Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Der Weg zur Entfernung des erdenmenschlichen Leidenszustands. Die Vereinigung der Macht und des Rechts. Die Selbstlosigkeit übernimmt die Werte | 96. Allmählich werden jetzt die Energien des neuen Weltimpulses die Intelligenz der Wesen entwickeln, und der Mehrzahl der Erdenmenschen werden immer mehr die Augen aufgehen für die Gesellschaftsübel, die zu überwinden der Staatsgewalt vorbehalten ist, damit der große Frieden über der Erde herrschen wird. Die Erdenmenschen werden somit zur Erkenntnis dessen kommen, daß alle in ihrem Bewußtsein noch existierenden Reste des tierischen Lebensprinzips entfernt werden müssen, bevor der Friede eine Tatsache werden kann. Sie müssen lernen einzusehen, daß diese Reste die "verbotenen Früchte" sind, d.h. die Früchte, deren Genuß sie heute vom "Garten Eden" oder vom totalen Glückszustand ausgeschlossen hält. Diese Früchte sind wieder identisch mit allem, was unter den Begriff der "Bekämpfung der Vereinigung der Macht mit dem Recht" fällt. Alle Erfahrungen der Erdenmenschen oder des Lebens direkte Sprache in Verbindung mit dem lichten Weltimpuls des "göttlichen Schöpfungsprinzips", für den dieses Buch Ausdruck ist, zeigen dieses als den einzigen Weg zur Entfernung des erdenmenschlichen Leidenszustands. Die gesamten jetzigen Erfahrungen der Erdenmenschen werden sich somit allmählich auf dieses Eine konzentrieren, die Macht mit dem Recht zu vereinen. Da aber das Recht innerhalb der erdenmenschlichen Gesellschaft dasselbe ist wie die Staatsgewalt und da die Macht innerhalb derselben Gesellschaft dasselbe ist wie die Geldmacht, wird die Vereinigung des Rechts mit der Macht bedeuten, daß die Staatsgewalt in den Besitz der Geldmacht kommen muß. Nur das Recht allein kann die Werte besitzen. Da das Recht von der Staatsgewalt repräsentiert wird und da diese wieder der Ausdruck für das "Gemeinschaftsinteresse" oder für die Selbstlosigkeit ist, während die Geldmacht Ausdruck für das "Privatinteresse" oder für die Selbstsucht ist, ist die Konsequenz hiervon, daß die Selbstlosigkeit sich die Macht oder die Werte aneignet. Nur wenn der Geist der Selbstlosigkeit die Werte besitzt und dabei die Macht hat, kann der Friede herrschen. Wenn die Selbstsucht die Macht so besitzt, wie es noch innerhalb der erdenmenschlichen Gesellschaft der Fall ist, wird dadurch nur ein Geist geschaffen, der den Krieg oder den Unfrieden zu einer Tatsache macht. Der Geist des Rechts muß also in der Welt zum Machtinhaber gemacht werden. Das Recht, das jetzt in seiner höchsten Form durch die Staatsgewalt hervortritt, macht nur eine Realität aus, die der Macht unterworfen ist. Das Recht muß eine Realität werden, der die Macht unterworfen ist. |
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