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Lesen und suchen im Das Dritte Testament
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(289-638) 
 
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"Kosmische Chemie" ist dasselbe wie "Schicksalswissenschaft"  292. Aber dies ist nicht der Sinn des Lebens für das Individuum. Das Leben hat einen viel größeren Plan mit den Lebewesen. Alle wachsen aus ihrem Kinderdasein heraus, sowohl seelisch als auch physisch. Dieses Wachsen gibt Zugang zur direkten Berührung mit dem Leben, Zugang zum wirklichen Erfahrungserleben, sowohl auf dem Gebiet der Leiden als auch der Behaglichkeiten, und erzeugt dabei in der Mentalität der Wesen ein entsprechendes Wissen vom Behaglichen und vom Unbehaglichen oder davon, was absolute Wirklichkeit im Dasein ist.
      Daß das oben Genannte richtig ist, ist ja im täglichen Dasein deutlich zu sehen. Unfälle und Verstümmelungen, Sorgen und Krankheit, Krieg und Armut, Chaos oder Verwirrung sind so dominierende Faktoren, daß sie in zureichendem Grad dokumentieren, daß der Erdenmensch sich in großem Maße in einem Stadium befindet, wo es für ihn keine beschützenden Erscheinungen mehr gibt, hinter denen er sich vor der drastischen Bitterkeit des Lebens verstecken kann, sondern daß er in direkte Berührung mit allerhand Widerwärtigkeiten des Schicksals gestellt ist.
      Da diese Widerwärtigkeiten in Wirklichkeit Reaktionen zwischen mentalen wie auch physischen Energien sind und da die besonders unbehagliche Natur dieser Reaktion vom verkehrten Umgang mit diesen Energien herrührt und da dieser verkehrte Umgang ausschließlich seine Wurzel im Unwissen der Erdenmenschen hat, wird es hier sichtbar, wie notwendig es für diese Wesen sein wird, die hierfür schon reif sind, über die besonderen Eigenschaften oder Reaktionsfähigkeiten der physisch unsichtbaren Materien oder Stoffe aufgeklärt zu werden, mit denen sie jeden Tag in Form ihres ganzen Seelenlebens, ihrer ganzen mentalen Entfaltung und Denkweise arbeiten müssen, und worauf ihre ganze Schicksalsbildung beruht. So ist diese Aufklärung über das Reaktionsvermögen seelischer oder kosmischer Stoffe, diese "kosmische Chemie", nichts geringeres als "Schicksalswissenschaft". Und diese bildet denn auch die Grundlage für die Entwicklung der Fähigkeit, die hier im "Livets Bog" später vorkommende Erklärung der Schicksalsbildung selbst zu verstehen.


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