Stern-Symbol im Menü


Lesen und suchen im Das Dritte Testament
   Ziff.:  
(289-638) 
 
Erweiterte Suche
Siehe das Symbol Nr. 9 im neuen Fenster.    

 

Das Ich als der "feste Punkt"  381. Um zu verstehen, wie ein solches Dasein empfunden wird, das auf einer derartigen Form des Erlebens beruht, muß man sich die feste physische Materie wegdenken, die man hier im Tierreich als tragende Unterlage für seine Existenz und Erscheinung hat. Wenn man diese Materie entfernt, liegt zunächst die Vorstellung nahe, daß man glaubt "zu fallen". Alles hier in der physischen Welt fällt, bis es auf die eine oder andere feste Unterlage trifft. Alle Bewegungen beruhen auf diesem Fallen. Doch dies liegt, wie schon gesagt, an dem permanenten Lebenswillen des Erdball-Ichs. Dieser Wille tritt als Automatfunktion auf, was ja für das Reinkarnationsprinzip in seiner Kulmination oder für die Einkapselung der Wesen in permanente Körper aus fester physischer Materie unbedingt notwendig ist. In der "göttlichen Welt" aber, wo es keine permanenten Körper gibt, weil das Reinkarnationsprinzip dort latent ist und nicht in festen oder permanenten gebundenen Materien vorkommt, gibt es auch keine festen Planeten, ja kein einziges festes Ding welcher Art auch immer. Wir befinden uns vollständig außerhalb des Beginns der Schöpfung. Wir sind selbst der allerinnerste Kern des Schöpfers. Wir sind jenseits aller Organismen oder Körper. Sie existieren hier ja auch nicht. Das Ich befindet sich hier in seiner eigenen absoluten Welt, nur mit seinem "Überbewußtsein" ausgestattet. Dieses ist aber eine vollständige Automatfunktion – gesteuert und geleitet durch das in diesem "Überbewußtsein" wohnende "Schicksalselement" mit seinem Inhalt von Myriaden von "Talentkernen". Das "Überbewußtsein" ohne "Unterbewußtsein" und damit ohne "Tages-" und "Nachtbewußtsein" gibt dem Individuum keinerlei Möglichkeit, in irgendeiner Form das Leben zu erleben. Daher ist das Ich unaufhörlich an sein "Unterbewußtsein" geknüpft. Es gibt also niemals einen Zeitpunkt, wo es kein "Tages-" oder "Nachtbewußtsein" hat, d.h., daß es niemals einen Zeitpunkt gibt, an dem das Ich nicht das Leben erleben kann. Dieses Erleben besteht wiederum ausschließlich darin, schöpferisch tätig zu sein, was dasselbe ist wie Materie zu kombinieren. Materie zu kombinieren ist dasselbe wie Bewegung zu entfalten. Bewegung ist dasselbe wie Materie zu verlagern. Materie läßt sich nur mit Hilfe von Energie oder Kraft verlagern. Kraft ist ihrer höchsten kosmischen Analyse nach eine Bewußtseinseigenschaft. Da Bewußtseinseigenschaften wieder nur an ein Ich geknüpft sein können, wird dieses somit der "feste Punkt" für jegliche Materie, für jegliche Bewegung, Schöpfung oder jegliches Erleben.
      Daß die Wesen dies nicht in der physischen Welt erleben, beruht darauf, daß die Erlebnisse hier nur indirekt geschehen. Diese indirekte Wahrnehmung hat ihren Sitz in Organen aus physischer Materie. Da die Wesen der physischen Welt noch nicht kosmisch wahrnehmen können, vernehmen sie die indirekte Wahrnehmung als direkt, da sie ja glauben, eins mit der Materienansammlung zu sein, die den physischen Körper bildet. Und physische Körper müssen eine Unterlage aus fester tragfähiger Materie haben. Physische Materien müssen somit auf anderen physischen Materien ruhen oder liegen. Und da diese Wesen nur in der physischen Welt wahrnehmen können, kennen sie diese ihre eigene göttliche Erhabenheit nicht, wissen nicht, daß ihr "Überbewußtsein" oder Ich die Materie trägt, und nicht umgekehrt die Materie das Ich.


Kommentare bitte an das Martinus-Institut senden.
Fehler- und Mängelanzeigen sowie technische Probleme bitte an Webmaster senden.