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(289-638) 
 
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Das "kosmische Bewußtsein" ist ein Kreislauf, in dem es "kosmische Jahreszeiten", "Tage" und "Nächte" u.v.m. erschafft  461. Das "kosmische Bewußtsein" ist also, wie wir gesehen haben, ein Kreislauf. Es hat ein latentes Stadium, von dem aus es bis zur Kulmination zunimmt, wonach es bis hin zum latenten Zustand wieder abnimmt, und es formt mit diesem seinem Kreislauf das ganze Lebenserleben des Lebewesens.
      Jede Form von Bewußtseinsentfaltung beim Lebewesen ist somit in Wirklichkeit ein Stadium des "kosmischen Bewußtseins" oder repräsentiert ein Verhältnis zu ihm. Der ewige Rhythmus oder die ewige Bewegung dieses Bewußtseins von der Latenz bis zur Kulmination und wieder weiter zu neuer Latenz und von da wieder zu einer neuen Kulmination und so fort liegt dem Lebenserleben der Wesen in Form von "Spiralen" zugrunde. Jeweils eine "Spirale" (oder Spiralumdrehung) besteht ja nur aus einem solchen Abschnitt des Lebenserlebens, in dem das "kosmische Bewußtsein" einen einzigen seiner Kreisläufe durchlaufen hat und in dem sowohl seine Latenz als auch seine Kulmination im Dasein des Lebewesens repräsentiert ist. Dieses Dasein wird daher ausschließlich von diesen beiden Zuständen und den dazwischen liegenden aufwärts- und abwärtsführenden Zuständen oder Stadien geformt.
      Ein jedes beliebige Lebewesen repräsentiert also das eine oder das andere dieser Stadien, wodurch der besondere Platz seiner Bewußtseinsform in der Spirale oder im Kreislauf des "kosmischen Bewußtseins" enthüllt wird.
      Wenn die Lebewesen – die in Wirklichkeit ausnahmslos alle kosmische Wesen, unsterbliche Gottessöhne sind, alle zusammen die Gottheit selbst sind – so höchst verschieden hervortreten, wie es der Fall ist, wenn einige als Engel, Heilige und Christuswesen und andere als "Verbrecher", "Schurken" oder "Teufel" hervortreten, dann liegt das ausschließlich an dem Umstand, daß sie an verschiedene Stadien im Kreislauf des "kosmischen Bewußtseins" geknüpft sind. Jede separate Manifestation oder Bewußtseinsform des einzelnen Wesens ist eine eigene Zahl auf dem "Zifferblatt" dieses Kreislaufs. Dadurch können wir sehen, wo es in der "Mittags-" oder "Mitternachtsstunde", in den "Morgen-" oder "Abendstunden" des "kosmischen Bewußtseins" steht, d.h. wo in seiner Kulmination oder in seiner Latenz, bzw. wo in den aufwärts- oder abwärtsgehenden Stadien es sich befindet. Der Spiralkreislauf ist somit für die Wesen die allerhöchste Form, das Prinzip von "Tag" und "Nacht" zu erleben. Genauso wie die 24 Stunden des Tages aus Tag und Nacht bestehen, d.h. aus einer Zeit für Licht und einer für Finsternis, genauso besteht auch der Kreislauf oder die Spirale des "kosmischen Bewußtseins" aus einer Zeit für Licht und einer Zeit für Finsternis. Die "Lichtzeit" oder der "Tag" besteht aus den Stadien des "kosmischen Bewußtseins", die von der Kulmination der "göttlichen Welt" und weiter durch das "Seligkeitsreich" gehen. Dieser Teil des Daseins des Lebewesens bildet seine kosmische "Mittagsstunde".
      Die Stadien des "kosmischen Bewußtseins", die durch das "Pflanzenreich" und hin bis zur Kulmination des "Schwerereichs" gehen, bilden die kosmischen "Nachmittags-" und "Abendstunden" des Wesens, während die Stadien der Bewußtseinsform, die von der Kulmination des "Schwerereichs" (das Erdenmenschendasein) und weiter durch das "Gefühlsreich" (das wahre Menschenreich) gehen, den kosmischen "Mitternachtszustand" bilden.
      Die Stadien des "kosmischen Bewußtseins", die hiernach durch das "Weisheitsreich" und hin zur Kulmination der "göttlichen Welt" führen, bilden die kosmischen "Morgen-" und "Vormittagsstunden" des Lebewesens.
      Da die Stunden von Tag und Nacht in Wirklichkeit den verschiedenen Jahreszeiten entsprechen, stimmen auch die kosmischen 24 Stunden des Tages, wie wir gesehen haben, im Prinzip mit allen Jahreszeiten überein. Die Mittagsregion entspricht also dem Sommer, die Nachmittags- und Abendregionen entsprechen dem Herbst, während die Mitternachts- und Morgenregionen dem kosmischen "Winter" bzw. "Frühling" entsprechen.
      Wie aus Symbol Nr. 10 ("Livets Bog", Band 3) hervorgeht, befindet sich der Erdenmensch gemäß dem eben Gesagten in der Winter- und Mitternachtszone, was wieder das Kindheitsstadium des "kosmischen Bewußtseins" ist. Die Spirale bildet also ein Prinzip, das das ewige Dasein des Lebewesens in "kosmische Tage" und "Nächte", in "Winter" und "Sommer" einteilt und dadurch selbst zu einem "kosmischen Jahr" wird.


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