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Das Kopieren geistiger Gegenstände in physischer Materie. Geistes- und Gedankenbilder als Originale von allen Realitäten innerhalb der "physischen Kunst". Die Gedankenüberführungen von Wesen zu Wesen mit Hilfe von physischer Manifestation  190. Da die physische Wahrnehmung des Erdenmenschen die fortgeschrittenste ist, während seine geistige Wahrnehmung innerhalb der gegenwärtigen Entwicklungsspirale aus viel jüngerer Zeit herrührt, ist der physische Zustand der am meisten realistische oder wirkliche für dieses Wesen, und der geistige Zustand weniger realistisch oder wirklich. Dies verursacht im Wesen das Begehren danach, seine Gedanken oder Vorstellungen in physischer Materie zu manifestieren, um diese dadurch in dem für das Wesen am meisten realistischen oder wirklichen Zustand hervorzubringen, und auch um ihnen das für die Mitwesen in denselben Entwicklungsstadien größtmögliche Wirklichkeitsgepräge geben zu können, was ja nur durch physische Materie geschehen kann, weil die geistige Wahrnehmung dieser Wesen auch von unvollkommenerer und zarterer Natur ist. Dieses Begehren verursacht dann wiederum im Wesen die Fähigkeit, seine schon auf der geistigen Ebene in Erinnerungsmaterie erzeugten Bildformationen in physischer Materie zu "kopieren". Wenn eine solche "Kopie" eines "geistigen Gegenstands" zu Ende gebracht ist, tritt die "Kopie" auf der physischen Ebene als ein realistischer physischer Gegenstand hervor, während das geistige Original nur als "Idee" oder "Plan" des Gegenstands bezeichnet wird. Wenn dieses geistige Original ein "Gegenstand" oder eine "Bildformation" ist, zusammengesetzt aus "Hörerinnerungen", wird die physische "Kopie" eine "Lautkomposition", die hauptsächlich mit dem Begriff "Melodie" bezeichnet wird. Ist das geistige Original dagegen eine Bildformation, zusammengesetzt aus "Seherinnerungen", wird die physische "Kopie" eine "Licht- und Schattenkomposition", da alle Seherlebnisse auf Licht und Schatten beruhen. Dies bedeutet wieder, daß die physische "Kopie" mit einer solchen Realität identisch ist, die wir mit dem Begriff "Kunst" oder "geschaffene Realitäten" bezeichnen. Und somit stehen wir hier vor den Bewußtseinsfunktionen, die aller Schöpfung physischer "Kunst" zugrunde liegen. Alles, was unter diesen Begriff fällt, sind also Kopien von vorausgegangenen Geistes- oder Gedankenbildern. Der Erdenmensch hat jedoch vorher, lange bevor diese Kopierungsmethode existierte, schon eine andere Methode erlernt, um seinen Gedankenbildern physischen Ausdruck zu geben. Diese Ausdrücke werden keine Kopien von Gedankenbildern, sondern "Zeichen" oder "Kennzeichen" für diese Gedankenbilder. So hat er allmählich die Fähigkeit erworben, den in seinem Bewußtsein am meisten vorkommenden Gedankenbildern besondere, bestimmte Kennzeichen in physischer Materie geben zu können, um sie dadurch der physischen Wahrnehmung der Mitwesen zugänglich machen zu können. Diese Wahrnehmung ist nämlich der einzige mögliche Weg zum Gedankenaustausch oder zur Korrespondenz, solange das Bewußtsein der betreffenden Wesen noch von ihren physischen Körpern getragen wird. Diese Wesen können also in wachem Zustand nicht direkt von Geisteskörper zu Geisteskörper korrespondieren, da diese Körper bei ihnen noch nicht genügend entwickelt oder selbständig sind. Der Erdenmensch muß deshalb, wenn er mit einem anderen Wesen korrespondieren will, seine Gedanken in physische Form überführen. Was die physische Natur dieser Form betrifft, kann sie auf entsprechende physische Sinne einwirken und diese dabei zu einer Reaktion bringen. Diese Reaktion wird zu einem Empfindungserlebnis im Bewußtsein der Wesen, in deren Sinnen die Reaktion stattfindet. Dieses Empfindungserlebnis wird dann wieder, wenn es die Wiedererkennungsfähigkeit des empfangenden Wesens zum Reagieren bringen kann, zur "Wiedererkennung", d.h. zum Ahnen oder Wissen für die betreffenden Wesen. Der Gedanke des Absenders wurde also mehr oder weniger vom Empfänger verstanden.


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