Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Siehe das Symbol Nr. 9 im neuen Fenster. |
| Weshalb der Erdenmensch von der Materie gefesselt und das himmlische Wesen von ihr befreit ist |
370. Im Hinblick auf den ungeheuer hohen Standard, auf dem sich dieses Bewußtseinsleben befindet (alle Wesen denken hier ja ausschließlich vollkommen und empfinden die größte Sympathie und Liebe zu allen Mitwesen; sie leben nur, um diese glücklich zu machen), wird es verständlich, welch unermeßlich göttliches Erlebnis es ist, sich in dieser himmlischen Welt zu befinden.
Man wird auch verstehen, welch göttlicher Segen darin liegt, daß das innere Bewußtseinsleben dieser Wesen hier eine "äußere" Welt ist, das allen zugänglich ist, alle ohne Ausnahme durchdringen, umarmen oder in seinen intellektuellen Liebesmantel einhüllen kann.
Man versteht auch, wie wunderbar vollkommen es ist, daß dieses Prinzip nicht in der Zone der Erdenmenschen vorhanden ist, wo das Bewußtseinsleben alles andere als intellektuell vollkommen oder liebevoll ist.
Es ist ein Segen, daß der Haß, der Neid und die Eigenliebe, die Mordlust oder Zerstörungswut den Mitwesen nur indirekt durch die schwere äußere physische Welt offenbart werden kann.
Es ist gut, daß das Bewußtseinsleben bei den Wesen in der Zone des Tieres eine innere Welt ist, die nur dann sichtbar werden kann, wenn es einige seiner aus Fleisch und Blut, Erde und Wasser, Stein und Metall bestehenden Fesseln gesprengt hat.
Und es ist gut, daß diese Wesen also tatsächlich nur "im Schweiße ihres Angesichts" den Mitwesen ihr primitives inneres Bewußtseinsleben zugänglich machen können.
Ein Bewußtseinsleben, das absolut vollkommene Intellektualität und Liebe ausdrückt, das damit in absolut vollkommenem Kontakt mit den fundamentalen Weltgesetzen steht und sich deshalb in entsprechend hohem Maße ausschließlich in Harmonie mit der Gottheit befinden kann, braucht nicht in die Zwangsjacke der Materie oder der Stoffe gesteckt zu werden. Diese ist nur für Wesen, die nicht der Vorsehung helfen wollen, die Mitwesen zu beschützen, zu liebkosen und zu erfreuen, sondern sich ausschließlich selbst anbeten. Für solche Wesen ist die schwere Materie ein Segen, weil sie genau das Material bildet, aus dem das Entsetzen und der Totentanz, die Hölle und das Fegefeuer erschaffen werden können, die die gefrorenen Eisblöcke des Egoismus zu Intellektualität und Liebe umzuschmelzen vermögen. |
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