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Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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(1-288) 
 
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Durch Leiden und Schmerz entwickelt sich das Wesen zu einem verklärten Dasein. Der Wissenschaft fällt es immer schwerer, Wesen etwas zu beweisen, die nur auf der materiellen Ebene wahrnehmen können. Soll höheres Wissen und höhere Kenntnis oder das Sehen von Gott erreicht werden, geht kein Weg an der Veredelung des Seelenlebens vorbei  232. Durch die große Leidens- und Tötungsentfaltung, durch Krieg und Verletzungen, durch das stete Ausnutzen anderer Wesen, durch die große egoistische Daseinsform, die dieses Wesen oder der Erdenmensch mit Hilfe seiner Überlegenheit gegenüber anderen Mitwesen seiner eigenen Art und den gewöhnlichen Tieren manifestiert, sät er eine Saat, von der er infolge der ewigen kosmischen Gesetze, die wir später im Livets Bog kennenlernen werden, unweigerlich die Früchte ernten wird. Da diese Früchte von derselben Natur wie die Saat sind, d.h. Sorgen und Leiden, wird das Wesen unvermeidlich früher oder später entweder im gegenwärtigen oder in kommenden Leben in diesen von ihm selbst gesäten Leidenszustand geraten oder von ihm abhängig werden. Da aber Schmerzen und Leiden das Gefühlsvermögen in ganz besonderem Grad entwickeln und veredeln, wird das Wesen hierdurch gegenüber der Gefühlsenergie empfänglich oder wahrnehmungsfähig. Da aber die Gefühlsenergie wieder, wenn sie in Harmonie mit der Intelligenzenergie kommt, zu wirklicher "Liebe" wird und da Liebe wieder dasselbe ist wie Selbstlosigkeit, geistige Wärme usw., beginnt das Wesen allmählich, nachdem es die Liebesfähigkeit entwickelt hat, eine andere Saat zu säen, deren Früchte es gleichfalls unvermeidlich später ernten wird. Diese Früchte sind ja nicht Leiden und Schmerzen, sondern sie sind die wahren menschlichen Fähigkeiten und Tendenzen, die wieder das Wesen zur großen Geburt hinführen, durch welche es in ein verklärtes Dasein eingeht. Mit dieser Liebesentwicklung degenerieren also die tierischen Fähigkeiten und Anlagen, und das Wesen wird ein mehr und mehr disqualifiziertes Tier, wird immer mehr zum Menschen. Und die verschiedenen Grade in dieser Entwicklung repräsentieren die verschiedenen Charakterstufen des Erdenmenschen. Gleichzeitig aber damit, daß das Wesen das Gefühlsvermögen entwickelt und gegenüber der Gefühlsenergie wahrnehmungsfähig wird, beginnt es ja dadurch, eine neue Form von Erfahrungen zu empfangen, d.h. Erfahrungen, die ein gefühlsarmes Wesen nicht empfangen kann. Wenn dieses Gefühlswissen mit dem Intelligenzwissen desselben Wesens in Harmonie kommt, entsteht, wie schon gesagt, "Liebeswissen", was dasselbe ist wie "Weisheit". Und gleichzeitig damit entwickelt das Wesen unter diesem Bewußtseinszustand die Intuitionsfähigkeit oder das kosmische Klarsehen. Das bedeutet also, daß die Wissenschaft der Erdenmenschen sich im selben Grad in "Liebeswissenschaft" verwandeln wird, wie der Gefühlszustand des Urhebers sich verwandelt oder sich dem wahren Menschenreich nähert. Im gleichen Grad jedoch, wie der Gefühlsstandard sich diesem Reich nähert, beginnt er ja auch, sich über die physische Ebene zu erheben. Und im selben Grad, in welchem er sich über die physische Ebene erhebt, wird er solchen Wesen mehr und mehr unzugänglich, die keine Gefühls- oder Liebesfähigkeit entwickelt haben. Es wird also immer schwerer, seine Erfahrungen und Tatsachen gegenüber den Wesen zu beweisen, die bisher nur auf der materiellen Ebene wahrnehmen, ja sogar in Fällen, wo diese als "Wissenschaftler" des heutigen allgemeinen Standards auftreten. Wir sehen also, daß wir auf keinerlei Weise um eine Veredelung des Bewußtseins- und Seelenlebens herumkommen können, um zu höherem Wissen und zu höherer Kenntnis kommen zu können. Und ohne ein höheres Wissen oder ohne höhere Kenntnis gibt es keinen Zugang zur ewigen Wahrheit oder zum alles durchdringenden Schauen Gottes.


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