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(289-638) 
 
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Die Identität des Ichs als ein "dreieiniges Prinzip", das die Bedingung für die Manifestationen eines Lebewesens ist  314. So kann das Ich seiner Eigennatur nach nicht als ein "Mensch", ein "Tier" oder eine "Pflanze" bezeichnet werden. Ja, es kann sich nicht einmal darauf berufen, überhaupt eine Form von "Lebewesen" zu sein, und ist damit seiner Eigennatur nach auch davon abgeschnitten, irgendeine Form von "Gottheit" zu sein. Alle Formen von Lebewesen, Gottheiten wie auch Menschen, Tiere und Pflanzen usw., sind etwas ganz anderes als das Ich.
      Was sind denn dann die "Lebewesen"? Die "Lebewesen" sind nichts anderes als einzig und allein – sich fortlaufend ändernde Situationen, ausgelöst von der Anknüpfung des Ichs an den Stoff oder die Materie. So sind diese Wesen nur Gekräusel auf der Oberfläche der Materie oder des Stoffs wie die Wellen auf der Oberfläche eines Sees, jedoch mit dem Unterschied, daß das Gekräusel auf der Oberfläche des Sees von dem unsichtbaren Wind verursacht wird, während das Gekräusel in der Materie oder im Stoff vom unsichtbaren Ich erschaffen ist. So sind alle Formen und Dinge an und für sich leblos und verdanken ihr Hervortreten und ihre Existenz ausschließlich dem hinter ihnen existierenden, unsichtbaren "Etwas", das sich durch eben diese Formen und Dinge indirekt als die Ichs offenbart.
      Das Ich oder das unsichtbare "Etwas" hinter jedem Organismus, hinter jeder Form oder hinter jedem Ding ist also die tiefste existierende Ursache von allem, was wahrgenommen, erlebt und manifestiert werden kann. Ohne dieses "Etwas" oder ohne ein Ich ist alles leblos, ist alles Stille, ist alles gleich dem Nichts. So ist die Materie ohne ein Ich gleich dem Nichts, ebenso wie das Ich auf dieselbe Weise ohne Materie faktisch gleich dem Nichts wird. Durch das "Gekräusel" der Materie oder des Stoffes, d.h. durch die Bewegungen oder Schöpfungsprozesse in der Materie, sind wir imstande, die Existenz des Ichs zu dokumentieren. Aber ohne diese Bewegungen oder Schöpfungsprozesse wären wir überhaupt niemals dazu gekommen, die Materie zu erleben. Sie wäre ohne das Ich auch völlig unmanifestiert. Wie die Wellen auf der Oberfläche des Sees nicht ohne den Wind entstehen konnten, so konnten die Bewegungen in der Materie auch nicht ohne das Ich entstehen. So sind wir zu zwei untrennbaren Realitäten gelangt: dem Ich und der Materie. Wir haben gesehen, daß die eine Realität überhaupt nichts ist ohne Verbindung mit der anderen und umgekehrt. So existieren sie nicht getrennt, sondern treten ewig vereint hervor, ja sie sind so untrennbar, daß sie zusammen in Wirklichkeit nur eine Realität bilden. Diese Realität besteht also, wie hier nachgewiesen ist, aus zwei von einander absolut abhängigen Prinzipien. Da aber die aus diesen beiden Prinzipien zusammengesetzte Einheit Energie oder Bewegung auslöst und da sich diese Bewegung wieder als logisch enthüllt, d.h. sich in planmäßiger Schöpfung entfaltet, entschleiert die Zusammenarbeit dieser beiden Prinzipien ein drittes Prinzip, nämlich "Bewußtsein", d.h. die Fähigkeit, schöpferisch tätig zu sein und zu erleben. An dieses letztere Prinzip sind die beiden ersten Prinzipien ebenso unlösbar geknüpft, wie sie untereinander unlösbar aneinander gebunden sind. Dies kommt unerschütterlich durch die Realität zum Vorschein, die durch meine Analysen nach und nach zur Tatsache wird, nämlich daß alles in der Struktur des Weltalls Intelligenz oder Logik enthüllt, was wiederum heißt, daß alles entsteht, um ein nützliches Ziel zu erfüllen, wodurch das göttliche Wort "Alles ist sehr gut" zu absoluter Wirklichkeit wird.
      So ist das Ich an zwei andere Prinzipien geknüpft, mit denen es eine unlösbare Einheit bildet. Und es ist diese Einheit, der wir im Dasein die Bezeichnung "Lebewesen" zuerkennen. Die genannten drei Prinzipien – das Ich, das Bewußtsein oder die Schöpfungs- und Erlebnisfähigkeit sowie die Materie oder der Stoff –, d.h. die drei Prinzipien, die wir schon als "X1", "X2" und "X3" kennen, sind also genau die drei Bedingungen, die erforderlich sind, damit ein "Etwas" als ein "Lebewesen" hervortreten kann.


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