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(289-638) 
 
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Die höchste Analyse von "Stoff" oder "Materie". Weshalb wir Vereine oder andere Zusammenschlüsse nicht als "Stoff" auffassen  477. Und hier stehen wir der Herdenbildung in ihrer allerneuesten oder fortgeschrittensten Entfaltung gegenüber. Vereine – gewerkschaftliche wie politische, religiöse wie geschäftsmäßige – repräsentieren jeder für sich eine spezielle Herde. Jede dieser Herden wird zusammengehalten durch die gemeinsame Anziehung seiner Individuen zu einer ganz bestimmten Idee. Da eine Idee dasselbe ist wie ein Gedanke, sind alle Herdenbildungen Ausdruck für die Manifestation eines Gedankens. Dieser Gedanke ist also das sammelnde und bindende Element in der Herde, die hiervon völlig durchsäuert und geprägt wird. Das bedeutet wiederum, daß jede solche Herde ihrer Umgebung gegenüber eine ganz bestimmte Wirkungsweise hat. Sie bekommt eine besondere Energieauslösungsart. Sie repräsentiert eine besondere Form von Bewegung, die wieder als Eigenschaft charakterisiert wird. Eine solche Herde, Vereinigung oder ein solcher Zusammenschluß bildet hier für uns die Sichtbarmachung der allerhöchsten Analyse des Begriffs "Stoff" oder "Materie". Zwischen diesem "Stoff" und der Realität, die wir sonst mit diesem Begriff meinen, besteht absolut kein prinzipieller Unterschied. Wenn wir Vereinigungen oder Zusammenschlüsse trotzdem nicht als "Stoff" auffassen, dann beruht das in Wirklichkeit nur auf einem "kosmischen Perspektivverhältnis". Wenn wir die zusammengeschlossenen Manifestationsenergien oder Bewegungsarten, die wir in Verbindung mit unseren gleichgesinnten Mitwesen repräsentieren, nicht als "Stoff" auffassen können, dann nur deshalb nicht, weil der "Stoff" so dicht an uns herangerückt ist, daß wir ihn in allen Grundeinzelheiten sehen, was genau das Gegenteil dessen ist, was wir sonst als "Stoff" oder "Materie" bezeichnen. Diese befindet sich in einem so kolossalen kosmischen oder mentalen Abstand von unserer Wahrnehmungsfähigkeit, daß es uns unmöglich ist, ihre absoluten Grundeinzelheiten mit dem gewöhnlichen physischen Tagesbewußtsein aufzufassen. Als Folge des ungeheuren "kosmischen Abstands" von unseren physischen Sinnen werden die Grundeinzelheiten mikroskopisch klein und verschwinden als solche ganz aus der Reichweite unserer Wahrnehmungsfähigkeit. Das, was wir daher von diesem Stoff sehen, ist nur sein kollektives Hervortreten, d.h. seine oberflächliche Gesamtheit. Mit anderen Worten, wir sehen nur die "Herde", nicht aber die einzelnen Individuen und ihr besonderes privates Dasein, wie es bei jenem "Stoff" der Fall ist, in dem wir selbst eine Einheit bilden.


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