Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Auf der physischen Ebene existiert überhaupt kein absolutes Fazit. Der Erdenmensch beginnt, die Absichten hinter den Bewegungen innerhalb des Gebiets der Mitwesen seiner eigenen Art und verwandter Arten wahrnehmen zu können, kann jedoch die Absichten hinter den kosmischen Kräften, den Bewegungen der Planeten, hinter den Naturkräften und Schicksalskräften nicht erleben und muß sich deshalb mit "relativen" Faziten begnügen. Jenseits der großen Geburt erlebt das Wesen alle "festen Punkte" und damit die absoluten Fazite, die Identität der Lebewesen als "Gottessöhne", es beginnt das wirkliche Leben zu erleben, ist Mensch geworden und mit dem Vater vereint |
244. Da eine Absicht dasselbe ist wie "Manifestationsbegehren" und dies wieder eine Geistesrealität ist, kann eine Absicht nicht auf der physischen Ebene existieren; das kann nur die Bewegung, die das Mittel zur Erfüllung der Absicht ist.
Auf der physischen Ebene kann also keinerlei absolutes Fazit existieren.
Alle physischen Fazite sind hier nur mit Bewegungen identisch, wahrgenommen oder gemessen an der Grundlage anderer Bewegungen; und sie haben zur Aufgabe, Absichten zu erfüllen.
Aber aufgrund der beginnenden Geisteskörper des Erdenmenschen, d.h. des Gefühls- und des Intelligenzkörpers, kann er anfangen, wirkliche Fazite hinter den Bewegungen innerhalb eines bestimmten Gebiets zu erleben.
Dieses Gebiet erstreckt sich nur bis zur Zone der Mitwesen seiner eigenen Art, und es stößt im gleichen Grad an seine Peripherie oder Grenze, wie Bewegungen vorkommen, die unbekannte Arten von Mitwesen zum Urheber haben.
Und je weiter diese Urheber von der Entwicklungsstufe des Erdenmenschen entfernt sind, desto weiter ist dieser davon entfernt, die richtigen Fazite hinter den Bewegungen zu erleben; er muß sich hier also mit Faziten begnügen, die "relativ" sind, d.h. mit der Berechnung der Bewegungen auf der Basis von Bewegungen.
Der Teil des Bewußtseins des Wesens, der imstande ist, die absoluten Fazite oder die Absichten hinter den Bewegungen zu erleben, besteht im wachsenden, geistigen Tagesbewußtsein des Wesens, während der Teil dieses Bewußtseins, der nur die Bewegungen erlebt, nicht aber die Absichten, das physische Tagesbewußtsein und das beginnende geistige Unterbewußtsein ausmacht.
Während der Erdenmensch in großem Ausmaß imstande ist, die Absichten hinter den Bewegungen seiner Mitwesen zu erleben, d.h. ihre Manifestationen, ist er dagegen nicht imstande, die Absichten hinter all den großen Bewegungen zu erleben, die wir als kosmische Kräfte, als die Bewegungen der Planeten, als Naturkräfte, als die Schicksale der Wesen usw. bezeichnen. Hier muß er sich mit relativen Faziten begnügen, eben weil seine Geisteskörper auf der geistigen Ebene noch nicht so wahrnehmungsfähig sind, daß er die hinter diesen Bewegungen existierenden "Absichten" und ihre Urheber oder "festen Punkte" wahrnehmen kann. Jenseits der großen Geburt jedoch nimmt das Wesen alle "festen Punkte" wahr und erlebt also ausschließlich absolute Fazite. Und mit dem Erleben der absoluten Fazite ist seine Gottheit kein Abgott mehr, nicht das Anerkennen einer Bewegung als "fester Punkt", nicht das Anerkennen eines "toten Dinges" als "lebend", sondern eine in Form aller "festen" und "beweglichen Punkte", eine in Form des gesamten Weltalls, eine in Form alles Lebenden und Leblosen auftretende lebende Gottheit. Da wir eine nähere Beschreibung dieses Erlebens späteren Spezialkapiteln im Livets Bog überlassen müssen, wollen wir hier nur erwähnen, daß mit diesem Gotteserlebnis die vom Licht der "göttlichen Welt" und des "Seligkeitsreichs" durchdrungene Liebesebene oder das "wahre Menschenreich" eine Tatsache zu werden beginnt. Und mit diesem Erleben wird sich das Wesen also der Identität der Lebewesen als "Gottessöhne" bewußt. Jedes Erleben wird für dieses Wesen hiernach dasselbe sein, wie die Manifestation oder Sprache der Gottheit zu erleben. Jede Form von Empfindung, von Laut, Farbe, Vibration, jede Form vom Erleben des Daseins wird also Ausdruck für dieses alles durchdringende Lebewesen sein. Und mit diesem "festen Punkt" im Dasein beginnt das Wesen mit dem Erleben des "wirklichen Lebens". Hier ist das Tier zum Menschen geworden, und der Gottessohn ist seinem Vater begegnet. |
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