Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Die Intuitionsfunktion vollzieht sich automatisch beim Erdenmenschen unter seiner Liebeseinstellung. Der Erdenmensch erlebt noch nicht die Intuition als bewußtes Sehen, sondern nur als Bruchstücke eines höheren Wissens | 215. Da der Erdenmensch aufgrund des primitiven Standards seines Gedächtniskörpers seine Goldkopien nicht empfindet oder kein Gefühl für sie hat, muß er ja notwendigerweise in seiner Intuitionsfunktion auf dieselbe Weise gefühllos sein, wie er beim Schneiden seiner eigenen Nägel und Haare gefühllos ist. Der Intuitionsprozeß wird also in Form von "Sehen", nicht in Form von "Gefühl" erlebt. Da aber der Intuitionskörper des Erdenmenschen bis jetzt nur einen ganz kleinen schwachen Embryo ausmacht, und dieser in dem nur wenig weiter fortgeschrittenen Intelligenzkörperembryo auf dieselbe Weise inkarniert ist, wie dieser wiederum in dem noch weiter fortgeschrittenen Gefühlskörperembryo inkarniert ist, der seinerseits im physischen Leben des Wesens im Schwerekörper oder in seinem physischen Körper inkarniert ist, welcher schon längst der fundamental tragende Körper für das Bewußtsein des Erdenmenschen geworden ist, d.h. daß er in diesem sein fundamentales Tagesbewußtsein hat, ist das Intuitionssehen entsprechend schwacher Natur und liegt, wie schon gesagt, außerhalb der Willenskontrolle des Wesens. Es beginnt gewissermaßen automatisch, wenn seine Intelligenz- und Gefühlsfunktion sich in reiner Liebesenergie auslöst. Der Intuitionskörperkern tritt dann in Funktion, und das betreffende Wesen "sieht" in die "Geschichte des Weltalls" hinein. Dies ist der Anfang der Lebensform, die in ihrer Kulmination die Daseinsebene trägt, die wir hier im Livets Bog als die "göttliche Welt" bezeichnen. Da aber dieses Sehen beim Erdenmenschen bis jetzt nur von einem Embryokern getragen wird, ist es ja gezwungenermaßen entsprechend primitiv und dem Wesen noch unbewußt, d.h. daß es dies noch gar nicht als "Sehen" erlebt, sondern nur als einige in seiner Gedankenwelt plötzlich auftauchende Bruchstücke eines höheren Wissens oder einer höheren Bewußtseinsform. Diese Bruchstücke können natürlich größer oder kleiner sein, je nachdem wie weit das betreffende Wesen von niedrigeren Bewußtseinstendenzen gereinigt ist. |
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