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(289-638) 
 
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Die "Seligkeitswesen" haben "den Lauf vollendet" und sehen die Leiden von "Gottes eigenem Aussichtspunkt" aus  400. Und wie blendend und strahlend ist dieses "Wiedersehen" der Vergangenheit. Über dieser schönen Zone der Spirale liegt der Glanz des Märchens. Alle Erinnerungen, ja selbst die finstersten, werden als ungeheuer strahlende Erlebnisse wiedererlebt und stellen die Erinnerungen an die eben erlebte höchste Sphäre oder "göttliche Welt" in den Schatten. Hierbei muß man jedoch bedenken, daß die Sättigung des Wesens von jener Welt ja noch in außerordentlichem Maße vorherrscht.
      Für die Bewohner des "Seligkeitsreichs" wird der Aufenthalt in diesem Reich zu einem totalen Wiedererleben all ihrer vergangenen Erlebnisse aus allen Reichen der Spirale. Die Erlebnisse sind hier also keine "Neuerlebnisse" wie in der "äußeren Welt", statt dessen bringen sie eine außerordentlich große "Wiedersehensfreude". An keinem einzigen Erlebnis haftet noch die geringste Form von irdischer Finsternis, wie Bitterkeit oder Haß; nichts und niemand wird hier gehaßt. Nicht einmal den Erinnerungen an Mord und Verbrechen haften hier die allergeringsten Formen der Atmosphäre des Entsetzlichen an, die alles und alle in der irdischen Sphäre umhüllt. Man muß hierbei bedenken, daß die "Seligkeitswesen" alle Wesen sind, die sich eben noch in der Zone der Gottheit selbst aufgehalten haben und die bis zum Überfluß die göttliche Heiligkeit und Reinheit seines Angesichts erlebt haben, d.h. die die absolute Vollkommenheit des Universums oder des Alls – und dessen unerschütterliche haarfeine Gesetze der Gerechtigkeit, was wieder dasselbe ist wie kulminierende Intellektualität und Liebe – erlebt haben. Diese Wesen tragen noch das "Abbild Gottes, ihm gleichend" in ihrem Tagesbewußtsein. Sie sind noch "eins mit dem Vater". Sie haben "den Lauf vollendet", d.h. sie haben den gesamten Kreislauf erlebt, und damit haben sie die göttliche Absicht erlebt, die hinter der Finsternis und den Leiden steht. Sie haben die äußerste Konsequenz der Leiden erlebt und wissen, daß diese Leiden in Wirklichkeit die Pforte zum "Himmelreich" bilden.
      Ohne ein Erleben der Finsternis könnte unmöglich ein Erleben des Lichtes erschaffen werden. Die "Seligkeitswesen" haben sich daher die Sichtweise der Gottheit über die wahre Mission der Leiden zu eigen gemacht und wissen, daß sie das Fundament für die Existenz der Liebe bilden. Sie sehen, daß Licht und Finsternis für die Lenkung des Weltalls oder für die Erschaffung des Lebenserlebens der Lebewesen gleichermaßen unentbehrlich sind. Und ohne diese Sichtweise könnten sie ja auch nicht "eins mit dem Vater" sein. Mit der göttlichen Intellektualität oder Klarheit dieser Überzeugung, die von aller "Dummheit" und deren treuer Gefolgschaft wie bösartiger Kritik und Mißfallensäußerung gereinigt ist, haben die Wesen in höchstem Ausmaße die Reife erlangt, um das unermeßliche Panorama ihres Lebens mit allen seinen Phasen, sowohl in den düsteren Klüften und Abgründen wie auch auf den sonnenbeschienenen Zinnen des Glücks, wiederzusehen. Ja, so göttlich weise tritt das Dasein des Lebewesens hervor, daß das Wiedererleben der finstersten Zone des Kreislaufs geradezu die größte Wiedersehensfreude gewährt. Und gerade durch diesen Umstand wird die Zone des Wiedererlebens zum "Seligkeitsreich".


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