Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Das Ich ist ewig, aber seine Hervorbringungen sind "zeitlich" oder "sterblich" |
315. Da aber das Ich oder das göttliche "Etwas" kein erschaffenes Ding ist und demnach über Zeit und Raum erhaben ist, hat es in aller Ewigkeit existiert.
So hat es absolut keinen Anfang und kann unmöglich ein Ende haben.
Alle Begebenheiten, die unter diese Begriffe fallen, liegen auf einer anderen Ebene als das Ich selbst, weil sie nur Situationen sein können, die die vom Ich in der Materie oder im Stoff hervorgebrachten Dinge betreffen.
So existiert das Ich sowohl vor als auch nach dem Erschaffenen.
Und eben hierdurch wird es als erhaben über die Zeit sichtbar, da diese nämlich nur Ausdruck für den Verlauf der Existenz der "erschaffenen" Dinge von ihrem Entstehen bis zu ihrem Aufhören sein kann.
Da aber "erschaffene" Dinge nur die Reaktionen des Ichs im Stoff oder in der Materie sein können, wird das Ich auch der Herr und Schöpfer der Zeit.
Außerdem ist es ja eine Tatsache, daß – wenn es eine Zeit gegeben hätte, in der das Ich ohne Bewußtsein und Organismus gewesen wäre, d.h. ohne Schöpfungsfähigkeit und Materie – diese beiden Realitäten dann aus dem Nichts entstanden sein müßten. Aber das ist ja eine Unmöglichkeit. "Etwas" kann nicht aus "Nichts" entstehen. Da die genannten Realitäten außerdem identisch mit den Hauptbedingungen für jede Form von Schöpfung sind, wäre eine solche also zu einem Zeitpunkt völlig ausgeschlossen, an dem das Ich ganz ohne diese Realitäten existierte. Die Anknüpfung des Ichs an die Schöpfungsfähigkeit und den Stoff hat also auch in aller Ewigkeit existiert. Die genannte Schöpfungsfähigkeit ist also kein "erschaffenes" Ding, sondern ist ein ewiges Prinzip, das in einem ewig fortwährenden Strom von Variationen zum Vorschein kommt. Mit jeder neuen Variation ist das Ich imstande, eine entsprechende neue Einwirkung oder Reaktion in der Materie hervorzubringen. Es ist diese Reaktion, die wir ein "erschaffenes Ding" nennen. Ein solches Ding hat also einen Anfang und ein Ende und ist deshalb als "zeitlich" oder "sterblich" zu bezeichnen, also ein Ding, das einmal begonnen hat und wieder aufhören wird. So besteht das, was "zeitlich" oder "sterblich" im Dasein ist, nicht aus der aus den drei "X" bestehenden Einheit, die das "Lebewesen" selbst ist, sondern aus den Hervorbringungen des erwähnten Wesens oder den "erschaffenen Dingen". |
Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.
Seitenübersicht