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(289-638) 
 
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Das Gedächtnis. Die Empfindung eines "ewigen Daseins". Die Fähigkeit der Wesen, in der Zeit zurückzuwandern  387. Wenn die oben geschilderte Welt, die in Wirklichkeit die allerhöchsten Zinnen des Lebens bildet, so strahlend werden konnte, wie es der Fall ist, dann ist dies natürlich auch der großen Fülle einer anderen intellektuellen Fähigkeit zu verdanken: nämlich dem "Gedächtnis".
      Wie aus dem Symbol hervorgeht, ist die "Gedächtnisenergie" in der "göttlichen Welt" sehr stark ausgeprägt und kulminiert im nächsten Reich, dem "Seligkeitsreich". Da die Fähigkeit, diese Energie zu gebrauchen, in der irdischen Zone nicht sehr ausgeprägt ist, ist natürlich auch das Wissen des Erdenmenschen über diese Fähigkeit entsprechend begrenzt. Der Erinnerungshorizont des Erdenmenschen ist von so geringer Weite, daß die Grenzen dieses Horizonts ein gutes Stück innerhalb jenes Zeit- und Raumgebietes liegen, das die Begrenzung für sein jetziges physisches Leben, d.h. für die Existenzzeit seines physischen Körpers, bildet. Diese Existenzzeit wird im "Livets Bog" auch als "Erdenleben" bezeichnet.
      Da das "Gedächtnis" dasselbe ist wie die Fähigkeit, in der erlebten Zeit vorwärts und rückwärts zu wandern, ist es verständlich, daß die Fähigkeit des Erdenmenschen, in der Zeit vorwärts und rückwärts zu wandern, sehr begrenzt ist. Dieses Wesen kann nicht einmal bis zu seiner eigenen Geburt oder sonstigen Einzelheiten in den ersten Jahren seines jetzigen physischen Lebens zurückgehen, ja es kann sich ja nicht einmal aller Einzelheiten seines Lebens entsinnen, die eine Woche oder gar nur einen Tag zurückliegen. Da das "Gedächtnis", wie gesagt, in der "göttlichen Welt" ganz anders hervortritt, da es ja in dem ihr folgenden Reich der Spirale kulminiert, ergibt sich, daß in ihr ein ganz anderer Zugang "zum Wiedererleben" des schon Erlebten möglich ist. Hier gibt es keine Reinkarnation mit beschwerlichen Todes- oder Geburtsprozessen, die die Wanderung des Wesens zurück zu früher erlebten geistigen Gebieten versperren.
      Wie schon gesagt geschieht die Körpererneuerung permanent durch gedankengehorchende Materien, und der Geburts- und Todesprozeß geht ausschließlich in Form von voll bewußten, angenehmen, willensbestimmten Materialisationen und Dematerialisationen vor sich, wodurch das Dasein, wie ebenfalls schon erwähnt, dem Wesen die Empfindung eines "ewigen Daseins" gibt. Von diesem "ewigen Dasein" kann das Wesen somit in der "göttlichen Welt" durch sein Erinnerungsvermögen große Bereiche von Einzelheiten früher erlebter Zeiten wiedererleben. Es vermag demnach, in der Zeit enorm weit zurückzuwandern. Dies gilt natürlich in besonderem Maße für die am höchsten entwickelten Wesen dieser Zone. Die Fähigkeit, in der Zeit zurückzuwandern, ist dagegen beim Erdenmenschen, der die "göttliche Welt" nur auf der Durchreise von einem physischen Erdenleben zum nächsten erlebt, anders begrenzt, obwohl sein Gedächtnis hier natürlich nicht mehr durch physische Materien behindert ist. Hier in der "göttlichen Welt" kann der Erdenmensch also nur zu Gebieten aus einigen wenigen früheren Leben zurückgehen, während das in dieser hohen Zone beheimatete Wesen zu Gebieten aus Hunderten von früheren Leben zurückgehen kann, um im nächsten Reich, dem "Seligkeitsreich" oder der "Gedächtniswelt", in den gesamten Zeitraum oder Kreislauf der gegenwärtigen Spirale zurückgehen zu können.


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