Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Siehe das Symbol Nr. 9 im neuen Fenster. |
| Wenn das Wesen eins mit dem Herrn über Zeit und Raum ist. Ein Tag ist für die Wesen wie tausend Jahre, und tausend Jahre sind wie ein Tag |
385. Aber das Dasein der in der "göttlichen Welt" beheimateten Wesen beruht ausschließlich auf den alleredelsten Instinkten, Talenten oder Anlagen in ihrem Überbewußtsein.
Alle niedrigeren Tendenzen sind hier ohne Ausnahme ebenso unmöglich wie vegetabilisches und animalisches Leben auf der Sonne.
Daher leuchten alle Wesen ausnahmslos mit einer absolut harmonischen Liebesflamme.
Es kann natürlich, wie schon gesagt, ein ungeheurer Unterschied in Umfang und Farbe der Flammen bestehen, aber gemeinsam für alle ist, daß sie die vollkommenste Liebe ausdrücken und in einer ebensolchen Harmonie mit den Gesetzen des Lebens stehen.
In dieser intellektuellen Sonnenwelt erlebt der irdische Gast das Leben in überwältigender Fülle. Er befindet sich hier im Kern des Lebens. Er ist auf dem Thron Gottes. Er entdeckt sehr schnell, daß er eins mit dem Herrn über Zeit und Raum ist. Auf das geringste Gebot seines Gedankens hin formt sich die Materie nach seinem Willen. Die Formen und die Gestalten materialisieren und dematerialisieren sich nach seinem Wunsch. Die Materie gehorcht dem Ich. Und die Welten und Wesen treten lebendig am Fuße von Gottes Thron in Erscheinung. Der überwältigte Gottessohn erlebt nahe und ferne Zeiten, Orte und Räume in demselben "Jetzt" und an demselben "Ort". Für den Sohn der Vorsehung existiert kein "gestern" oder "morgen". Alles leuchtet und funkelt mit der Klarheit eines ewigen Tages. Nur ein endloses "Jetzt" kennzeichnet das Leben für den Herrn der Materie. Tausende von Meilen weite Ozeane, Ebenen, Wälder und Berge, Hunderte von Welten mit Menschheiten, Tierarten, Mineral- und Pflanzenreichen, Tropen- und Polarzonen, Hunderte von anderen Welten mit Feuer- und Flammenzonen, mit kochenden Mineralien und mit Atmosphären aus Metalldämpfen, Schöpfungsprozessen, Entstehung und Untergang von Planeten, Formbildungen der Wesen, Anfang, Kulmination und Ende von Kulturen, ja, der gesamte Kreislauf im Makrokosmos und Mikrokosmos wird vom Gottessohn erfaßt und erlebt, ohne daß er sich auch nur einen Millimeter im Raum bewegt oder nur den Bruchteil einer Sekunde in der Zeit zurücklegt. Wahrhaftig, für die ewige Gottheit und für den, der eins mit ihr ist, sind ein "Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag". |
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