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Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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Wenn das Wesen das wirkliche Sehen der Gottheit nicht in zeitlichen Faziten erleben kann, kann es auch nicht seine eigene kosmische Identität in solchen Faziten erleben  239. Wie aber das Wesen unmöglich den wirklichen Gott in zeitlichen Faziten erleben kann, kann es auch unmöglich seine eigene wirkliche oder kosmische Analyse erleben, solange es nur das Verhältnis von Bewegungen zu anderen Bewegungen wahrnimmt. Wenn es sich selbst z.B. nur als "ein sterbliches Wesen" auffaßt, d.h. als ein Wesen, das begonnen hat zu sein und einmal aufhören wird zu sein, dann betrachtet es ja wieder nur das Verhältnis der Bewegungen zu Bewegungen und bekommt ein zeitliches Fazit statt ein ewiges Fazit. Es ist wieder Opfer einer Illusion und sieht eine Bewegung als "festen Punkt" an. In diesem Fall war der illusorische "feste Punkt" sein physisches Leben hier. Dieses Leben besteht ja auch nur aus einer Anzahl von Bewegungen oder Veränderungen. So wie das Wesen die Gottheit nicht in zeitlichen Faziten grundlegend oder wirklich erleben kann, kann es auch nicht sich selbst grundlegend oder wirklich in solchen Faziten erleben. Solange das Wesen die Bewegungen als Wirklichkeit auffaßt, kennt es nur die Unwirklichkeit. Solange es die Bewegungen als "feste Punkte" auffaßt, kennt es die "festen Punkte" nicht. Aber einem solchen Dasein ist das Wesen zwangsläufig unterworfen, solange es nur Bewegungen wahrnehmen kann, d.h. solange es nur in der physischen Welt oder in Zeit und Raum wahrnehmen kann.


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