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(1-288) 
 
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Der Erdenmensch ist sich nur primitiv seiner "inneren Welt" bewußt. Er kann durch die Intuition oder das kosmische Klarsehen beginnen, die "Goldkopien" wahrzunehmen – nicht als eine Erinnerung, sondern als ein Erleben der Ewigkeit. Der Unterschied zwischen Intuition und Gedächtnis. Die Natur des Wahrnehmungsvermögens. Die "Goldkopien" als gefühllose Gebiete, in denen der Gedächtniskörper noch nicht funktionieren kann. Das Erleben der "Goldkopien" kraft des Intuitionskörpers und kraft des Gedächtniskörpers. Die "Goldkopien" können nur als "Seligkeit" erlebt werden  213. In der inneren Welt ist sich der Erdenmensch also aufgrund des primitiven Zustands seines Gedächtniskörpers in wachem Tagesbewußtsein nur eines Bruchteils des gegenwärtigen lokalen Lebens bewußt, das wiederum nur einen unendlich kleinen oder mikroskopischen Teil der inneren Welt bildet, die sich ihm in der Kulminationszone des Seligkeitsreiches offenbart. Aber obwohl sich das Wesen an seine innere Welt erst im Seligkeitsreich grundlegend erinnern kann, ist es doch nicht davon abgeschnitten, sich bereits die Goldkopien in seiner äußeren Manifestation in denjenigen Daseinsebenen, die jenem Reich vorausgehen, nutzbar zu machen. Dies ist der Fall, wenn sein Intuitionskörperkern anfängt, wirksam zu werden. Aber diese Anwendung der "Goldkopien" gibt keine bewußte Erinnerung der Ewigkeit, sondern ein Erleben der Ewigkeit. Denn dieses Erlebnis ist mit dem kosmischen Klarsehen identisch und hat seine Kulminationszone in der göttlichen Welt.
      Es existiert also ein prinzipieller Unterschied, wenn das Wesen seine innere Welt mit Hilfe seines Gedächtniskörpers erlebt, oder wenn es sie mit Hilfe seines Intuitionskörpers erlebt. Im ersten Fall ist das Erlebnis also mit "Erinnerung" identisch, während es im letzten Fall mit "Neuerleben" identisch wird. Dieser Unterschied wird also umso offensichtlicher, je mehr man erkennt, daß die Erinnerungsfähigkeit eine Art höchste Gefühlsfähigkeit ist, während die Intuitionsfähigkeit eine Art höchstes Sehvermögen ist. In bezug auf das Sehvermögen wissen wir ja von der physischen Welt, daß es auch eine Art von Gefühlsfähigkeit ist. Aber während man mit der allgemeinen Gefühlsfähigkeit direkt die organischen Bestandteile seines Körpers fühlen kann, d.h. die Teile, die vom Nervensystem durchdrungen sind, nicht jedoch die unorganischen Teile, d.h. Körperteile, durch welche sich das Nervensystem nicht fortpflanzen kann, so kann man mit der Sehfähigkeit dagegen unorganische oder mineralische Realitäten erleben. Man kann also in der Realität Reaktionen erleben, die wir das "Licht" nennen, das ja von mineralischer Beschaffenheit ist. Wenn wir somit einen Gegenstand "sehen", bedeutet das in Wirklichkeit nur, daß wir die Reaktionen zwischen diesem Gegenstand und dem Licht sehen. Wir empfinden also aufgrund des Sehens nicht den Gegenstand, den wir "ansehen", sondern dagegen seine Einwirkung auf das Licht. Wo er nicht auf das Licht einwirkt, haben wir keinen Kontakt mit diesem Gegenstand, es sei denn, daß er auf die eine oder andere Weise mit den organischen Bestandteilen unseres Körpers in direkter Berührung ist und durch die allgemeine Form der Empfindung zu unserer Kenntnis kommt. So empfinden wir z.B. nicht unsere Fingernägel und unser Haar, da diese Realitäten mineralischer Natur und dem Nervensystem unzugänglich sind. Deshalb können wir Nägel und Haare schneiden, ohne es zu empfinden, was ja bei weitem nicht der Fall mit den organischen Körperteilen ist, wo wir einen solchen Eingriff als Schmerz empfinden würden. Der organischen Teile unseres physischen Körpers sind wir uns also direkt bewußt, während wir uns der anorganischen Teile nur indirekt bewußt sind, weil wir sie hauptsächlich durch unser Sehen erleben. Genauso wie der Gefühlskörper des Wesens sich nicht direkt zu den mineralischen Bewußtseinsteilen erstreckt, und diese sich deshalb ohne Gefühl zeigen, so ist das Erinnerungsmaterial oder die "Goldkopien" ganz gefühllos in den Gebieten, zu denen der Gedächtniskörper, der, wie schon gesagt, ein höherer Gefühlskörper ist, sich nicht erstreckt. Es ist mit den "Goldkopien" genauso wie mit den Mineralteilen, das Wesen kann diese nur auf indirektem Weg erleben. Dieser indirekte Weg ist deshalb, was die Goldkopien betrifft, die "Intuition", die ja das höchste Sehvermögen des Wesens ist. Es verhält sich also so, daß das Wesen mit dem Intuitionskörper die Reaktion zwischen diesen Kopien und der Intuitionsenergie auf die gleiche Weise erleben kann, wie es, wie wir schon vorher gesagt haben, die Reaktion zwischen den materiellen Gegenständen und dem Licht bemerken konnte. So repräsentiert die Intuition die Gesetze des Sehens und hat deshalb den Namen "kosmisches Klarsehen" bekommen.
      Mit dem Intuitionskörper "empfindet" man also nicht die Goldkopien, sondern die Reaktion ihrer Einwirkung auf die Intuitionsenergie. Und dieses Erleben wird also eine Art äußeren Erlebens oder dasselbe wie "Sehen". Mit dem Gedächtniskörper "sieht" man die Goldkopien nicht, sondern man "empfindet" sie direkt. Da die Schwereenergie hier in latenter Form hervortritt, kann diese Empfindung überhaupt nie weh tun oder mit Schmerz identisch sein, sondern wird immer, da der "Stoff" der Goldkopien Liebesmaterie ist, als identisch mit der höchsten Form von Freude erlebt werden, was wieder dasselbe ist wie "Seligkeit".


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