Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Siehe das Symbol Nr. 9 im neuen Fenster. |
| Das Weisheitsreich. Die Materialisation und die Dematerialisation der Wesen als Willensakt |
363. Wir haben nun gesehen, daß das wahre Menschenreich immer stärker vom irdischen abweicht.
Seine Entwicklung geht, sowohl in bezug auf Körperbau als auch auf Hervortreten, in die Richtung, immer weniger physisch zu sein.
Aber bereits mit diesem neuen Zustand wird ein noch höher liegender Zustand der Wesen in seinem Anfangsstadium erkennbar.
Ebenso wie das wahre Menschenreich beginnt, sich im Zustand des Tieres oder des Erdenmenschen bemerkbar zu machen, ebenso beginnt ein noch höheres Reich, sich in der zweiten Hälfte der Spiralzone der wahren Menschen im Zustand dieser Wesen geltend zu machen.
Da die "Intelligenzenergie", wie das Symbol zeigt, in diesem neuen Reich kulminiert, habe ich dieses Reich das "Weisheitsreich" genannt.
Damit sind wir zu einer Zone vorgedrungen, in der sich die physische Welt im Hintergrund zu verlieren beginnt.
In diesem vierten Reich der Spirale ist jegliche Materie strahlende Intellektualität.
Die gröbsten oder verdichtetsten Materien sind "physische Gedanken".
Wir befinden uns nun in einer Welt, in der selbst die Lufternährung aufgehört hat und wo die Ernährungsquelle des Wesens ausschließlich reine Gedankenmaterie ist, ergänzt durch die ungeheure Liebesatmosphäre, die unweigerlich eine Folge der völligen Erfüllung der Lebensgesetze sein muß, die allein hier in der Heimat und Kulminationszone der Intellektualität herrschen kann.
Die Manifestationskörper sind hier nur durch bewußte Gedankenkonzentrationen zusammengehalten. Sie werden ausschließlich nach den gegebenen Situationen "materialisiert" und geformt, in denen sie ihrem Besitzer dienen sollen, und werden "dematerialisiert" oder aufgelöst, sobald diese Situationen vorbei sind. Das Wesen ist hier also in dem Maße von der Materie befreit oder ihr derartig überlegen, daß die früher angeführte "Sichtbarmachung" oder "Unsichtbarmachung" nicht allein ein Hauptfaktor im Dasein des Wesens ist, sondern daß sie auch ein bloßer Willensakt ist. Sich seinen Freunden zu "zeigen" ist hier keine schwere und beschwerliche Formalität wie in der physischen Welt, wo das Wesen zuweilen seinen physischen Körper, der eine schwere, verdichtete Materienmasse ist, über Meere und Länder, Tausende von Meilen dorthin bringen muß, wo es sich persönlich sichtbar zeigen will. Hier in der Heimat der Intellektualität existieren keine Entfernungen und hier existiert daher auch nichts, was man "reisen" nennt. Der Manifestationskörper des Wesens wird nur bei Bedarf aufgrund des Wunsches oder Willens des Wesens zugunsten der Ausübung des Gedankenaustausches zwischen ihm selbst und dem oder denen, mit denen es in Verbindung treten will, "materialisiert" oder sichtbar gemacht. Wenn sich der Erdenmensch einem anderen Wesen persönlich zeigen will, dann muß er mit diesem Wesen im selben Raum sein und muß daher seinen Körper in diesen Raum bringen. Dies gilt nicht für das "Weisheitswesen". In der Welt dieses Wesens sind, wie gesagt, alle Entfernungen beseitigt und alle Wesen sind gewissermaßen "im selben Raum". Sie brauchen daher nicht "zu reisen", um sich "einander persönlich zu zeigen". Sie brauchen nur "auf die gleiche Wellenlänge", d.h. in diesem Fall in einen bestimmten sympathischen geistigen Kontakt, zu kommen. Dies geschieht durch eine Gedankenkonzentration oder durch einen ganz bestimmten Willensakt, und die Wesen werden ganz unabhängig von Entfernungen gegenseitig sichtbar, können einander hören, sehen und fühlen. Das gegenseitige Erscheinen der Wesen beruht hier also in Wirklichkeit nicht auf einer Entfernungsänderung, sondern vielmehr auf einer Zustandsänderung. |
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