Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Das "Überbewußtsein" und der Wille |
327. Das Wachsen eines Wesens durch diese beiden Entfaltungsformen ist also dasselbe wie die Passage durch das, was ich im ersten Band des "Livets Bog" als eine "Entwicklungsspirale" bezeichnet habe.
Von den beiden genannten Realitäten kennen die Leser die erste bereits gut, weil sich alle Lebewesen hier auf Erden gerade in dem Teil der Spirale befinden, in dem sie die vorherrschende ist.
Weniger bekannt ist dagegen die "Einwicklung", die, wie wir später sehen werden, erst auf ganz anderen Daseinsebenen stattfindet.
Die Manifestation des Lebewesens ist diesem ewigen Rhythmus unterworfen. Das "Überbewußtsein" wird von Stadium zu Stadium durch die ganze Spirale geführt. Diese Erscheinung geht also auf der Grundlage von "Talentkernen" im "Schicksalselement" vor sich. Da aber die "Talentkerne" nur als Resultate vorausgegangener eingeübter Manifestationsarten existieren können und da diese in ihrem ersten Ursprung in Form von "A-Wissen" nur als gehirnbewußte Willensakte existiert haben können, wird also die gegenwärtige Führung des "Überbewußtseins" durch die Stadien hindurch, seine Anziehung und Abstoßung der verschiedenen Energien oder Stoffe dieser Stadien, ein Resultat der früheren tagesbewußten Willensakte oder Dispositionen des Wesens, obwohl die gegenwärtige Führung ganz außerhalb des gegenwärtigen wachen Tagesbewußtseins des Wesens liegt. Obwohl das "Überbewußtsein" in seiner Entfaltung automatisch funktioniert und außerhalb des Tagesbewußtseins des Wesens wirkt, ist es dennoch eine Frucht oder ein Resultat des früheren bewußten Willens dieses Wesens. Wenn aber dieser Wille, der also seinen Sitz im Tagesbewußtsein hat, die erste, tiefste Ursache der Natur und Funktionsweise des "Überbewußtseins" ist, dann wird es hier sichtbar, daß es das Wesen ist, das durch sein Tagesbewußtsein den zukünftigen Charakter und die zukünftigen Manifestationseigenschaften erzeugt und nicht umgekehrt, genauso wie dieses Wesen mit einem früheren Tagesbewußtsein die besondere Reaktionsfähigkeit seines gegenwärtigen "Überbewußtseins" erzeugt hat. So besteht die Natur des "Überbewußtseins" in Wirklichkeit nur aus den Reaktionen eines früheren Tagesbewußtseins. Das gegenwärtige tagesbewußte Hervortreten und die Willensakte des Wesens sind also absolut entscheidend dafür, wie sich sein "Überbewußtsein" in einem kommenden neuen physischen Leben äußern wird. So kann das Wesen heute bewirken, daß sich sein zukünftiges "Überbewußtsein" als vollkommen äußert, seinen Urheber zum Genie macht, aber es kann auch mit seinem Tagesbewußtsein heute bewirken, daß dieses "Überbewußtsein" in der Zukunft seinen Urheber in seinem physischen Hervortreten geistesschwach oder geisteskrank macht. |
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