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(289-638) 
 
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Durch das Sattsein des Lichtdaseins wird die Willensführung des Wesens immer mehr auf den "Egoismus" ausgerichtet, es vergehen jedoch noch unermeßliche Zeiträume, bevor die unbehaglichen Wirkungen dieser Willensführung eintreten  392. Nach der Sättigung vom Lichterleben in der "göttlichen Welt" wendet sich die Interessenssphäre des Wesens immer mehr von dem festen "Jetzt" ab und richtet sich mit zunehmender Stärke auf früher erlebte Zeiten, zu denen es ja nun durch sein alles beherrschendes Erinnerungsvermögen Zugang hat. Sein Tagesbewußtsein wird in diesen Erlebnissen zunehmend lebhafter, und das Wesen ist, wie schon gesagt, Bewohner im letzten Reich der Spirale, dem "Seligkeitsreich" geworden.
      Mit dem Interesse an früher erlebten Zeiten ist jedoch nun eine Wende in den geistigen Funktionen des Wesens eingetreten, die enorme Bedeutung erlangen wird. Diese Wende ist in Wirklichkeit nicht mehr und nicht weniger als die erste Tendenz der Willensführung in eine Richtung, die später in der kommenden neuen Spirale als Fundament für das "tötende Prinzip" kulminieren wird, nämlich der Willensführung, die hier in den irdischen Zonen unter dem Begriff "Egoismus" wohlbekannt ist. Aber in der "göttlichen Welt" bekommt diese Tendenz der Willensführung natürlich nicht eine solche Macht, daß hier von Disharmonie und Leiden die Rede sein könnte. Ganz im Gegenteil; es muß noch unermeßlich viel Zeit vergehen, ehe dem in den höchsten Lebensformen kulminierenden Wesen wieder ein Leid geschehen kann. Die egoistische oder selbstsüchtige Tendenz berührt also in dieser unermeßlichen Zeit die Mitwesen des Geschöpfes in keiner Weise. Sie hat nur die Wirkung, daß das vorher so selbstlose Wesen nun allmählich "müde" geworden ist und gleichsam danach strebt, von dem vielen "Dienen an seinem Nächsten" auszuruhen. Diese "Müdigkeit" bringt das Wesen immer mehr in einen Zustand, in dem es der "äußeren" Welt gegenüber ruhiger und von ihr weniger in Anspruch genommen wird, was die Erinnerungsfunktion in höchstem Maße begünstigt. Und es ist gerade diese "Müdigkeit" oder "Sättigung" vom bis zum Überfluß genossenen göttlichen Lichtdasein, die das Wesen in den Einzelheiten seiner "inneren" Welt Erquickung oder Stärkung finden läßt. In ihr kann es sich in andere Zeiten und Verhältnisse zurückversetzen. Und je größer der Kontrast ist, den diese Zeiten und Verhältnisse zu seiner jetzigen "äußeren" Welt bilden, desto größere Seligkeit oder Behagensempfindung fühlt das Wesen, wenn es diese in seine Erinnerung zurückruft.


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