Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(1-288) 
 
Erweiterte Suche
   

 

Der Erdenmensch und sein primitives Gedächtnis. Ein Zustand, in dem der Erdenmensch sich an einige Jahrhunderte in seinem Dasein zurückerinnern kann. Die "innere Welt" des Erdenmenschen als ein Faktor in seiner Schicksalsbildung und als noch seinem Unterbewußtsein zugehörig  210. So wie die physische Wahrnehmung von der Wahrnehmungstüchtigkeit des Körpers begrenzt wird, wird natürlich auch das Erinnerungserleben von der Wahrnehmungstüchtigkeit des Gedächtniskörpers begrenzt. Und da der Gedächtniskörper, wie schon gesagt, sich für die Erdenmenschen auf einem so niedrigen Niveau befindet, daß er mit dem Zustand des physischen Körpers gleichgestellt werden muß, als dieser noch nicht die physischen Sinne repräsentierte, wird man verstehen können, wie unendlich wenig von seinem Erinnerungsmaterial das Wesen imstande ist, sich bewußt zu machen. Nur die Erinnerungen der letzten, stärksten Erlebnisse, d.h. von Erlebnissen, die innerhalb des gegenwärtigen lokalen Lebens stattgefunden haben, besitzen die notwendige Kraft, um seinen primitiven Gedächtniskörper reagieren lassen zu können. Gegenüber Erinnerungen von ferneren Erlebnissen, d.h. von Erlebnissen, die sich in die ersten Lebensjahre des jetzigen lokalen Lebens des Wesens verlieren, kann sein Gedächtniskörper nicht reagieren, und die bewußte Erinnerung des Erdenmenschen an sein Dasein hat also hier ihre äußerste Peripherie oder ihren Horizont. Da dieser Horizont also innerhalb des jetzigen lokalen Lebens des Erdenmenschen liegt, ist der Aberglaube in der Entwicklungszone desselben Wesens allgemein, daß das Wesen sein Dasein mit dem Anfang seines jetzigen lokalen Lebens begonnen habe, weil der Erdenmensch ja nicht mit dem physischen Tagesbewußtsein imstande ist, sich irgend eine Erinnerung aus seinem vorausgegangenen Dasein oder lokalen Leben bewußt zu machen. Es muß hier jedoch bemerkt werden, daß das Wesen – wenn es im geistigen Dasein, das es gemäß späteren Abschnitten des Livets Bog zwischen seinen physischen Leben erlebt, diejenige Daseinsebene passiert, in welcher die sechste Grundenergie, die "Gedächtnisenergie", die herrschende Energie ist – durch seinen Gedächtniskörper auf Erinnerungen von Erlebnissen reagiert, die auf die zwei oder drei unmittelbar vorausgegangenen Leben zurückgehen. Dies bedeutet wieder, in physische Zeit überführt, Erlebnisse bis zurück zu einigen wenigen Jahrhunderten in der Vergangenheit. Aber diese Erinnerungserlebnisse können glücklicherweise nicht zu den Formen von Tagesbewußtsein der niedrigeren Zonen der physischen Ebene überführt werden, und sie werden deshalb gleichzeitig mit der wachsenden Wahrnehmungsfähigkeit der betreffenden Wesen auf der physischen Ebene in jedem neuen lokalen physischen Leben verschwinden, was zum Vorteil für die ungehinderte Bearbeitung des Erfahrungsmaterials der Erinnerungen der neuen physischen Erlebnisse ist. Aber dies sind ja Analysen, die wir späteren Spezialkapiteln in diesem Buch überlassen wollen.
      So hat der Erdenmensch eine außerordentlich große Summe von Erinnerungen, die seine innere Welt bilden, welcher er sich also in einem hohen Maße noch unbewußt ist, die deshalb mit zu seinem Unterbewußtsein gehören und in unbewußter Form für das Wesen eine mitwirkende Ursache der jetzigen Schicksalsbildung sind.


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.