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(289-638) 
 
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"Makrokosmischer Stoff"  482. Es gibt jedoch noch eine Form von Lebensäußerung im kosmischen Horizont des Erdenmenschen, die auch zu einer Art "Stoff" für die physische Wahrnehmung wird. Der Erdenmensch kann sich selbst und seine Mitwesen in Form von "Tieren" und "Pflanzen" wahrnehmen. Diese Form von Wahrnehmung bildet, wie es aus der Analyse hervorging, das schärfste Sehvermögen oder die vollkommenste Beobachtung von "Stoff". Hier kann das Individuum alle besonderen Grunddetails des Stoffes beobachten und sehen, daß er in allerhöchstem Grad Lebensäußerung zum Ausdruck bringt, daß er das Leben selbst ist. Diese Form von "Stoff" oder Leben ist also identisch mit unserem eigenen Hervortreten und mit unserer eigenen Lebensäußerung, und wir haben sie als "zwischenkosmischen Stoff" bezeichnet.
      Nachdem sich aber allmählich der "Stoff" von unserem eigenen Stadium entfernte, wurde er in der Perspektive immer kleiner und seine Einzelheiten wurden dementsprechend immer undeutlicher, um sich schließlich ganz wie eine nebelhafte, zusammenhängende Masse zu verflüchtigen. Und wir sahen, daß diese Masse diejenige Materie oder Realität war, die wir sonst üblicherweise als "Stoff" bezeichnet haben. Aber das ist nicht die Grenze für das physische Sehvermögen des Menschen. Er kann auch beobachten, daß sein eigenes Hervortreten und das seiner Mitwesen in Verbindung mit dem "mikrokosmischen Stoff" Details innerhalb noch größerer Details darstellt. So kann er durch seine physischen Sinne erkennen, daß die gesamte Masse des "mikrokosmischen Stoffes" und des "zwischenkosmischen Stoffes" ein großes Detail bildet, das eine Kugel- oder Globusform hat. Diese Kugel kennen wir unter dem Begriff "Erdball".
      Ebenso kann er erkennen, daß der Erdball in einer bestimmten Konstellation zu anderen solchen kugelförmigen Details (Planeten) steht und daß diese von dem großen Kraftzentrum beherrscht werden, das wir "Sonne" nennen. Dieser leuchtende Himmelskörper kann seinerseits als ein nur einzelnes Detail inmitten Tausender anderer ähnlicher Details (Galaxien oder Milchstraßen) beobachtet werden. Sie alle bewegen sich in bestimmten Bahnen, folgen besonderen Gesetzen. In Wirklichkeit bilden all diese großen Himmelskörper nur Details oder Kraftzentren, die wiederum zusammen besondere Reaktionen gegenüber entsprechenden riesenhaften Details der Umgebung auslösen und dadurch mit exakt derselben Eigenschaft sichtbar werden wie diejenige, die wir in der Materie oder im Stoff vorfanden. Diese gigantischen Realitäten, Himmelskörper, Planeten oder Sonnen sind daher in Wirklichkeit nur als Details in einer riesenhaften Form von "Stoff" aufzufassen. Diesen "Stoff" nennen wir "Weltall" oder "Universum". Aber der verwunderte Erdenmensch sieht keinerlei Leben in diesem "Stoff". Das beruht wieder auf dem kosmischen Perspektivverhältnis. Hier steht er so großen Realitäten gegenüber, daß er physisch nur Einblick in ein einzelnes lokales Feld in ihrem Gebiet erhalten kann, während die Gesamtheit so gigantisch ist, daß sie sich weit außerhalb des sichtbaren Feldes erstreckt. Da das sichtbare Feld damit nur ein Bruchstück, vielleicht sogar nur ein sehr kleines Bruchstück, der unbekannten Gesamtheit ist, kann er sich die Analyse der Gesamtheit und der vollen Struktur mit physischem Tagesbewußtsein nicht begreiflich machen. Daß diese Gesamtheit ein lebender Organismus ist, in dem er selbst und seine Umgebung Mikrowesen oder Stoff sind, daß die Bewegungen der Planeten und der Sonne sowie die sogenannten "Naturkräfte" Organismusfunktionen sind, Verdauung sind, Gedankenauslösung und damit die Lebensäußerungen des Urhebers dieses großen Organismus sind, sieht er nicht und versteht er daher auch nicht. Diese Erkenntnis kommt erst mit der kosmischen Einstellung des Bewußtseins. Dann sieht er, wie jeder Organismus nur in einem anderen und größeren Organismus existieren kann, ebenso wie er auch nur als eine Zusammensetzung von kleineren Organismen existieren kann. Genauso wird es für dieses Wesen mit dieser Einstellung zur Tatsache, daß überhaupt kein funktionierender Organismus existieren kann, ohne eine direkte oder indirekte Kundgebung seines Urhebers von seiner absolut lebendigen Anwesenheit im Dasein oder seiner Identität mit dem Leben zu sein.
      Da Himmelskörper, Planeten, Sonnen oder Milchstraßen als Organismen von Lebewesen existieren, kommen wir hiermit zu einer ganz anderen Art von Lebewesen. Da Lebewesen ja Kraftzentren oder das Fundament im "Stoff" sind, kommen wir hier auch zu einer ganz anderen Art von "Stoff" als die beiden früheren Arten, die wir geschildert haben. Diesen "Stoff" wollen wir hier im "Livets Bog" als "makrokosmischen Stoff" bezeichnen.


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