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(289-638) 
 
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Die Reaktion zwischen der "Schwere-" und der "Gefühlsenergie". Die "Schwereenergie" liegt allen sexuellen Kräften zugrunde, sowohl denen, die die Fortpflanzung fördern, als auch denen, die die dynamische Kraft in allen Dingen fördern. Alle Auslösungen des Prinzips "zu töten" sind vom Willen geleitete "Schwereenergie"  430. Man muß sich also klarmachen, daß die sexuellen Kräfte in der Mentalität oder im Bewußtsein des Wesens mehr ausmachen als nur eben das, was für gewöhnlich in Form von Erotik, Verliebtheit, Paarung, Erhaltung der Art oder Vermehrung in Erscheinung tritt. Diese Form der sexuellen Kräfte repräsentiert ja nur diejenigen Energien des gesamten Sexualismus, die zu Gewohnheitsbewußtsein, Talent oder Automatfunktion für die Organismuserschaffung oder Fortpflanzung geworden sind, jedoch unter teilweiser Kontrolle durch den Willen. Die sexuellen Kräfte stellen aber eine viel größere Skala dar als die der Vermehrung. Sie machen in Wirklichkeit alles aus, was überhaupt an Wärme im Fleisch und Blut des Organismus existiert. Diese Wärme ist, wie schon aus früheren Analysen bekannt ist, identisch mit der "Schwereenergie". Jede Form von Berührung dieser Energie mit den übrigen Energien ist in Wirklichkeit Sexualismus und wird auch in bezug hierauf später im "Livets Bog" unter dem Ausdruck das "höchste Feuer" beschrieben.
      Die "Schwereenergie" ist ihrer Natur nach explosiv, d.h. ihre Kraft "geht nach außen", im Gegensatz zur "Gefühlsenergie", deren Kraft "nach innen geht". Diese beiden Eigenschaften sind wiederum der Grund dafür, daß Wärme ausdehnend wirkt, während Kälte zusammenzieht. Daher zeigt sich die Reaktion, die das Zusammentreffen dieser beiden Energiearten auslöst, unausweichlich dort in Explosion, wo die "Schwereenergie" die Oberhand hat, und in einer absoluten Verdichtung, Versteinerung oder Kristallisierung dort, wo die "Gefühlsenergie" im Übergewicht ist. Wenn man nun weiß, daß sich das Ich in der Spirale entwicklungsmäßig vom "Seligkeitsreich" durch die "Instinktenergie" und die "Schwereenergie" weiter zur "Gefühlsenergie" hinbewegt, und wenn man aus dem Symbol Nr. 9 die Entfaltungszonen dieser Energien kennt, dann ist es leicht verständlich, daß das Ich in seiner Entwicklungsbewegung zu einer Stelle oder Zone in der Spirale kommen muß, wo die "Gefühlsenergie" im Verhältnis zur "Schwereenergie" noch nicht besonders stark hervortritt. Die Folge muß dann sein, daß diese letztere Energie hier vollständig die Übermacht hat, d.h. daß diese Zone daher eine Feuer- oder Flammenzone sein muß. Eine solche Zone bilden die Sonnen oder all die Himmelskörper, die im Feuerzustand vorkommen.
      Da sich aber das Ich in seiner Spiralwanderung weiterbewegt, muß es unweigerlich auch zu einer Zone kommen, in der die "Schwereenergie" gerade eben im Begriff ist, von der "Gefühlsenergie" überwunden zu werden. In diesem Stadium müssen notwendigerweise Situationen vorkommen, in denen die "Gefühlsenergie" die Oberhand hat, und Situationen, in denen die "Schwereenergie" die Oberhand hat, und wo somit aus diesem Grunde abwechselnd Ruhe bzw. Explosionen im Dasein auftreten. Die nur teilweise ausreichende "Gefühlsenergie" kann die "Schwereenergie" noch nicht ständig aufwiegen. Aber allmählich schreitet die Entwicklung des Ichs immer weiter fort. Die "Gefühlsenergie" nimmt zu, wodurch die "Schwereenergie" dementsprechend immer mehr gebunden wird. Die Explosionen nehmen immer mehr ab, was in Wirklichkeit heißt, daß sie entsprechend immer mehr unter die Kontrolle des Ichs kommen, durch den Willen gebunden und schließlich in den Dienst des wachen Tagesbewußtseins genommen werden. Im Makrokosmos wird eine solche Zone durch jene Himmelskörper vertreten, die wir "sterbende Sonnen" nennen, und in der Erdenmenschenspirale oder im Zwischenkosmos durch solche Wesen, die das "tötende Prinzip" ausüben. Ausnahmslos alles, was zum "Töten" gehört, ist nämlich identisch mit durch den Willen geleitete "Schwereenergie".


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