Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Der Forscher gleitet von der materiellen Ebene fort. Die irdische Wissenschaft als Mittel im Dienste der finsteren Moral. Das Bewußtsein des Erdenmenschen als Sitz der Genialitätsentfaltung des tierischen Bewußtseins. Die Ursache zum Prädikat "Mensch". Die tierische Genialität muß ausgelebt werden, bevor die Umschaffung des Tieres zum Menschen richtig in Gang kommen kann | 231. Überhaupt kein Wesen kann auf die Dauer mit der wissenschaftlichen Forschung auf der materiellen Ebene fortfahren. Dies bedeutet natürlich nicht, daß die materielle Ebene eine Grenze hat und daß das Wesen in seiner Forschung diese Grenze erreichen kann, im Gegenteil. Die physische Ebene hat keine Grenze innerhalb ihres eigenen Gebiets. Sie ist in diesem Gebiet – genau wie es auch die übrigen Daseinsebenen auf ihren besonderen Gebieten sind – unendlich, d.h. daß sie bis in alle Ewigkeit damit fortfahren können, neue Einzelheiten aufzudecken, insbesondere, weil sie sich in dauernder Verwandlung befinden. Millionen von neuen Einzelheiten werden in weniger als dem Bruchteil einer jeden Sekunde geschaffen. Der Forscher würde niemals mit der physischen Forschung fertig werden können, wenn sich nicht etwas ganz anderes geltend machen würde. Da die physische Forschung, wie wir schon wissen, auf der Basis von zu viel Intelligenz im Verhältnis zum Gefühl existiert, d.h. daß sie auf der Basis von Schwere- und Intelligenzenergie existiert, zusammengekettet mit primitivem Gefühl, bedeutet dies also wieder, daß die physische Wissenschaft auf der Basis von noch nicht fertiggebauter oder fertigentwickelter Harmonie im Bewußtsein des Wesens existiert. Dieses Bewußtsein weist deshalb eine entsprechende Disharmonie auf, die sich unter anderem darin äußert, daß die physische Wissenschaft "kalt" ist, d.h. gefühllos. Aufgrund des primitiven Gefühlsvermögens kann das Wesen in keinem besonderen Grad Einzelheiten in der Gefühlsenergie wahrnehmen oder erfassen und ist somit davon ausgeschlossen, sich Kenntnisse über Einzelheiten der Gefühlsebene anzueignen. Deshalb ist sein Wissen einseitig, materialistisch und gefühllos. Es ist im Dienste der finsteren Moral oder des tötenden Prinzips bei der Herstellung von Mord- und Verletzungswerkzeugen anwendbar, wie auch im Krieg und zur Eroberung von Macht usw. Diese materielle Wissenschaft ist also in großem Ausmaß Ausdruck für das Tierbewußtsein in seinem Genialitätsstadium. Alle tierischen Tendenzen kommen also nicht in den Wesen, die wir normalerweise als "Tiere" bezeichnen, zu ihrer höchsten Entfaltung oder Blüte, sondern erst im Erdenmenschen. Dies ist jedoch ganz natürlich. Das Erste, was notwendigerweise geschehen mußte, als das Tier begann, für höhere geistige Energien empfänglich zu werden, d.h. also in diesem Fall für die "Intelligenzenergie", war natürlich dies, daß es diese höhere Energie zur Befriedigung seiner tierischen Begehren oder im Dienste seines Tierbewußtseins anwenden mußte. Mit Hilfe dieser höheren geistigen Energie wurde es schnell den anderen Tieren, d.h. denen, die diese Energie noch nicht empfangen konnten, außerordentlich überlegen. Diese Überlegenheit besteht also darin, eine größere Entfaltung der tierischen Tendenzen oder das Prinzip "zu töten" praktizieren zu können und gibt also ihrem Urheber das Prädikat "Mensch". Daß dieser Urheber diese Bezeichnung bekommen hat, hängt damit zusammen, daß seine Überlegenheit auf der "Intelligenzenergie" beruht und daß diese gerade mit einer menschlichen oder höheren Geistesenergie identisch ist. Da aber das betreffende Wesen noch weit davon entfernt ist, in Harmonie mit den Daseinsebenen zu sein, wo die Geistesenergien zu Hause sind, bildet es bisher nur einen Embryo zum richtigen oder wirklichen Menschen, und wir erkennen hier wieder das Wesensstadium, zu dem der Erdenmensch gehört. Damit aber das Tier ein wirklicher Mensch werden kann, mußten die tierischen Tendenzen zur Kulmination, zur Genialität gebracht werden, mußten in diesem Wesen ausgelebt werden. Erst nach dieser Kulmination beginnt die Verwandlung oder Umschaffung zum Menschen erst richtig in Gang zu kommen. |
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