Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Die Wissenschaft und die beginnende Geistesenergie. Elektrizität, Strahlen und Wellen. Der Forscher muß Mikroskope, Teleskope usw. benutzen. Die Resultate des Forschers werden zu "Theorien" – werden jedoch wieder zu Tatsachen werden. Die Geisteskörper und die vollkommene Geisteswahrnehmung | 227. Daß sich die Wissenschaft immer mehr zur Vergeistigung hinentwickelt, zeigt sich ganz offensichtlich, wenn man, wie schon vorher gezeigt, die Entwicklung des Erdenmenschen selbst vom Natur- zum Kulturmenschen betrachtet. Wir sehen dabei, wie er nach und nach immer mehr imstande ist, sich feinerer und feinerer materieller Kräfte zu bedienen. Durch Wind-, Wasser- und Dampfkraft kam er zur Elektrizität. Erst mit der Entdeckung dieser Kraft ging die Wissenschaft realistisch auf geistige Gebiete ein, da die Elektrizität infolge späterer Analysen beginnende Geistesenergie ist, die aber noch zur Daseinsebene der Schwereenergie gehört. Von dieser geistigen Zone der Schwereenergie aus entdeckte der Erdenmensch noch feinere Kräfte, und diese Kräfte bezeichnet er als "Strahlen" und "Wellen". Diese geistige oder elektrische Form für Schwereenergie reicht jedoch noch weiter hinauf zu einer solchen Feinheit, daß sie direkt auf das Gehirn einwirkt. Und wo diese Energie durch das Gehirn strömt, entstehen die früher beschriebenen Gedankenklimate, die das tötende Prinzip, die tierischen Tendenzen oder alles, was wir das "Böse" nennen, umfassen. Aber allmählich, nachdem diese Energie immer mehr mit den Grundenergien der nächsten Daseinsebenen, d.h. "Gefühl" und "Intelligenz", vermischt wird, wird sie den physischen Sinnen immer unzugänglicher. Der Forscher hilft dem mit Hilfe technischer Apparate wie Mikroskopen, Teleskopen usw. ab. In den höchsten Gebieten jedoch, wo die gegenwärtige Wissenschaft arbeitet, haben diese Sinnesverlängerungsapparate schon begonnen, unzureichend zu werden, und die Beobachtungen sind dann keine reinen Empfindungserlebnisse mehr, sondern sie treten als "Berechnungen" hervor, was ja wieder unter die Geistesfunktion oder die Geisteswahrnehmung gehört. Wo das Wesen durch seine physische Wahrnehmung für alle Einzelheiten in diesen Berechnungen eine physische Stütze hat, werden ihre Fazite mit geistigen Tatsachen identisch. Aber hier an der Grenze des Gebiets der physischen Wahrnehmung fällt es dem Wesen also immer schwerer, für alle Einzelheiten in seinen Forschungsgebieten eine physische Stütze zu finden, da viele dieser Einzelheiten für die physischen Sinne unzugänglich sind. Das Wesen muß dann, von den Einzelheiten ausgehend, die noch seiner materiellen Wahrnehmung zugänglich sind, die nicht materiell sichtbaren Einzelheiten mit vermuteten Einzelheiten ersetzen. In solchen Fällen werden die Fazite der Berechnungen jedoch keine Tatsachen, sondern das, was wir "Theorien" nennen. Und so gleitet die Wissenschaft davon, praktisch-physische Tatsachen zu repräsentieren, dazu über, nur physische Theorien repräsentieren zu können. Da aber die Ursache dazu, daß einige der Einzelheiten also beginnen, der physischen Wahrnehmung unzugänglich zu werden, auf dem Umstand beruht, daß diese geistiger Natur sind, d.h. daß ihnen so viel Gefühls- und Intelligenzenergie beigemischt ist, daß sie die Kräfte der noch schwachen Geisteskörper des Forschers weit übersteigen, wird die Wissenschaft ja wieder Tatsachen repräsentieren, wenn die Geisteskörper des Forschers genügend entwickelt sind. Diese Tatsachen werden jedoch nicht physischer, sondern geistiger Art sein. Da aber die fundamentalen Geisteseinzelheiten auf dieselbe Weise hauptsächlich aus harmonisierter Gefühls- und Intelligenzenergie bestehen, d.h. aus "Liebesenergie", wie die physischen Einzelheiten hauptsächlich aus harmonisierter Schwere- und Gefühlsenergie bestehen, die "physische Energie" geben, müssen die Geisteskörper derart entwickelt werden, daß sie eben in entsprechender Harmonie hervortreten. Dies bedeutet wieder, daß, genau wie der Schwerekörper und der Gefühlskörper sich zu einer bestimmten Harmonie zueinander hinentwickeln mußten, um dem Wesen die Fähigkeit zu physischer Wahrnehmung zu geben, auch der Gefühls- und der Intelligenzkörper sich zu einer bestimmten gegenseitigen Harmonie hinentwickeln müssen, um dem Wesen die Fähigkeit zu geben, die Liebesenergie wahrnehmen zu können, eine Wahrnehmung, die ja mit der vollkommenen Geisteswahrnehmung identisch ist. |
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