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(289-638) 
 
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Ein vorläufiger Einblick in die tiefste Ursache der kosmischen Chemie: das Lebewesen  322. Wir haben hier einen ersten Einblick in das tiefe Mysterium des "Lebewesens" bekommen und gesehen, daß es ein unlösbares Zusammenspiel von drei großen Grundprinzipien ist, das wieder durch dieses Zusammenspiel zu einer unerschütterlichen Einheit oder zu einem "dreieinigen Prinzip" wird. Bei diesem Zusammenspiel wird dieses Prinzip in Form des "Lebewesens" instandgesetzt, "zeitliche" oder "sterbliche" Realitäten hervorzubringen, mit denen es seine ewige Existenz und göttliche Identität als Schöpfer und Herr des Lebens verkündet oder offenbart.
      Da also das Ich seine Existenz und sein Bewußtsein nur durch Reaktionen im Stoff oder in der Materie verkünden kann und da diese Reaktionen gezwungenermaßen endlich oder zeitlich sind und da diese wieder das Einzige sind, was direkt wahrgenommen werden kann, wird also alles, was direkt erlebt werden kann, nur ein Erleben von zeitlichen oder endlichen Dingen. Kein Wunder, daß das Ich selbst oder die ewigen Prinzipien für jene Gruppe von Menschen ganz verschwinden, die sich noch in einem Stadium befinden, in dem sie nicht die Fähigkeit haben, sich das indirekte Erleben der ewigen Fakten anzueignen, was dem Individuum zu schenken ja das direkte zeitliche Erleben bezweckt. Daß alle Mitglieder dieser Gruppe deshalb die unsterbliche und ewige Natur ihres eigenen Ichs und aller der hieran geknüpften ewigen Faktoren verleugnen, ergibt sich natürlich von selbst. Und die hier skizzierte Analyse der ewigen Natur des Ichs soll denn auch kein befriedigendes Beweismaterial für diese Gruppe von Menschen sein, sondern nur ein vorläufiger Anhaltspunkt für den reifen oder absolut fortgeschrittenen, entwickelten Forscher. Für eine eingehendere Analyse muß ich auf die späteren Spezialanalysen des Themas im "Livets Bog" verweisen.
      Hier haben wir also nur einen vorläufigen Anhaltspunkt oder eine vorläufige Einschätzung über die tiefste Ursache der Schöpfung, der Energieauslösung oder des kosmischen Prozesses, den die Materie des Universums aufweist. So haben wir hier, bevor wir zur direkten Analyse der Materien oder der Stoffe übergehen, einen vorläufigen Eindruck von einem "kosmischen Chemiker" hinter der Reaktion der Stoffe oder ein Wissen davon bekommen, daß es hinter jeder Form von Energieauslösung ein "Lebewesen" gibt. Und daß es somit gleichgültig ist, ob es der Boden des Meeres oder der Kamm der Welle ist, gleichgültig, ob der tiefste Abgrund oder der ewige Schnee, das Brausen des Sturms oder die lautlose Meeresstille, die jagende Wolke oder der unerschütterliche Felsblock, ob es das glühende Innere der Sonne ist oder ob es die vereisten Meere an den Polen sind, gleichgültig, ob es die Blumenpracht der Wiese ist oder ob es die öden Sandberge der Wüste sind, denn all diese Realitäten, ihre Form, Farbe, Konsistenz oder das ganze Hervortreten sind kosmisch-chemische Prozesse, sind Resultate von Bewußtsein, Gedanke und Wille ebenso wie alle von Menschen hervorgebrachten Realitäten: Häuser, Maschinen, Schiffe, Kunst, Literatur und so weiter. Nichts kann entstehen, ohne identisch mit den Wirkungen der beiden vorausgehenden Prinzipien zu sein, dem "göttlichen Etwas" und seiner "Schöpfungsfähigkeit". Diese beiden Prinzipien sind unerschütterlich in absolut allem sinnlich Wahrnehmbaren, in allem "Sichtbaren" zur Stelle. Sie offenbaren sich dem entwickelten Beobachter sowohl im Mineral als auch in Fleisch und Blut.


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