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Das Urteil des Tages des jüngsten Gerichts über die Wesen. Der "neue Himmel" und die "neue Erde"  417. Der "Tag des jüngsten Gerichts" bedeutet in diesem Fall eine Zeitperiode, in der über die Handlungen oder die Lebensweise der Menschen das "Urteil gesprochen" wird. Diese "Urteilsverkündung" geschieht in Gestalt all der Leiden, die die verkehrte Auffassung vom Weltbild und von den Lebensgesetzen und die hiermit verbundenen irrtümlichen, fehlerhaften Manifestationen oder Lebensweisen mit sich gebracht haben. "Durch Schaden wird man klug". Und die Menschen werden durch die Leiden in ihren vielen Erdenleben immer klüger und kommen schließlich zu der Erkenntnis der Disharmonie zwischen ihrer eigenen Lebensweise und den Gesetzen, welche die Grundlage für Frieden und Harmonie und damit für das Glück im Schicksal eines jeden Wesens bilden. Und mit dieser Erkenntnis werden sie befähigt, das unfehlbare "Urteil" dieses "Tages des jüngsten Gerichts" über ihre Häupter zu akzeptieren. Aber dieses "Urteil" ist kein Todesurteil. Es ist vielmehr ein "Urteil" ganz anderer Art, das die Liebe und damit das Leben und die Freude mit außerordentlicher Kraft zum Keimen bringt. Dieses "Urteil" ist in Wirklichkeit das, was der Menschheit unter dem Begriff "der heilige Geist" prophezeit und verheißen wurde. Der "heilige Geist" ist wiederum dasselbe wie die höchste Weisheit, d.h. die absolute Erkenntnis, die die Gottheit selbst über das Leben oder Dasein hat. Eine höhere Wissenschaft als diese gibt es also nicht. Mit dem "Tag des jüngsten Gerichts" wird also den Menschen diese Weisheit zuteil. Das Eindringen dieser Weisheit in die Gehirne und Herzen und die hierauf beruhende Hochintellektualität ist der verheißene "neue Himmel". Die praktisch und vollkommen durchgeführte Liebesentfaltung, umgeformt in Gewohnheitsbewußtsein oder Automatfunktion in der Lebensweise der Wesen, ist die verheißene "neue Erde".


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