Lesen und suchen im Das Dritte Testament
| Siehe das Symbol Nr. 9 im neuen Fenster. |
| Das Tagesbewußtsein des Wesens wird zum "Seligkeitsreich" überführt. Diese Überführung geschieht, weil das Wesen vom Lichtdasein im höchsten Reich der Spirale gesättigt ist. Die Bewegung des Wesens durch die Reiche der Spirale geschieht ausschließlich aufgrund seiner eigenen Wünsche und Sehnsüchte |
391. Wie aus dem Symbol hervorgeht, nimmt die "Gedächtnisenergie" in der "göttlichen Welt" stark zu.
Und mit diesem Zunehmen wird das Erleben des Wesens immer mehr zu einer Bewegung vorwärts und rückwärts innerhalb früher erlebter Zeiten, zu einem Wiedererleben seiner in diesen Zeiten erlebten Dinge.
Und nach der Kulmination der "Intuitionsenergie", d.h. nach der allerhöchsten Bewußtseinsentfaltung des Wesens nach außen, hinein in die Materie, nach seiner allerhöchsten Sichtbarmachung oder Kommunikation mit den Mitwesen, degeneriert diese äußere Manifestation zugunsten des Erinnerungs- oder Wiedererlebens seiner erlebten Passage durch die ganze Spirale.
Dies bedeutet wiederum, daß das wache Tagesbewußtsein des Wesens immer mehr in seinen Erinnerungsbereich verlagert wird, d.h. in seine eigene erschaffene "innere Welt".
Nach außen hin werden seine intellektuellen Manifestationen immer mehr latent.
Die Manifestationen nehmen somit stark ab, die Glorie oder Aura glüht und strahlt immer weniger und schließlich zeigt das Wesen nach außen hin kein waches Tagesbewußtsein mehr.
Nur eine Reihe von Automatfunktionen markiert das Hervortreten des Wesens im Dasein.
Das Wesen befindet sich nun nicht mehr in der "göttlichen Welt", sondern ist Bürger des letzten Reichs der Spirale geworden, des "Seligkeitsreichs" oder der Welt der "Goldkopien".
Mit der Kulmination der hochintellektuellen Domäne des Wesens in der "göttlichen Welt", die wiederum in einem vollständig von Sorgen und Leiden befreiten Dasein resultierte, entwickelt sich gleichzeitig eine zunehmende Übersättigung dieses von Unbehagen völlig freien Lebenserlebens. Und diese Sättigung wird das auslösende Moment für einen Wendepunkt der ganzen Lebensform des Wesens und seines Verhältnisses zur Vorsehung oder zur Gottheit. Ebenso wie die Sättigung in der rein materiellen oder physischen Welt Abstoßung oder Ekel vor dem erzeugt, dessen man satt ist, wodurch auf göttliche Weise ein "Überessen" verhindert wird, genauso hat die Sättigung auch in jedem der Reiche der Spirale ihre Mission. Es gibt kein Geschöpf, das eine Zone oder ein Spiralreich verlassen kann, bevor es nicht von den besonderen Traditionen oder Lebensformen des betreffenden Reichs absolut gesättigt ist. Solange diese Dinge dem Wesen noch zusagen und es daher noch glücklich machen, so lange ist es ihm völlig unmöglich, in ein anderes geistiges Reich zu kommen. Die Sättigung schafft somit die Möglichkeit oder den Raum für den Wunsch, den Kontrast des derzeitigen Erlebens zu erleben. Ebenso ist es ein Ausdruck für diese Sättigung, wenn man z.B. von einer Sache sagt, daß man sie bis zur Trivialität erlebt hat. Da dieses Gesetz der Sättigung natürlich auch in der "göttlichen Welt" gilt, weil sie ganz einfach für den Kreislauf des Lebens absolut unentbehrlich ist, erleben die Wesen folglich auch in Wirklichkeit in dieser hohen Welt das Licht, das vollkommene Dasein, den Genuß des Behagens und der Liebe in einem solchen Maße, daß diese Erlebnisse schließlich geradezu "trivial", abgedroschen oder ausgesprochen "langweilig" werden. Und wir erkennen hiermit, daß das "Prinzip des Sündenfalls" – d.h. die Lust, die Gesetze der jeweiligen Zone zu übertreten und sich eine andere Daseinsform anzueignen, die eben die Freude und das Glück geben kann, die man aufgrund der Sättigung in der Zone, zu der man gehört, nicht mehr erreichen kann – auch in Gottes eigener Welt gegenwärtig ist. Und das ist ein Glück! Denn wenn es nicht so wäre, würde der Kreislauf des Lebens hiermit aufhören. Die Wesen wären ewig dazu verurteilt, sich an Dingen "zu Tode zu essen", von denen sie schon längst übersättigt sind. Sie wären gezwungen, sich mit Dingen zu beschäftigen, die für sie der Inbegriff von Langeweile, ja, geradezu von Ekel sind. Die "göttliche Welt" würde, trotz ihrer Identität als Gottes eigene Welt, trotz ihres strahlenden intellektuellen Lichtes und ihrer strahlenden intellektuellen Liebe, für ihre Bewohner zu einer Hölle werden. Dies ist jedoch nicht der Fall. Die "göttliche Welt" kann aufgrund des Kreislaufprinzips des Lebens niemals zu einer Hölle werden, weil sich die Wesen frei und ungebunden nach eigenem Begehren oder unabweisbarem Wunsch von Zone zu Zone bewegen können. Jegliche Verwandlung der Zustände geschieht ja ausschließlich aufgrund der Wünsche und Sehnsüchte der Wesen selbst. Und niemand verläßt oder betritt daher die himmlischen Welten ohne sein eigenes Begehren oder ohne seinen absolut eigenen Willen. |
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