Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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| Die Tendenzen des Erdenmenschen, an ein Leben nach dem Tod zu glauben. Das "materielle" und das "geistige" Dasein | 282. In der Erdenzone unterscheidet man also zwischen "Leben" und "Tod". Da aber der Erdenmensch auch den Teil seines Daseins erlebt, den er den "Tod" nennt, wenn auch in einer mehr unbewußten Form oder einem embryonalen Zustand, hat dieses Erlebnis doch Wirkungen in seinem wachen, physischen Bewußtsein zur Folge gehabt. Und wir sind denn auch Zeuge dessen, daß er in den meisten Fällen Tendenzen hat, an ein Leben nach dem Tod zu glauben oder an ein nach dem gegenwärtigen Leben fortgesetztes ewiges Dasein. So nährt er ein gewisses Verlangen nach einem fortdauernden Leben. Er hat Antipathie gegen ein vollständiges Auslöschen. – Solche Tendenzen sind Auswirkungen des Erlebens des unbekannten Daseins in Miniatur. Der Erdenmensch unterscheidet deshalb zwischen seinem physischen Dasein und dem Dasein, von dem er eine Tendenz hat zu glauben, es finde nach dem Tode statt, und er bezeichnet also diese zwei Daseinsformen als das "materielle Dasein" bzw. das "geistige Dasein". |
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