszustand ruht, wie auch das umgekehrte Verhältnis sich ja geltend macht, wenn die Bewußtseinskonzentration sich in ihren physischen Körper hineingezogen und diesen zur Tätigkeit und Entfaltung gebracht hat, wobei sich das Tagesbewußtseinsleben ausruht. Da sich aber die physischen Körper der Pflanzen ja nicht genug entwickelt haben, um den Pflanzen ein waches oder bewußtes Erleben des Lebens zu geben, wird die Periode, wo die Bewußtseinskonzentration gerade auf ihr physisches Bewußtseinsleben eingestellt ist, mit "Schlaf" identisch. So sehen wir, daß die Pflanzenwesen auch ein Schlafbewußtsein und ein waches Bewußtsein haben. Während sich aber diese Wesen im wachen Zustand auf einer geistigen Ebene und im Schlafzustand auf der physischen Ebene befinden, befinden sich die Tiere dagegen im wachen Zustand auf der physischen Ebene und auf der geistigen Ebene, wenn sie schlafen. Dies hat jedoch seine Ursache darin, daß mit dem Tierreich eine Wende in der Entwicklung stattfindet. Die Schwereenergie ist ja die materielle Energie; ihr gegenüber sind die anderen Grundenergien deshalb von mehr geistiger Natur. Da das Tier ja in Wirklichkeit eine Pflanze ist, die den Schwerekörper oder den physischen Körper so weit entwickelt hat, daß dieser Körper das Tagesbewußtsein tragen kann, und da der nächste Körper, der entwickelt werden soll, deshalb ein geistiger Körper sein muß und da dieser Körper noch nicht sein Bewußtsein tragen kann, sondern nur als Schlaf- oder Unterbewußtsein hervortritt, ist es klar, daß dieses Unterbewußtsein dem der Pflanze entgegengesetzt und geistiger Natur sein muß.


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.