Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Kein "fester Punkt" in der physischen Welt. Alle materiellen oder physischen Realitäten sind identisch mit Bewegung oder Verwandlung. Unmöglich, ein und dasselbe Ding zweimal wahrzunehmen | 233. Was die höchsten Repräsentanten der irdischen Wissenschaft betrifft, sind sie zu einer Zone gekommen, in der man zu sehen beginnt, daß es in der physischen Welt überhaupt keinen wirklich "festen Punkt" gibt, sondern daß alles Bewegung ist und daß alles Erleben oder Wahrnehmen verschiedene Formen des Erlebens dieser Bewegung ausmacht. Wenn jedoch alle materiellen Realitäten, d.h. alle geschaffenen Dinge mit Bewegung identisch sind und Bewegung dasselbe ist wie Verwandlung, sind alle diese geschaffenen Dinge einer dauernden Verwandlung unterworfen. Der Eindruck, den das eine oder andere Ding dem Betrachter gibt, ist also nur ein einstweiliges Glied oder eine Nuance in der Bewegung oder Verwandlung, der dieses Ding unvermeidlich unterworfen ist. Im nächsten Augenblick hat dieses Ding eine Verwandlung durchgemacht. Diese Verwandlung kann groß sein, und sie kann klein sein, so klein, daß sie mikroskopisch oder materiell unsichtbar ist. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, daß die Verwandlung trotzdem vor sich geht. Kein geschaffenes Ding ist heute absolut dasselbe, was es gestern war, und noch weniger dasselbe, was es vorgestern war. Und je weiter wir derart zurück in der Zeit gehen, desto größer ist der Unterschied zwischen dem gegenwärtigen und dem früheren Erscheinen dieses Dinges. Der Verwandlungsprozeß setzt sich jedoch fort, und der Zustand, das Aussehen dieses Dinges von heute wird in derselben Weise von seinem Zustand und Aussehen in der Zukunft abweichen. Da das Wahrnehmungsvermögen von Organen abhängig ist, die auch mit kombinierter Energie oder Bewegung identisch sind und damit der Verwandlung unterworfen sind, wird das Wesen, kosmisch gesehen, also vollständig außerstande sein, dasselbe geschaffene Ding zweimal auf dieselbe Weise wahrzunehmen, da die Sinnesorgane sich ja in der Zwischenzeit vom einen Mal zum anderen verwandelt haben und da diese Verwandlung das letzte Erleben des Wesens prägen mußte, das dadurch entsprechend von seinem ersten Erleben desselben Dinges abweichen muß. Daß diese Verwandlungen mikroskopischer Natur sein können und sich folglich der physischen Wahrnehmung oder Beobachtung des Wesens entziehen, ändert ja die Tatsache nicht. Für das okkulte oder kosmische Sehen geht die Verwandlung vor sich. |
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